Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. "Wir brauchen eine Debatte über das jüngste Konzil"
  2. Vatikan besorgt über Einbrüche im weltweiten Tourismus
  3. Kontroverse um die "Tagespost"
  4. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  5. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  6. Pseudokatholik Joe Biden wählt Katholikenhasserin als Vize-Kandidatin
  7. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"
  8. Corona: Ethikerin appelliert zu mehr Spielraum für Pflegeheime
  9. Ich glaube an … Engel?
  10. Unser Bischof hat sich nur einseitig informiert!
  11. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  12. Papst fordert Abschaffung der Atomwaffen
  13. Kamala Harris - gekauft von der Abtreibungsindustrie
  14. Parteizeitung: Peking und Vatikan werden Abkommen erneuern
  15. Benedikt XVI. und Franziskus haben offenbar dasselbe Grab gewählt

Homosexualität widerspricht der Schöpfungsordnung

26. Februar 2018 in Kommentar, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Die 'Ehe für alle' ist seit 2017 politische Realität, aber soll die katholische Kirche deshalb über die Segnung homosexueller Paare nachdenken, wie Bischof Franz Josef Bode und Kardinal Marx vorschlagen?" Gastkommentar von Manfred Spieker


Osnabrück (kath.net) Die „Ehe für alle“ ist seit 30. Juni 2017 politische Realität, gewiss, aber soll die katholische Kirche deshalb über die Segnung homosexueller Paare nachdenken, wie Bischof Franz Josef Bode und Kardinal Marx vorschlagen? Ja, sie soll darüber nachdenken, allerdings mit einem anderen Ergebnis als die beiden Bischöfe, unterstützt von manchen Moraltheologen, suggerieren. Grundlage für die Frage einer Segnung homosexueller Paare ist die Lehre der katholischen Kirche zur Homosexualität. die im Hinblick auf die Bibel oft unzureichend und im Hinblick auf den Katechismus oft falsch dargestellt wird. Die Lehre der Bibel über Homosexualität gründet im Buch Genesis: Gott schuf den Menschen als sein Abbild, als Mann und Frau. Er segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehret euch. Jesus stützt sich in einem Streitgespräch mit Pharisäern auf diese Stelle und ergänzt: Deshalb wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und die beiden werden ein Fleisch sein (Mt 19,4-6). Das Buch Genesis schließt Homosexualität als Schöpfungsvariante aus. Die Lehre über Homosexualität ist keine Reaktion auf heidnische Kulte in der Antike, sondern die logische Folge des biblischen Menschenbildes. Auch für den Apostel Paulus richtet sich homosexuelles Verhalten gegen die Schöpfungsordnung und damit gegen den Schöpfer. Aus der Bibel lässt sich also sehr wohl ableiten, dass Homosexualität gegen den Willen Gottes und die Schöpfungsordnung gerichtet ist.


Der Katechismus der Katholischen Kirche hält in der seit 1997 geltenden Fassung fest, dass es Männer und Frauen „mit tiefsitzenden homosexuellen Tendenzen“ gibt, die „objektiv ungeordnet“ sind. Menschen mit diesen Neigungen sei „mit Achtung, Mitgefühl und Takt zu begegnen“ (Nr. 2358). Aber auch sie sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und keusch zu leben. Deshalb unterscheidet die katholische Kirche zwischen homosexuellen Neigungen und praktizierter Homosexualität, die im Unterschied zu den Neigungen als unsittlich verworfen wird. Eine angeborene Neigungshomosexualität kennt weder die katholische Kirche noch die Biologie. Entweder ist Homosexualität eine Neigung, die beherrscht und verändert werden kann, oder sie ist angeboren und damit nicht veränderbar. Die Aussage im Katechismus von 1993, Homosexuelle hätten ihre Veranlagung „nicht selbst gewählt“, wurde in der Fassung von 1997 korrigiert. Die Behauptung, sexuelle Orientierung sei angeboren, lässt sich wissenschaftlich nicht nachweisen, wie Lawrence S. Mayer und Paul McHugh 2016 in „Sexuality and Gender. Findings from the Biological, Psychological and Social Sciences“ nach der Durchsicht von über 500 Untersuchungen feststellten.

Homosexuelle Praxis abzulehnen widerspricht auch nicht christlichen Grundaussagen zur Bedeutung des Leibes. Im Gegenteil, die Würdigung des Leibes führt mit logischer Konsequenz zur Kritik der Homosexualität, die nur eine sehr fragmentierte Vorstellung von Leiblichkeit hat. Die Differenz der Geschlechter, ihre Komplementarität und gegenseitige Übereignung sind auf das „Ein Fleisch-Werden“ im Geschlechtsakt und die Weitergabe des Lebens angelegt. Menschen in homosexuellen Verbindungen ist dies von Natur aus verwehrt. Die Segnung homosexueller Verbindungen wäre deshalb eine Verdunkelung des katholischen Verständnisses von Sexualität und Ehe. Sie wäre die falsche Reaktion auf die Legalisierung der „Ehe für alle“.

kath.net-Beiträge von und über Prof. Spieker

kath.net-Lesetipp
Gender-Mainstreaming in Deutschland. Konsequenzen für Staat, Gesellschaft und Kirchen
Von Manfred Spieker
Broschiert, 116 Seiten
Verlag Ferdinand Schöningh
ISBN-13: 9783506785169
Preis Österreich 17.40 €

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

Link zum kathShop

Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus, Linz:
Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Buchhandlung Provini Berthier GmbH, Chur:
Für Bestellungen aus der Schweiz/Liechtenstein: [email protected]

Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der Provini Buchhandlung (Auslieferung Schweiz und Lichtenstein) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten.

Prof. Manfred Spieker: "Gender-Mainstreaming" in Deutschland



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 JP2B16 28. Februar 2018 
 

Frage bzgl. eines möglichen Widerspruchs in der Wissenschaft

Vorab: ich stelle in keinster Weise die richtigen Ausführungen von Prof Spieker in Abrede. Das ist gesunder Menschenverstand und eben biblisch verbürgt. Doch was mich irritert ist, dass die Behauptung, sexuelle Orientierung sei angeboren, sich wissenschaftlich nicht nachweisen lässt (gem. der zitierten Untersuchungen), der Evolutionsbiologe Prof. Kutschera, von dem auch hier schon wichtige und aufklärende Artikel erschienen sind (z.B. Unsinn der Homoeher oder Einführung 3. Geschlecht), aber von "angeborenen" homoerotischen Männer und Frauen spricht, mit ca. 4% Anteil, die per definitionem natürlich! a-sexuell sind, weil sie eben nicht eine Zuneigung zum anderen Geschlecht empfinden (U. Kutschera, "Das Gender-Paradoxon"). Er spricht auch wissenschaftlich korrekt nicht von homosexuellen Praktiken, sondern von homoerotischen. Der Begriff "Sex" bleibt in der Biologie allein dem natürlichen Akt zur Fortpflanzung vorbehalten. Doch wie lässt sich dieser Widerspruch dann auflösen?


1

0
 
 Fink 28. Februar 2018 
 

@ stillerbeobachter

Ich glaube, ich kenne diese (vor ca. 15 Jahren neu gebaute)Kapelle am Lautersee (vor Jahren bin da vorbei gewandert). Warum soll diese evang.-lutherisch sein?
In katholisch-bayerischen Landen wird immer mal wieder eine neue Kapelle in die Landschaft gebaut. Dieses sind aber durchweg Privat-Initiativen (entweder ein Verein, oder der
Bauer und Hofbesitzer)! Das Motiv dafür ist heutzutage weniger der Glaube (der auch auf dem Land im Schwinden ist), sondern eine Art religiöse Sentimentalität, und der Wunsch etwas eigenes in die Landschaft zu stellen. Die Pfarreien haben damit meist nichts zu tun und haben auch kaum Einfluss darauf. Rechtgläubigkeit und Glaubenswissen kann man heute nicht mehr erwarten. Und am Lautersee hat sich ein ortsansässiger Bildhauer künstlerisch ausgetobt. Als gläubiger Katholik kann ich mich nur mit Grausen abwenden (auch wenn es "irgendwie" gut gemeint ist).


1

0
 
  27. Februar 2018 
 

@Pirkheimer

... die ganze Schöpfung leidet an den Folgen der Sünde. Ohne Sündenfall hätte es auch meine oder Ihre Wintererkältung nicht gegeben. ...


2

0
 
  27. Februar 2018 
 

was mir so gerade einfällt:

Gott hat die Engel erschaffen, Gott hat die Tiere und Pflanzen erschaffen und Gott hat den Menschen erschaffen. Nur vom Menschen heißt es, daß er als "Mann und Frau" geschaffen ist. (Am Lautersee, Nähe Mittenwald/Oberbayern ist in schönster Landschaft eine ev.-luth. Kapelle,neobarock, in der zwei lebensgroße Engelsgestalten dargestellt sind, ein männlicher Engel und ein weibliche "Engelin". Für mich ist das eine handfeste Häresie, typ. ev.-luth.. Diese Darstellung zeigt, daß die Ev.-Luth. gar nicht so bibeltreu sind, wie sie immer tun).


1

0
 
 lesa 27. Februar 2018 

Korrektur

Der Kommentar bezog sich auf den Kommentar von Pirkheimer auf sartone, nicht bentheim. Entschuldigung!


1

0
 
 Kostadinov 27. Februar 2018 

gesunder Hausverstand

wie mir ein nichtkatholischer Bekannter mal erklärte: HS kann nicht normal sein oder der Natur entsprechen, weil es die Arterhaltung nicht gewährleisten kann - heute wird einem aber fast schon suggeriert, hetero wäre komisch...


7

0
 
 lesa 26. Februar 2018 

@Pirkheimer: So eine Reaktion war zu erwarten auf den letzten Satz des sonst m. E. guten Kommentars hin. Zum Teil verständlich. Es ist nicht so aufzufassen, wie Sie es verstanden haben. Letztlich, und so hat es Bentheim gemeint, ist jede Krankheit und jedes Leid, jede Schwierigkeit beim Menschen eine Folge der menschlichen Situation "nach dem Sündenfall". Situation "nach dem Sündenfall". Und jeder von uns hat gewisse Mängel und Grenzen, jeder wieder andere. Aber durch Christus ist dies alles kein Schaden mehr, sondern kann im Glauben gelebt und getragen, sogar eine ganz besondere Quelle der Gnade werden. Von diesem Umstand ist diese Neigung gewiss nicht ausgenommen. Es ist nur wesentlich, dass man sich an den Willen Gottes hält, der im Gebot zum Ausdruck kommt.


5

0
 
 Fink 26. Februar 2018 
 

Ein schöner Text von Prof. Spieker !

Die wichtigsten und entscheidenden Argumente sind angesprochen.


8

0
 
 Fatima 1713 26. Februar 2018 
 

Besonders schön finde ich

die umfassende biblische Erklärung, die Prof. Spieker hier gibt. Meistens werden - völlig zurecht - die Bibelstellen zitiert, die Homosexualität eindeutig als Sünde benennen. Aber der Ursprung liegt in Gottes wunderbarer Schöpfung: Mann und Frau, die einander leiblich-seelisch-geistig ergänzen. Jede andere "Variante" widerspricht dieser Ordnung und wird den Menschen niemals umfassend glücklich machen. Es geht also nicht in erster Linie um ein Verbot, sondern darum zu erkennen, wie Gott uns geschaffen hat und dass Sein Plan der einzig richtige für uns ist.


14

0
 
 hortensius 26. Februar 2018 
 

Hortensius

Bischöfe, die heimlich oder offen homosexuelle Verbindungen segnen wollen, halten sich nicht an den Katechismus. Natürlich muss man diesen armen Leuten mit Respekt begegnen, aber man darf ihre unnatürliche Lebensweise nicht segnen. Diese Bischöfe darf man nicht mehr anerkennen.


8

0
 
 Pirkheimer 26. Februar 2018 
 

@sartone schämen Sie sich!!!

"Genau wie eine Behinderung nicht dem Normalzustand entspricht und ein Defizit ist, so verhält es sich mMn auch mit HS. Beides hat seine Wurzel im Sündenfall des Menschen."

Das ist schon ein sehr starkes Stück, was Sie da von sich geben.
Was haben Behinderung und Homosexualität mit einem "Sündenfall" zu tun?

Fragen Sie doch bitte einmal bei dem regen Kommentator @Zeitzeuge nach, der hier schon wiederholt auf seine Behinderungen hingewiesen hat, ob er die Wurzeln dafür im "Sündenfall2 verortet!


4

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Deutsche Bischofskon

  1. „Letztlich geht es um die neue Evangelisierung“
  2. Deutsche Bischofskonferenz kritisiert Entwicklung in der Hagia Sophia-Frage
  3. Papst-Unterstützung für Synodalen Weg?
  4. Bistum Regensburg wird Priesterausbildung nicht verändern
  5. Priesterausbildung künftig an weniger Standorten?
  6. DBK stört sich auf Facebook an Weihwasser-„Erfrischungstüchern“
  7. Bischöfe zur NS-Zeit. Anmerkungen zum Wort der DBK zum Kriegsende 1945
  8. „Deutsche Bischöfe im Weltkrieg“
  9. DBK beschäftigt sich mit dem zu erwartendem Kirchensteuerrückgang
  10. 24-Stunden-Gebetsaktion „Werft die Netze aus“ findet auch 2020 statt








Top-15

meist-gelesen

  1. Kontroverse um die "Tagespost"
  2. Sommerspende für kath.net - Eine Bitte an Ihre Großzügigkeit
  3. Pseudokatholik Joe Biden wählt Katholikenhasserin als Vize-Kandidatin
  4. Benedikt XVI. und Franziskus haben offenbar dasselbe Grab gewählt
  5. "Wir brauchen eine Debatte über das jüngste Konzil"
  6. Unser Bischof hat sich nur einseitig informiert!
  7. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  8. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  9. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  10. LEHRMÄSSIGE NOTE zur Abänderung der sakramentalen Formel der Taufe
  11. Hartl: „Schau in den Spiegel. Du siehst den Menschen, der für Dein Leben verantwortlich ist“
  12. Benedikt XVI. auf dem Weg der Besserung
  13. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"
  14. Vatikan besorgt über Einbrüche im weltweiten Tourismus
  15. Hartl: „Wer außer mir teilt diese Wünsche?“

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz