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Papst und Kurie aus Fastenexerzitien zurückgekehrt

24. Februar 2018 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Franziskus: Sind noch einmal daran erinnert worden, "dass die Kirche kein Käfig des Heiligen Geistes ist, sondern dass dieser hinaus möchte und draußen wirken will"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus und seine wichtigsten Kurienmitarbeiter sind aus ihren fünftägigen Fastenexerzitien aus Ariccia zurückgekehrt. Am Freitagvormittag traf ihr Bus wieder in Rom ein. Dort nimmt der Papst sein normales Arbeitspensum inklusive öffentlicher Termine wieder auf. Einer der ersten findet am Samstagvormittag statt: eine Privataudienz für den Ehemann und die Tochter der in Pakistan zum Tode verurteilten Christin Asia Bibi sowie für eine Nigerianerin, die von der Terrorgruppe Boko Haram entführt worden war.

Die traditionellen Besinnungstage des Papstes und der Kurie zu Beginn der Fastenzeit hatten am Sonntagabend begonnen. Zum Abschluss bedankte sich Franziskus bei dem diesjährigen Fastenprediger, dem portugiesischen Priester und Dichter Jose Tolentino de Mendonca, auch für die Mahnung, die Herde der Kirche "mit unserer bürokratischen Weltlichkeit nicht zu verkleinern". Er und seine Mitarbeiter seien noch einmal daran erinnert worden, "dass die Kirche kein Käfig des Heiligen Geistes ist, sondern dass dieser hinaus möchte und draußen wirken will".


Zum Programm der fünf Besinnungstage gehörten neben einer morgendlichen Messe und einem Abendgebet zwei tägliche geistliche Vorträge Tolentinos, die er unter dem Titel "Lobreden auf den Durst" hielt. Dabei ging es um verschiedene Aspekte von Durst und Sehnsucht, etwa nach Liebe und Anerkennung, nach Wahrheit, Gerechtigkeit oder dem Sinn des Lebens.

In seinem letzten Impuls am Freitagmorgen beschrieb Tolentino die Seligpreisungen der Bergpredigt. Wenn Jesus diejenigen seligpreise, die nach Gerechtigkeit dürsten, die traurig oder sanftmütig sind, die Frieden schaffen oder um des Glaubens willen verfolgt werden, dann zeichne Jesus darin auch "ein sehr genaues und faszinierendes Selbstporträt". Zudem zeigten die Seligpreisungen "die Kunst, hier und jetzt zu leben" und gleichzeitig den Blick auf den weiten Horizont des Gottesreiches zu richten.

Christen müssten "die Seligpreisung des Durstes wiederentdecken", so Tolentino in seinem Abschlussimpuls. Für einen Gläubigen gebe es nichts Schlimmeres als "von Gott satt zu sein". Selig seien "jene, die hungern und dürsten nach Gott".

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten



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Lesermeinungen

 Federico R. 26. Februar 2018 
 

Wie absurd!

„Die Kirche ist kein Käfig des Heiligen Geistes.“ Ja soll das vielleicht heißen, der hl. Johannes Paul, Benedikt XVII. oder all ihre Vorgänger hätten den Hl. Geist im Käfig gefangen gehalten? Was für ein Unsinn. Der Hl. Geist weht und wirkt seit dem ersten Pfingsten in der Kirche. Die Kirche ist sozusagen „das Produkt“ des Hl. Geistes. Käfighaltung des Hl. Geistes? Wie absurd. Aber könnte es nicht sein, dass es Leute gibt, die in einem Käfig eingesperrt sind, den sie für sich selbst zusammengebastelt haben? Oder gehört dieser Käfig vielleicht sogar zu den Gebrauchsutensilien des Teufels?


3
 
 Stefan Fleischer 24. Februar 2018 

JA,

Selig sind "jene, die hungern und dürsten nach Gott". Überlegen wir alle uns wieder einmal, ob wir wirklich nach Gott hungern und dürsten, oder ob uns nicht doch in unserem Leben die irdischen Dinge wichtiger sind. Und überlegen wir uns als Kirche, ob wir wirklichen den Hunger und Durst nach Gott verkünden, oder ob nicht sogar in unserer Verkündigung Gott und unsere Beziehung zum ihm erst an zweiter Stelle kommen.


6
 

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