Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. „Warum bin ich Christ“
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  12. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  15. Was eine Messe wiegt

Confiteor - Ich bekenne

28. Februar 2018 in Spirituelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Eigentlich schade, dass das Confiteor heute so wenig gebetet wird“. Kolumne „Gedanken eines Nichttheologen“. Von Stefan Fleischer


Grenchen (kath.net/sf) „Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe, ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld“

Eigentlich schade, dass das Confiteor heute so wenig gebetet wird. Liegt es vielleicht daran, dass wir es früher viel zu wenig bedacht haben? Wie dem auch sei, ich glaube, dieses Gebet ist sicher einer eingehenden Meditation wert.

Ich bekenne. Dass wir alle unsere Schwächen und Fehler haben und immer wieder versagen, das ist uns allen klar. Dass wir diese lieber vertuschen als bekennen liegt in unserer menschlichen Natur. Doch dass wir sie öffentlich in die Welt hinausposaunen sollten ist sicher nicht der Sinn dieses Gebetes. Das würde dann nämlich bereits an Stolz grenzen.

Ich bekenne Gott dem Allmächtigen. Ihm, dem Allwissenden können wir nichts verstecken. Also sollte es ihm gegenüber leichter fallen, zu bekennen. Aber was geht das meine Brüder und Schwestern an? Nur, meist wissen oder ahnen sie es so oder so. Wenn ich nun ehrlich dazu stehe, dann fällt es auch ihnen leichter, zu ihren Fehlern zu stehen. Und für mich ist es eine Schule der Demut und Bescheidenheit, solange wir uns dabei der Versuchung des Stolzes bewusst bleiben.


Ich habe Gutes unterlassen. Wenn ich mich selber ehrlich beobachte, so kommt das eigentlich fast öfters vor als das andere, dass ich Böses getan habe. Es lässt sich auch viel leichter entschuldigen und verharmlosen. Dies einerseits. Auf der anderen Seite aber vergessen wir auch allzu leicht, dass es mit dem „Gutes tun“ noch lange nicht getan ist. Wir sind nämlich auch in der Lage mit „Gutes tun“ Schlechtes zu bewirken. Und das ist sicher nicht der Wille Gottes. Dann ist es auch möglich, dass wir mit unserem „Gutes tun“ diesen oder jenen ungerecht bevorteilen und andere benachteiligen. Auch das widerspricht Gottes Gerechtigkeit. Und nicht zuletzt kann uns „Gutes tun“ auch daran hindern das Bessere zu tun. Also hat auch bei unserem „Gutes tun“ unser möglichst gut geschultes Gewissen ein Wort mitzureden. Wenn wir aber beim „Gutes tun“ immer auch das Gewissen einschalten, dann werden wir auch das Böse viel weniger tun.

Ich habe gesündigt. Die große Versuchung von heute ist es doch, dass wir alles und jedes als Schwäche, Fehler oder Versagen bezeichnen. Damit aber verharmlosen wir die Sünde bis hin zu ihrer Leugnung. „Sünde ist eine Beleidigung Gottes“ erklärte uns einmal ein Exerzitienprediger im Internat. Sünde wäre also alles, womit wir nicht Gottes Willen erfüllen, sondern uns darüber hinwegsetzen oder uns ihm sogar offen widersetzen.

In Gedanken, Worten und Werken. Auch hier sind wir oft versucht, uns auf die Werke zu konzentrieren und zu vergessen, dass meist der Gedanke Vater des Wortes und der Tat ist. Wie wir beim „Gutes tun“ das Gewissen mit einbeziehen sollten, so sollten wir dies auch ganz allgemein bei all unserem Denken, Reden, Handeln und Unterlassen tun. Hohe Schule wäre es, alles und jedes, denken, reden, tun und unterlassen, ja selbst verzichten und fasten, immer zuerst Gott zu unterbreiten, um es einmal menschlich auszudrücken. Dass wir das so oft vergessen oder sogar vergessen wollen, dass wir immer wieder Gott beiseite schieben und selber wissen wollen, was gut und was böse ist, das gehört zu unserer Schuld, oder müsste man sagen, das ist der Kern unserer Schuld, unser Mangel an Liebe zu Gott?

So gesehen sind uns die Gebote einfach die Leitplanken, damit wir nicht vom Weg abkommen, den Gott mit uns gehen, oder anders ausgedrückt, auf dem Gott uns heimführen will zu ihm. Wenn wir uns dann bewusst werden, dass wir vom Weg abgekommen sind, dann sollten eigentlich Reue, Umkehr und Busse die logische Konsequenz sein.

kath.net-Buchtipp
Heiligkeit für Anfänger
Ein Wegbegleiter
Von Stefan Fleischer
Taschenbuch, 156 Seiten
2011 BoD
ISBN 978-3-8448-0949-7
Preis 12.40 EUR

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

Link zum kathShop

Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus, Linz:
Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Buchhandlung Provini Berthier GmbH, Chur:
Für Bestellungen aus der Schweiz/Liechtenstein: [email protected]

Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der Provini Buchhandlung (Auslieferung Schweiz und Lichtenstein) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten.

Foto Stefan Fleischer


Foto oben: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Spiritualität

  1. „Auferstanden bin ich und bin nun immer bei Dir“
  2. Spiritualität verbessert Lebensqualität von Krebspatienten
  3. Gebetsgemeinschaft RSK hat aktuell 300.000 Mitglieder weltweit
  4. Gebetsnacht in Zürich
  5. Dank an und Ehre für die Muttergottes
  6. Kinder gestalteten Meditationen für Papst-Kreuzweg am Karfreitag
  7. Jeder soll sich fragen: Was will der Herr uns durch diese Zeichen sagen?
  8. Turnovszky: Pandemie-Geschehen ein moderner "Kreuzweg"
  9. "Den Weg Gottes finden"
  10. Er ist da – er, der König, der alles in seinen Händen hält.







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  3. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  4. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  5. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  6. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  7. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  10. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  11. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  12. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  13. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  14. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  15. Papst Leo feiert Hl. Messe im Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz