Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  2. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  3. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  4. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  5. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  6. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  7. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  8. Vom Benehmen mit Majestäten
  9. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  10. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  11. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  12. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  13. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  14. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  15. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“

Islamistischer Überfall auf orthodoxe Kirche in Grosny

22. Mai 2018 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Kirchgänger und zwei Polizisten getötet, auch die vier jugendlichen Terroristen kamen ums Leben - Geplant war offensichtlich, die zum Gottesdienst versammelten Gläubigen als Geiseln zu nehmen


Grosny (kath.net/KAP) Ein Kirchgänger und zwei Polizisten sind am Samstag bei einem Überfall von vier jugendlichen Islamisten auf die Michaelskirche im Herzen der tschetschenischen Hauptstadt Grosny ums Leben gekommen. Das Ziel der Terroristen war es offensichtlich, die zum Gottesdienst versammelten Gläubigen als Geiseln zu nehmen, der zelebrierende Priester hatte aber die Geistesgegenwart, die Gemeindemitglieder zum raschen Verschließen des Haupttors zu veranlassen, berichtete die Stiftung "Pro Oriente".

Der Leiter der synodalen Medienabteilung des Moskauer Patriarchats, Wladimir Legojda, betonte am Sonntag, es habe sich um einen neuerlichen missglückten Versuch gehandelt, Christen und Muslime im Nordkaukasus gegeneinander aufzuhetzen. Der Vorsitzende des Islamischen Koordinationszentrums für den Nordkaukasus, Ismail Berdijew, verurteilte den Terrorüberfall scharf. Das Geschehen sei umso gravierender, als Muslime im Fastenmonat Ramadan keinerlei Gewalt verüben dürften.


Pfarrer Sergij Abasow schilderte vor Journalisten das dramatische Geschehen am Samstagnachmittag: "Es war eine normale Samstagsliturgie. Plötzlich hörte ich Schüsse und rief den am Tor stehenden Gläubigen zu, sie sollten die Türflügel zuwerfen und verriegeln". Das geschah auch, aber es war zu befürchten, dass die Kirchgänger - ältere Frauen und nur ein Mann - nicht lang würden standhalten können, als die Terroristen begannen, auf das Tor zu schießen. Pfarrer Abasow lief zu einem Fenster, um seinen im Hof spielenden Kindern zuzurufen, sie sollten sofort ins Pfarrhaus laufen. Zugleich sah er, wie einer der Terroristen auf seine Frau anlegte, die ebenfalls im Hof war. In letzter Minute konnte sie sich in einen Kellerabgang retten.

Die mit Gewehren, Messern, Beilen und Benzinflaschen ausgerüsteten Islamisten eröffneten das Feuer auf die Polizisten vor der Kirche. Dabei wurden zwei aus Saratow stammende Polizisten - Kairat Rakhmetow und Wladimir Gorskow - getötet, zwei weitere Polizisten wurden verletzt. Im Kugelhagel starben dann auch alle vier Terroristen. Es handelte sich um drei 18-jährige - die Brüder Amir und Ali Junusow und den aus der benachbarten inguschetischen Republik stammenden Akhmed Tschechojew - und den 19-jährigen Mikhail Elisultanow. Derzeit ist noch nichts über den Hintergrund der vier Nachwuchsterroristen bekannt; die IS-Terroristen bezeichneten auf ihren Propaganda-Kanälen die vier Burschen als ihre "Soldaten".

Der Angriff auf die Michaelskirche in Grosny erinnert an den Überfall auf die Georgskirche in Kizlyar im nordkaukasischen Daghestan im Februar. Damals waren fünf Kirchgängerinnen ums Leben gekommen. Die Michaelskirche liegt an einer belebten Geschäftsstraße mit vielen Läden und Cafes und ist ein beliebter Anziehungspunkt für Touristen.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islamismus

  1. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland
  2. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“
  3. Vereinigte Arabische Emirate schränken staatliche Förderung für Studieren in Großbritannien ein
  4. Mansour: Terrorschlag in Australien ist „logische Konsequenz einer global entfesselten Hassdynamik“
  5. Manuel Ostermann, Vize-Vorsitzender der Polizeigewerkschaft: „Die Kriminalität explodiert“
  6. Integrationsbeauftragte warnt: Politik, Verwaltung in Neukölln teilweise von Islamisten unterwandert
  7. Skandal: ZDF bestätigt, dass langjähriger palästinischer Mitarbeiter der Hamas angehörte
  8. Ahmad Mansour: ‚Islamismus ist eine ernstzunehmende Bedrohung, die Menschenleben kostet‘
  9. Nach Verherrlichung der Hamas: Italien schiebt Imam ab
  10. BILD: ‚Die Islamisten werden immer mehr – und die Regierung tut NICHTS dagegen’






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  5. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  6. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  7. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  8. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  10. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  11. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  12. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  13. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  14. Vom Benehmen mit Majestäten
  15. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz