Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  11. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  12. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  13. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Medien-Experte Kepplinger sieht Kirche in der „Schweigefalle“

12. Juni 2018 in Chronik, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„durchblick“: Engagierte Katholiken und die Kirche müssen damit rechnen, dass die Medien ihre öffentlich vertretenen Meinungen „überwiegend abwertend darstellen oder totschweigen“. Deshalb würden sie sich nicht mehr äußern.


Östringen (kath.net/pm) Dass die katholische Kirche in der aktuellen Medienberichterstattung zu kontroversen Themen keine Rolle spiele, liege nicht an den Medien, sondern an der Kirche selbst. Das stellt der Mainzer Kommunikationswissenschaftler Hans-Mathias Kepplinger in einem Beitrag für die katholische Zeitschrift „durchblick“ fest. Als Beispiele für das Schweigen der Kirche nennt er die Aussage von Bundesinnenminister Horst Seehofer, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, die Dresdner Rede der Schriftstellerin Sybille Lewitscharoff mit Kritik an der Fortpflanzungsmedizin, die Verteidigung des Werbeverbots für Abtreibungen durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie die Christenverfolgung im Nahen Osten und weiten Teilen Asiens.


Engagierte Katholiken und die Kirche insgesamt müssen nach Kepplingers Erkenntnissen damit rechnen, dass die Medien ihre öffentlich vertretenen Meinungen „überwiegend abwertend darstellen oder totschweigen“. Deshalb würden sie sich nicht mehr äußern. Das sei zwar „menschlich verständlich aber sachlich schädlich“. Die Kirche sitze damit „in der Schweigefalle“ und komme nur noch mit „opportunen Bekundungen“ zu Wort.

Die Kirche nehme nicht einmal eine Aufgabe wahr, die Bedeutung des Christentums für Alltagskultur, Rechtsystem, Politik und Staatsverständnis in Deutschland bewusst zu machen, was Untersuchungen zufolge mehr als zwei Drittel der Journalisten von ihr erwarten. Wer so zurückhaltend auftrete, dürfe sich nicht wundern, dass begeisterungsfähige Jugendliche sich nicht „für das christliche Erbe unserer Gesellschaft engagieren“, resümierte der meistzitierte Medienwissenschaftler der letzten Jahrzehnte.

Die christliche Vierteljahres-Zeitschrift „durchblick“ wird von der unabhängigen Bürgerinitiative gleichen Namens unter Vorsitz von Thomas Schührer herausgegeben. Unter dem neuen Redaktionsleiter Michael Ragg wurde sie mit der Frühjahrsausgabe redaktionell und gestalterisch neu konzipiert. Zu den Autoren der aktuellen Ausgabe gehören neben Kepplinger unter anderem auch die Publizistin Birgit Kelle, die als „Apfelgräfin aus der Uckermark“ bekannte Unternehmerin Daisy von Arnim, die Sängerin Patricia Kelly, die Wiener Nationalrätin Gudrun Kugler und „Kräuterpfarrer“ Benedikt Felsinger.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Bundesland Brandenburg plant Neutralitätsgesetz für Justiz: Kein Kopftuch, Kippa, Kreuz
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  4. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  5. Zwischen Wölfen und Brüdern
  6. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  7. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  8. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  9. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  10. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  3. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  4. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  5. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  6. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  7. Rom: "Krippe von Bethlehem" zu sehen
  8. Der Heilige und das Tier
  9. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  10. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  11. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  12. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  13. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  14. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  15. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz