04 März 2018, 23:00
Katholischer Familienverband begrüßt geplanten Familienbonus
 
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Verbandspräsident Trendl: Erstmals nun eine "ernstzunehmende Berücksichtigung der Kinder im Steuerrecht"

Wien (kath.net/KAP) Der Katholische Familienverband Österreich (KFÖ) begrüßt die geplante Neuregelung des Familienbonus der Bundesregierung. Dass nun ein Bonus von bis zu 1.500 Euro pro Kind und Jahr vorgesehen ist, hält KFÖ-Präsident Alfred Trendl für eine "deutliche Verbesserung gegenüber der bisherigen Praxis": Damit gebe es erstmals eine ernstzunehmende Berücksichtigung der Kinder im Steuerrecht.

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Durch die mehreren vorgenommenen Änderungen würden künftig "deutlich mehr" Familien vom Familienbonus profitieren, so die Einschätzung Trendls. Zum einen gelte der Familienbonus nun für Kinder bis 18 Jahre, die bisherigen Betreuungskosten konnten nur bis zum 10. Lebensjahr geltend gemacht werden, womit künftig auch die Kinderbetreuung zu Hause wertgeschätzt werde. Korrigiert worden sei zudem, dass Eltern mit höheren Einkommen bislang von der bisherigen Absetzmöglichkeit der Kinderbetreuungskosten überproportional profitiert hätten, da dies die Bemessungsgrundlage minderte.

Positiv wirke sich der geplante Bonus auch für Studierende aus. Trendl: "Ein Familienbonus von 500 Euro ist im Vergleich zur geltenden Freibetragsregelung von 440 Euro eine deutliche Verbesserung."

Die Kritik, der Bonus komme nur gutverdienenden Eltern zugute, wies der Verbandspräsident in der Aussendung entschieden zurück. "Bei einem Brutto-Einkommen von 2.000 Euro bleiben rund 1.500 Euro netto im Monat und es fallen jährliche 1.500 Euro an Lohnsteuer an. Diese würde bei einem Kind zur Gänze rückerstattet werden", rechnete er vor. Den Familienbonus reflexartig schlecht zu machen und damit Familien gegeneinander auszuspielen, sei seiner Ansicht nach nicht angebracht.

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