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Britische Kleriker: Katholische Antwort auf die Gender-Ideologie

8. März 2018 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Die Gender-Ideologie ist eine dringende pastorale Frage geworden. Eine Vereinigung britischer Priester und Diakone will diese auf Grundlage der katholischen Glaubenslehre beantworten.


London (kath.net/LSN/jg)
Die „British Confraternity of Catholic Clergy“, eine Vereinigung von mehr als 500 britischen Priestern und Diakonen, will sich den pastoralen Herausforderungen durch die Gender-Ideologie stellen.

„Als katholische Priester und Diakone bekennen wir uns zur Verkündigung der katholischen Glaubenslehre in diesem Bereich und zur einer Seelsorge, die den Betroffenen mit pastoraler Liebe begegnet“, heißt es wörtlich in einer Stellungnahme der Vereinigung.

Die Gender-Ideologie sei zu wirkmächtig, um ignoriert zu werden. Die Seelsorger berichteten, in zunehmendem Maß mit Gläubigen konfrontiert zu sein, die ihr Geschlecht nicht annehmen könnten und davon überzeugt seien, ihr Geschlecht ändern zu müssen, um glücklich zu werden.

Wer die Ansicht vertrete, eine Änderung des Geschlechts sei unmöglich, werde häufig mit Vorwürfen konfrontiert, Hass und religiöse Intoleranz zu verbreiten. In dieser Situation seien Katholiken und andere Menschen guten Willens oft verwirrt und unsicher, wie sie antworten sollten.


Vor diesem Hintergrund hat die „Confraternity of Catholic Clergy“ die Position der katholischen Kirche zur Gender-Frage zusammengefasst und einen Leitfaden für Kleriker und Laien entwickelt.

Jeder Mensch sei eine Einheit von Leib und Seele, die eine einzige Identität hervorbringen, die jeden Aspekt unseres Daseins umfassen würde. Die Gender-Ideologie hingegen würde behaupten, dass sich die Seele oder die psychischen und geistigen Fähigkeiten in ihrer Geschlechtlichkeit vom Leib unterscheiden könnten. Eine kleine Minderheit habe Schwierigkeiten, ihr eigenes Geschlecht anzunehmen und wolle als Angehörige des anderen Geschlechts wahrgenommen werden oder sich sogar einer „Geschlechtsumwandlung“ unterziehen.

Diesen Personen „soll mit Einfühlungsvermögen aber auch mit Ehrlichkeit begegnet werden“. Eine wirkliche Lösung sei nicht in der Ablehnung des Körpers oder einer medizinischen „Korrektur“ zu finden, sondern im „Ansprechen der emotionalen sozialen Faktoren, die Ursache für diese Entfremdung oder ‚Geschlechtsdysphorie’ sind“, heißt es in der Stellungnahme.

Die Schöfpungsgeschichte der Bibel zeige deutlich, dass die Unterschiede des Geschlechts seien kein Zufall, sondern ein integraler Bestandteil des göttlichen Planes für die Menschheit sei. Der Leib sei daher auf „grundlegende Weise gut und nicht bloß eine Hülle für eine Identität“, schreiben die Kleriker.

Wahres und dauerhaftes Glück bestehe in der Annahme unserer selbst, wie Gott uns gemacht habe. Seine Pläne mit uns seien stets Pläne einer unendlichen Liebe. Personen, die sich einer so genannten „Geschlechtsumwandlung“ unterziehen, würden dies oft bedauern, was eine erhebliche Wirkung auf ihre seelische Gesundheit habe. Die beste Antwort bestehe nicht darin, sie zu einer Umwandlung zu ermutigen, sondern sie mit Geduld, Gebet und Reflexion zu begleiten.

Dies gelte insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene, denen die Gender-Ideologie wirklichen Schaden zufügen könne. Insbesondere bei Kindern sei es unverantwortlich, wenn diese dazu ermutigt würden, Hormone zu nehmen, heißt es in der Stellungnahme.

Die „Confraternity of Catholic Clergy“ zitiert Aussagen von Papst Benedikt XVI. und Papst Franziskus zur Gender-Ideologie. Franziskus habe sie in einer Ansprache vor polnischen Bischöfen 2016 als „ideologische Kolonisierung“ bezeichnet und ihren Vertretern vorgeworfen, sie würden den Menschen als Ebenbild Gottes abschaffen wollen. Papst Benedikt XVI. habe in einer Ansprache vor der römischen Kurie die Gefahren für die Familie hervorgehoben, die aus einer Auflösung der Dualität der Geschlechter folge. Der Mensch stelle seine eigene Natur in Frage, mache die Manipulation seiner Natur zu einer Sache der persönlichen Entscheidung und reduziere sich auf „Geist und Willen“, sagte Benedikt.



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