04 Mai 2018, 11:45
‚Wollen die deutschen Bischöfe ihr gescheitertes Modell exportieren?’
 
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Die Frage der Interkommunion bei gemischt konfessionellen Paaren stellt sich de facto nur für wenige Deutsche, weil die geltenden Regeln der Kirche nicht beachtet werden. Deutsche Bischöfe schlagen ihr liberales Modell nun für die Weltkirche vor.

Bonn (kath.net/CWN/jg)
Eine Zulassung evangelischer Ehepartner von Katholiken zur Eucharistie, wie sie von deutschen Bischöfen vorgeschlagen wurde, würde in Deutschland selbst nicht viel ändern, sehr wohl aber in anderen Ländern, schreibt Philip Lawler, Direktor von Catholic Culture und Herausgeber von CWN.

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De facto gehen die meisten Katholiken und Protestanten in gemischten Ehen nicht regelmäßig zur Messe. Das Thema der Interkommunion stelle sich in Wirklichkeit nur in wenigen Fällen. Bei Paaren, die regelmäßig die katholische Messe besuchen, haben viele einen Priester gefunden, der dem evangelischen Partner die Kommunion spendet. Die Zahl derer, welche die Eucharistie empfangen wollen, aber keine Möglichkeit dazu haben, sei relativ klein, schreibt Lawler unter Bezugnahme auf einen Artikel von John Allen im katholischen Magazin Crux.

Könnte man nicht das Gleiche zu „Amoris laetitia“ und der Frage des Kommunionempfanges wiederverheirateter Geschiedener vorbringen, fragt Lawler. Die meisten dieser Paare würden ohnehin nicht mehr zur Messe gehen, die anderen würden einen Priester finden, der ihnen die Kommunion trotz allem spenden würde.

Wollen die deutschen Bischöfe mit ihrem Vorstoß, der die ganze Kirche betreffen würde, ihr Modell in die Welt exportieren, fragt Lawler. Ein Modell, das er für gescheitert hält. Allein im Jahr 2016 seien 162.000 Katholiken aus der Kirche ausgetreten und 537 Pfarren seien geschlossen worden.


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