Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  4. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  5. "Vaccine Amen"
  6. Spanien am moralischen Abgrund
  7. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  8. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  9. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  10. Die ÖVP - eine "Wählertäuschung"
  11. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  12. Besser keine Laienpredigt
  13. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  14. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  15. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“

Zwei neue Kirchenschließungen in Algerien

12. Juni 2018 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Damit erhöht sich die Zahl der seit November 2017 geschlossenen Kirchen auf sechs - oder auf mehr als zehn Prozent der total 45 protestantischen Kirchen in Algerien.


Wien (kath.net/Open Doors) Die algerischen Christen stehen unter wachsendem Druck durch die Regierung. In der Kabylei, wo das Christentum am stärksten vertreten ist, hat die Polizei am vorletzten Wochenende zwei weitere Kirchen versiegelt.

Kirche in Ait-Mellikeche geschlossen

Die fünfte Kirche, die von der neuen Schließungswelle betroffen ist, steht in Ait-Mellikeche im Verwaltungsbezirk Béjaia. Im Jahr 2005 eröffnet, gehört sie seit 2007 dem protestantischen Dachverband «Églises Protestantes d'Algérie» (EPA) an. Zuletzt kamen über 200 Gläubige zum wöchentlichen Gottesdienst. Nun tauchte Ende Mai die Polizei in der Kirche auf. «Sie schlossen einfach den Haupteingang ohne Vorankündigung.» Am Montag, 28. Mai, gingen mehrere Kirchenleiter zur Polizei in Béjaia, um zu versuchen, die Gründe für die Schließung der Kirche zu erfahren und zu erreichen, dass sie wieder geöffnet würde - ohne Erfolg.


Kirche in Maâtkas geschlossen

Die sechste betroffene Kirche steht in Maâtkas, 20 Kilometer von Tizi-Ouzou entfernt. Ein Pastor erhielt eine telefonische Mitteilung, in der er über die Schließung informiert wurde. Die Polizei tauchte an einem Samstagmorgen auf und versiegelte den Haupteingang des Gebäudes. Auch hier blieben die Behörden eine Erklärung zu den Gründen für die Schliessung schuldig.

Seit November 2017 sind somit sechs der 45 EPA-Kirchen geschlossen worden.

Die Regierung legitimiert diese Maßnahmen mit dem algerischen Gesetz von 2006, das den nicht-muslimischen Gottesdienst regelt und das Drucken, Speichern und Verteilen von Dokumenten verbietet, die den Glauben eines Muslims «erschüttern» könnten.

Diese Ereignisse lassen ein koordiniertes Vorgehen der Regierung gegen die kleine algerische christliche Minderheit vermuten. «Einige Algerier sind wegen ihres christlichen Glaubens weiterhin Opfer von Einschüchterung und Verfolgung. Und dies obwohl ihr einziges Vergehen darin besteht, im Besitz einer Bibel zu sein», sagte ein Leiter der EPA.

Als vollwertige Bürger anerkannt werden

Im vergangenen Monat reisten drei algerische Pastoren der EPA nach Frankreich, Belgien, England und in die USA um ihre Situation vor verschiedenen Gremien darzulegen. Insbesondere verlangen sie die Wiedereröffnung ihrer Gotteshäuser sowie ihren Glauben in Freiheit leben zu können.

Die Evangelische Kirche von Algerien hat zudem am 18. Mai eine Erklärung an die algerische Regierung übergeben (also noch vor den beiden jüngsten Kirchenschließungen). Angesichts der zunehmenden administrativen Probleme verlangt sie eine gerechtere Behandlung der verschiedenen Versammlungen, die sie vertritt. «Als vollwertige Bürger fordern wir die höchsten Behörden des Landes auf, dafür zu sorgen, dass alle Grundrechte der Bürger unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit geschützt werden.»

Gleicher Kurs wie 2008

Erinnerungen an 2008 werden wach: Im Frühjahr 2008 wurden 16 der damals 32 EPA-Gemeinden innerhalb weniger Wochen geschlossen. Zudem mussten 10 der 20 unabhängigen protestantischen Gemeinden ebenfalls schließen. Es dauerte Monate, bis sich die Christen nach und nach wieder in ihren Gebäuden versammeln konnten.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  2. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  3. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  4. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  5. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  6. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  7. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  8. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“
  9. Brutaler Polizeiangriff auf einen katholischen Priester in Sri Lanka: Kirche fordert Aufklärung
  10. Weltverfolgungsindex 2026: Die Christenverfolgung ist weltweit auf neuem Höchststand






Top-15

meist-gelesen

  1. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Spanien am moralischen Abgrund
  4. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  5. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  6. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  7. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  8. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  9. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  10. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  11. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  12. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  13. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  14. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  15. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz