Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. Leere der kirchlichen Lehre
  15. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf

Österreicherin des Jahres: ‘Papst Franziskus ist ein Geschenk’

11. Juni 2018 in Österreich, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Physikerin Gebeshuber: Forschungsaufenthalt in Malaysia führte zur Wiederentdeckung der eigenen christlichen Wurzeln - Katholische Gemeinschaften sind Hoffnungsträger für ökologische Kehrtwende.


Wien (kath.net/ KAP)
Als ein "Geschenk des Himmels" hat die österreichische Top-Wissenschaftlerin Ille C. Gebeshuber Papst Franziskus und seine Öko-Enzyklika "Laudato si" bezeichnet. "Ich finde mich auf jeder Seite wieder", betonte Gebeshuber im "Kathpress"-Interview. Ungewöhnliche Worte für eine Physikerin mit dem Spezialgebiet Bionik und Nanophysik. 2017 ist Gebeshuber zur "Österreicherin des Jahres" im Bereich Wissenschaft gewählt worden, im heurigen April wurde ihr außerdem der "look! Business Award" für erfolgreiche Unternehmerinnen in der Kategorie "MINT Industries" (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) verliehen.

Tatsächlich beeindrucke sie der alle Lebensbereiche umfassende Ansatz einer Humanökologie des Papstes, sagte die Wissenschaftlerin. Daher sehe sie auch in katholischen Gemeinschaften und Gruppierungen Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel und für den Umweltschutz. "Dort sind die grundlegenden Werte und langfristiges Denken vorhanden. Und das ist genau das, was heute zählt".


Die 1969 im steirischen Bruck an der Mur geborene Gebeshuber ist zuletzt mit ihrem Bestseller "Wo die Maschinen wachsen: Wie Lösungen aus dem Dschungel unser Leben verändern werden" einem breiteren Publikum bekannt geworden. Darin reflektiert sie ihre Jahre in Malaysia, wo sie von 2008 bis 2015 gelebt und geforscht hat. Eine Zeit, in der sie zugleich "immer mehr und immer stärker meine christlichen Wurzeln wiederentdeckt" habe.

Bis heute gehöre zu einem guten Wochenbeginn für sie auch der Besuch eines Gottesdienstes und die regelmäßige Teilnahme an Exerzitien, berichtete die Top-Forscherin. Einen Konflikt zwischen hoch ausdifferenzierter Naturwissenschaft und einer persönlichen religiösen Grundhaltung sieht Gebeshuber nicht - im Gegenteil: Religiosität helfe dabei, bei aller wissenschaftlichen Detailverliebtheit das Ganze nicht aus dem Auge zu verlieren. "Dem religiösen Auge öffnet sich eine neue Welt."

Eine Art "Paradiesvogel" ist Gebeshuber aber auch im Blick auf ihre Forschertätigkeit: Denn Bionik und Nanophysik stecken ihr zufolge in Österreich "noch in den Kinderschuhen": So sei sie mit ihrem Ansatz und ihrer Art, etwa an Schmetterlingen zu forschen und nach Möglichkeiten des Technologie-Transfers von Pflanzen und Tieren zu suchen faktisch allein. Dies liege wohl auch an der Komplexität des Faches, vereint die Bionik doch Physik, Biologie, Chemie und letztlich alle Naturwissenschaften in sich. - Doch es sei ein Forschungszweig, der das Zeug habe, nicht nur die Wissenschaften, sondern den Alltag der Menschen auf den Kopf zu stellen: Denn ob Bodenreinigung durch Pflanzen, Fassadengestaltung durch Nanotechnologie oder Metallverarbeitung mit Bakterien und Pilzen - es gebe kaum einen Lebensbereich, in dem eine innovative Anwendung natürlicher Vorbilder aus Fauna und Flora nicht einen Quantensprung in Technik und Nachhaltigkeit bedeuten würde.

Kritik übt Gebeshuber indes am klassischen Wissenschaftsbetrieb: Dieser hemme durch das ständige Rad aus Drittmitteleintreibung und Publikationszwang letztlich den Innovationsgeist, ist sie überzeugt. Persönlich sei sie an Geld nicht interessiert - sie wolle vielmehr "Dienerin der Wahrheit" sein und die Welt "ein kleines Stückchen besser machen".

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Enzyklika

  1. Zeitung: Erste Enzyklika von Papst Leo XIV. kommt nach Ostern
  2. Utopia – ein Schweifen im ‚Nicht-Ort“. La ‚Tercera Vía’
  3. Enzyklika ‚Fratelli tutti’: Papst Franziskus zitiert sich großteils selbst
  4. Was an der Enzyklika ‚Laudato si’ auszusetzen ist
  5. Laudato Si': Warum ich trotzdem papsttreu bleibe!
  6. Ist die Wirtschaft an vielem schuld?
  7. Laudato si!
  8. US-Kardinal nennt Kritik an Umwelt-Enzyklika «legitim»
  9. Laudato si – ein Aufschlag für die katholische Umweltlehre
  10. Der Papst und die Öko-Spießer






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
  6. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  7. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  8. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
  9. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  10. Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
  11. Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  14. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  15. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz