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Medien-Experte Kepplinger sieht Kirche in der „Schweigefalle“

12. Juni 2018 in Chronik, 8 Lesermeinungen
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„durchblick“: Engagierte Katholiken und die Kirche müssen damit rechnen, dass die Medien ihre öffentlich vertretenen Meinungen „überwiegend abwertend darstellen oder totschweigen“. Deshalb würden sie sich nicht mehr äußern.


Östringen (kath.net/pm) Dass die katholische Kirche in der aktuellen Medienberichterstattung zu kontroversen Themen keine Rolle spiele, liege nicht an den Medien, sondern an der Kirche selbst. Das stellt der Mainzer Kommunikationswissenschaftler Hans-Mathias Kepplinger in einem Beitrag für die katholische Zeitschrift „durchblick“ fest. Als Beispiele für das Schweigen der Kirche nennt er die Aussage von Bundesinnenminister Horst Seehofer, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, die Dresdner Rede der Schriftstellerin Sybille Lewitscharoff mit Kritik an der Fortpflanzungsmedizin, die Verteidigung des Werbeverbots für Abtreibungen durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie die Christenverfolgung im Nahen Osten und weiten Teilen Asiens.

Engagierte Katholiken und die Kirche insgesamt müssen nach Kepplingers Erkenntnissen damit rechnen, dass die Medien ihre öffentlich vertretenen Meinungen „überwiegend abwertend darstellen oder totschweigen“. Deshalb würden sie sich nicht mehr äußern. Das sei zwar „menschlich verständlich aber sachlich schädlich“. Die Kirche sitze damit „in der Schweigefalle“ und komme nur noch mit „opportunen Bekundungen“ zu Wort.

Die Kirche nehme nicht einmal eine Aufgabe wahr, die Bedeutung des Christentums für Alltagskultur, Rechtsystem, Politik und Staatsverständnis in Deutschland bewusst zu machen, was Untersuchungen zufolge mehr als zwei Drittel der Journalisten von ihr erwarten. Wer so zurückhaltend auftrete, dürfe sich nicht wundern, dass begeisterungsfähige Jugendliche sich nicht „für das christliche Erbe unserer Gesellschaft engagieren“, resümierte der meistzitierte Medienwissenschaftler der letzten Jahrzehnte.

Die christliche Vierteljahres-Zeitschrift „durchblick“ wird von der unabhängigen Bürgerinitiative gleichen Namens unter Vorsitz von Thomas Schührer herausgegeben. Unter dem neuen Redaktionsleiter Michael Ragg wurde sie mit der Frühjahrsausgabe redaktionell und gestalterisch neu konzipiert. Zu den Autoren der aktuellen Ausgabe gehören neben Kepplinger unter anderem auch die Publizistin Birgit Kelle, die als „Apfelgräfin aus der Uckermark“ bekannte Unternehmerin Daisy von Arnim, die Sängerin Patricia Kelly, die Wiener Nationalrätin Gudrun Kugler und „Kräuterpfarrer“ Benedikt Felsinger.


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Lesermeinungen

 Einsiedlerin 13. Juni 2018 
 

@girsberg74

Auf Ihre Frage an @Karl-Maria betreffend Anklage würde ich sagen, dass Anklage immer ein persönlicher Angriff ist, konstruktive Kritik jedoch sachlich. Auch wir alle hier im Forum müssen sehr gut aufpassen, wenn wir uns über die innerkirchlichen Zustände auslassen, dass unsere Kritik immer sachlich begründet bleibt. Der KKK hilft hier sehr gut zur Argumentation - außer der Bibel natürlich!


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 Nussknacker 13. Juni 2018 
 

Kreuzzeichen

vor dem Essen an öffentlichen Orten, wäre schon einmal ein gutes Zeugnis um Menschen zum Denken anzuregen und möglicherweise in ein weiterführendes Gespräch zu kommen.
Jeder ernsthaft Gläubige sollte eigentlich in der Lage sein auf Kritik, vernünftige, praxisbezogen Antworten aus der Lehre des Herrn heraus geben zu können.


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 mirjamvonabelin 13. Juni 2018 
 

Wo er recht hat, da hat er recht, der Herr Hans-Mathias Kepplinger

Selbst unter Katholiken ist es nicht üblich über Gott zu reden.
Ja, auch da gibt es ein "Totschweigeargument": "das muss jeder selber wissen".

Viele sagen sie können nicht vor anderen Menschen reden. Stimmt, auch mir ging es so.
Aber man kann es lernen.
Natürlich fällt man oft auf die "Nase". Da müssen wir wie die kleinen Kinder sein, "aufstehen" und "weitergehen".

Bin seit Jahren bei der katholischen Gemeinschaft "Legion Mariens "dabei, da sind wir zuerst unter "Gleichgesinnten" und lernen über Gott reden bis "das Herz übergeht und der Mund davon spricht".

Und so kann ich bei jedem "banalem" Gespräch, Gott "ins Spiel bringen".
Was daraus wird, ist nicht meine Sorge. Der Same ist gefallen, Gott läßt wachsen.

Natürlich, den "guten Samen", muss ich bei Gott holen, ihn pflegen und hüten.

Es gibt einige gute Gemeinschaften, bei denen man das üben kann, allein unser gute Wille zählt, dann kommt man schon dahin wo uns unser Vater haben will.


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 kreuz 12. Juni 2018 

welche Medien?

da hat der Herr Kepplinger wohl selbst ein bißchen Angst? ein bißchen nur..

www.kathtube.com/player.php?id=15030


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 girsberg74 12. Juni 2018 
 

@Karlmaria „Die Seele sehnt sich doch nach Gott“

Ihr Beitrag enthält bezüglich „Anklagen“ Bedenkenswertes.

Doch Frage: Was ist Anklage, was ist weiterführende (konstruktive) Kritik? Was muss sein, was sollte genau nicht sein?


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 Karlmaria 12. Juni 2018 

Die Seele sehnt sich doch nach Gott

Insofern gibt es da immer einen Bedarf an christlicher Botschaft. Und Seelen die das lesen wollen. Man sollte einige Regeln beachten: Es geht darum zuerst einmal grundlegendes Wissen über den Glauben zu verbreiten. Und das Grundlegendste ist das Hauptgebot Gott über alles und den Nächsten wie sich selbst zu lieben. Selbst wenn es gar kein anderes Thema gibt hat damit jeder genug zu tun für sein ganzes Leben. Über strittige Themen kann man in Form eines Zeugnisses schreiben: Der Zölibat ist möglich da gibt es das Hundertfache weil das nun mal übernatürlich ist. Ein Hauptfehler ist anzuklagen. Anklagen ist die Aufgabe Satans. Es geht bei allem auch um den übernatürlichen Segen Gottes. Beim Anklagen gibt es keinen Segen Gottes. Aber wenn es darum geht das Hauptgebot zu verbreiten Gott über alles und den Nächsten wie sich selbst zu lieben in allen möglichen Variationen wie immer das Thema nun ist dann hilft uns der ganze Himmel!


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 Philipp Neri 12. Juni 2018 

Jesus ist das Beispiel

Jesus hat auch nicht geschwiegen!


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 je suis 12. Juni 2018 

NUR MUT

Nicht nur in Foren zu Wort melden, die von 'Gleichgesinnten' besucht werden. Auch das 'Streitgespräch' mit anderen suchen. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass man oft tief durchatmen muss beim Lesen so manches Forenbeitrags (z.B. bei Spiegel-online oder auf gmx-sites), aber gut überlegtes und fundiertes Argumentieren kann Augen, Ohr und vorallem Herz öffnen. 'Ich bin zwar nicht Ihrer Meinung, aber Ihre Diskussionsbeiträge und Ihre Argumetation bringt mich zu neuen Überlegungen' schrieb mal ein Diskussions'gegner' in einem SPON-Forum. Ja, kann ich denn mehr erreichen? Wo Hirten schweigen, muss sich die Herde melden!


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