Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  6. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  7. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  8. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  9. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  10. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  11. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  12. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  13. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  14. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  15. Viel Lärm um nichts?

Könnten Sie noch gut schlafen?

16. Mai 2018 in Kommentar, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


US-Präsident Donald Trump ist aus dem Atomdeal mit dem Iran ausgestiegen – die Empörung ist gross. Wer schimpft, sollte sich fragen, welchen Nationen er eigentlich seine Nachtruhe verdankt. Gastkommentar von Giuseppe Gracia/Blick.CH


Chur (kath.net/Blick.CH) Dass die USA aus dem Atom-Deal mit dem Iran ausgestiegen sind, hat weltweite Reaktionen ausgelöst. Mich hat es an einen Videoclip des jüdischen Radiomoderators und Publizisten Dennis Prager erinnert. Das Video ist im Internet leicht zu finden unter dem Titel „The Middle East Problem“ (Das Nah-Ost-Problem).

Darin behauptet Dennis Prager, der Konflikt zwischen Israel und Syrien, Iran, Irak oder der im Gazastreifen regierenden Hamas sei nahezu unmöglich zu lösen, jedoch relativ leicht zu verstehen. Die eine Seite (Israels Nachbarn) wolle die andere Seite (Israel) tot sehen. Dazu bietet Prager ein Gedankenexperiment. Was würde passieren, wenn Israel morgen ankündigte: «Wir kämpfen nicht mehr! Wir legen unsere Waffen nieder und geben auf!» Israels Nachbarn würden das Land vernichten und die Juden in dieser Region komplett auslöschen. Und was würde passieren, wenn umgekehrt Syrien, Iran oder Irak ankündigten: «Wir kämpfen nicht mehr! Wir legen unsere Waffen nieder und geben auf!» Israel würde diese Länder nicht angreifen, sondern es würde Frieden einkehren.


Einen ähnlichen Gedanken äusserte auch der Schweizer Philosoph Michael Rüegg in der SRF-Radiosendung „Tagesgespräch“. Er erklärte, Israel besitze mehr als 200 Atomsprengköpfe, in Reichweite von Europa. Trotzdem habe niemand in Europa Angst vor diesen Bomben, denn niemand fürchte, dass Israel Europa angreife, nicht einmal jene, die kein gutes Haar an Israel lassen und als Apartheidstaat diffamieren. Man stelle sich vor, Ägypten, Syrien, Irak, Iran oder die Hamas verfügten über eine vergleichbare militärische Potenz. Wer in Europa könnte noch schlafen?

Wer jetzt also wegen dem Iran-Atomdeal über die USA schimpft, sollte sich fragen, welchen Nationen er in den letzten Jahrzehnten eigentlich seine Nachtruhe verdankt. Und welche Alpträume auf uns zukämen, wären nicht die Juden, sondern ihre Nachbarn im Besitz von 200 Atomsprengköpfen.

Giuseppe Gracia (50) ist Schriftsteller und Medienbeauftrager des Bistums Chur. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. In seiner BLICK-Kolumne, die jeden zweiten Montag erscheint, äussert er persönliche Ansichten.

Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  4. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  5. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  6. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  7. "Derselbe Polarstern"
  8. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  11. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  12. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  13. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  14. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  15. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz