15 Februar 2018, 14:40
Papst liest "zum Schutz seiner Gesundheit" keine kritischen Blogs
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Franziskus Papst'
Manchmal komme der Widerspruch "von Leuten, die glauben, die wahre Kirchenlehre zu kennen und sie beschuldigen dich der Häresie", so Franziskus.

Rom (kath.net/KAP) Papst Franziskus ist laut eigener Aussage über kritische Beiträge zu ihm im Internet informiert, liest solche aber nicht persönlich. "Um meiner geistigen Gesundheit Willen lese ich die Internetseiten dieser sogenannten 'Widerständler' nicht", sagte er im Gespräch mit Ordensleuten. Er wisse, wer dahinter stehe und wenn es etwas "sehr Ernstes" gebe, werde er darüber informiert, so der Papst. Er suche zunächst immer den Dialog, wenn dies nicht möglich sei, bete er für die Betroffenen. Franziskus äußerte sich bei einem Treffen mit Mitbrüdern aus dem Jesuitenorden während seiner Südamerikareise im Jänner; Auszüge des Gesprächs wurden am Donnerstag in der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" veröffentlicht.

Werbung
christenverfolgung


Generell gefalle ihm das Wort "Widerständler" nicht, so Franziskus. "Es ist leicht zu sagen, dass es Widerstand gibt, und nicht zu merken, dass in dieser Auseinandersetzung auch ein Funken Wahrheit stecken könnte." Er versuche immer, genau zu unterscheiden; dies helfe ihm dabei, die Dinge zu relativieren. Oft stelle sich heraus, dass es im Grunde um Missverständnisse gehe. Manchmal komme der Widerspruch jedoch auch "von Leuten, die glauben, die wahre Kirchenlehre zu kennen und sie beschuldigen dich der Häresie", so Franziskus.

Wenn in dem, was gesagt und geschrieben werde, nichts "spirituell Gutes" sei, bete er für diese Menschen. Besonders enttäuscht sei er, wenn er sehe, dass es ganze "Widerstands-Kampagnen" gebe.

Der Papst verwies darauf, dass Veränderungen stets auch von Kritik begleitet würden. "Das berühmte 'das haben wir schon immer so gemacht' regiert überall, es ist eine große Versuchung, die wir alle schon erlebt haben." So gebe es etwa auch heute noch Versuche, das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) "zu relativieren, zu verwässern".

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

„Welche Neurosen haben sich denn da zur Fachschaft versammelt?“ (92)

Maria 1.0 - Widerstand im Internet gegen Maria 2.0 (70)

Bischof Huonder zieht sich in Haus der Piusbruderschaft zurück (38)

Vatikan: P. Hermann Geißler von Vorwürfen freigesprochen! (31)

Eucharistie – Kausalprinzip der Kirche (31)

Vor Wahlen: Notwendiges Gespräch oder „indirekte Wahlempfehlung“? (30)

Europawahl - Ratlos vor der Entscheidung? (29)

"Ich vertraue mich dem Unbefleckten Herzen Mariens an" (26)

Kardinal Woelki spricht Pater Romano Christen Vertrauen aus! (25)

Deutschland: „Elternteil 1 und 2“ statt „Vater“ und „Mutter“ (24)

Großgmeiner Pfarrer kritisiert Marienheilgarten als „esoterisch“ (22)

Haben Frauen in der Kirche wirklich nichts zu sagen? (21)

Über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe (20)

Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben (20)

Protest gegen Monsterpfarreien im Bistum Trier (20)