Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  5. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  6. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  7. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  8. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  9. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  10. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  12. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  13. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  14. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!
  15. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“

Zwei neue Kirchenschließungen in Algerien

12. Juni 2018 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Damit erhöht sich die Zahl der seit November 2017 geschlossenen Kirchen auf sechs - oder auf mehr als zehn Prozent der total 45 protestantischen Kirchen in Algerien.


Wien (kath.net/Open Doors) Die algerischen Christen stehen unter wachsendem Druck durch die Regierung. In der Kabylei, wo das Christentum am stärksten vertreten ist, hat die Polizei am vorletzten Wochenende zwei weitere Kirchen versiegelt.

Kirche in Ait-Mellikeche geschlossen

Die fünfte Kirche, die von der neuen Schließungswelle betroffen ist, steht in Ait-Mellikeche im Verwaltungsbezirk Béjaia. Im Jahr 2005 eröffnet, gehört sie seit 2007 dem protestantischen Dachverband «Églises Protestantes d'Algérie» (EPA) an. Zuletzt kamen über 200 Gläubige zum wöchentlichen Gottesdienst. Nun tauchte Ende Mai die Polizei in der Kirche auf. «Sie schlossen einfach den Haupteingang ohne Vorankündigung.» Am Montag, 28. Mai, gingen mehrere Kirchenleiter zur Polizei in Béjaia, um zu versuchen, die Gründe für die Schließung der Kirche zu erfahren und zu erreichen, dass sie wieder geöffnet würde - ohne Erfolg.


Kirche in Maâtkas geschlossen

Die sechste betroffene Kirche steht in Maâtkas, 20 Kilometer von Tizi-Ouzou entfernt. Ein Pastor erhielt eine telefonische Mitteilung, in der er über die Schließung informiert wurde. Die Polizei tauchte an einem Samstagmorgen auf und versiegelte den Haupteingang des Gebäudes. Auch hier blieben die Behörden eine Erklärung zu den Gründen für die Schliessung schuldig.

Seit November 2017 sind somit sechs der 45 EPA-Kirchen geschlossen worden.

Die Regierung legitimiert diese Maßnahmen mit dem algerischen Gesetz von 2006, das den nicht-muslimischen Gottesdienst regelt und das Drucken, Speichern und Verteilen von Dokumenten verbietet, die den Glauben eines Muslims «erschüttern» könnten.

Diese Ereignisse lassen ein koordiniertes Vorgehen der Regierung gegen die kleine algerische christliche Minderheit vermuten. «Einige Algerier sind wegen ihres christlichen Glaubens weiterhin Opfer von Einschüchterung und Verfolgung. Und dies obwohl ihr einziges Vergehen darin besteht, im Besitz einer Bibel zu sein», sagte ein Leiter der EPA.

Als vollwertige Bürger anerkannt werden

Im vergangenen Monat reisten drei algerische Pastoren der EPA nach Frankreich, Belgien, England und in die USA um ihre Situation vor verschiedenen Gremien darzulegen. Insbesondere verlangen sie die Wiedereröffnung ihrer Gotteshäuser sowie ihren Glauben in Freiheit leben zu können.

Die Evangelische Kirche von Algerien hat zudem am 18. Mai eine Erklärung an die algerische Regierung übergeben (also noch vor den beiden jüngsten Kirchenschließungen). Angesichts der zunehmenden administrativen Probleme verlangt sie eine gerechtere Behandlung der verschiedenen Versammlungen, die sie vertritt. «Als vollwertige Bürger fordern wir die höchsten Behörden des Landes auf, dafür zu sorgen, dass alle Grundrechte der Bürger unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit geschützt werden.»

Gleicher Kurs wie 2008

Erinnerungen an 2008 werden wach: Im Frühjahr 2008 wurden 16 der damals 32 EPA-Gemeinden innerhalb weniger Wochen geschlossen. Zudem mussten 10 der 20 unabhängigen protestantischen Gemeinden ebenfalls schließen. Es dauerte Monate, bis sich die Christen nach und nach wieder in ihren Gebäuden versammeln konnten.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Weltverfolgungsindex 2026: Die Christenverfolgung ist weltweit auf neuem Höchststand
  2. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  3. Plakolm: Christenverfolgung ernst nehmen statt relativieren
  4. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  5. Meldestelle Christenschutz: Christliche Flüchtlinge sind fassungslos über Skandal-Ausstellung
  6. Pakistan: Christen trauern ökumenisch nach Ermordung des Pfingst-Pastors Kamran Michael Naz
  7. Seine Freilassung war eine Gebetserhörung
  8. Nuntius Eterović: „Christen sind die weltweit am meisten wegen ihrer Religion verfolgten Menschen“
  9. Beobachtungsstelle: Tausende christenfeindliche Straftaten in Europa
  10. Angriffe auf Christen in Syrien: Kirchenführer schlagen Alarm






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ADIOS!
  4. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  5. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  6. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  7. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  10. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  11. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  12. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  13. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  14. Maria 1.0: Immer wieder Deutschland - „Deutsch-Synodale“ Reformatoren schaffen Realität
  15. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz