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Papst verurteilt Glücksspiel, Wucher und Korruption

4. Februar 2018 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Audienz für Vertreter des italienischen Beirates gegen Glücksspiel und Wucher - Gewinnsucht als Ursprung von Finanz-und Wirtschaftskrisen verurteilt.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Papst Franziskus hat Wucher, Geldmacherei mit Glücksspielen und Korruption scharf verurteilt. "Es geht nicht, im Namen des Geldes unsre Brüder zu töten!", sagte das Kirchenoberhaupt am Samstag im Vatikan. Wucher erniedrige und töte, so Franziskus vor rund 300 Zuhörern, die als Vertreter des italienischen Beirates gegen Glücksspiel und Wucher gekommen waren. Der Delegation gehörte die Leitung der kirchlichen Hilfsorganisation "Giovanni Paolo II", weiters Opfer von Glücksspielsucht und Wucherei sowie Mitglieder von rund 30 Vereinigungen, die Menschen aus der Schulden- und Glücksspielfalle helfen, an.


Der Papst forderte bessere Gesetze sowie eine gerechtere und menschlichere Wirtschaft, um Wucherei, Korruption und Glückspiel zu bekämpfen. Ebenso wichtig sei eine gute Bildung der Menschen, die auch lernen müssten, auf Überflüssiges zu Verzichten und sich nicht deswegen zu verschulden und zu "Sklaven der Dinge" zu werden. Daneben forderte Franziskus eine Erziehung zu Ehrlichkeit und Legalität. "Wucher ist Vehikel von Korruption und behindert das Gemeinwohl. Er schwächt auch die sozialen und wirtschaftlichen Grundlagen eines Landes".

Erneut betonte das Kirchenoberhaupt, der Mensch nicht das Geld müsse im Zentrum stehen: "Menschenwürde, Ethik, Solidarietät und das Allgemeinwohl sollten stets im Zentrum der Wirtschaftspolitik öffentlicher Einrichtungen stehen". Franziskus machte dementsprechend Gewinnsucht als Ursprung von Finanz-und Wirtschaftskrisen aus.

Der Papst würdigte zudem die Hilfsorganisationen für ihre Arbeit: In 26 Jahren hätten sie mehr als 25.000 Familien aus der Schuldenfalle gerettet und ihnen geholfen "die Würde zurückzufinden".

In Italien ist Wucher ein verbreitetes Phänomen der organisierten Kriminalität. Illegales Verleihen von Geld zu extrem überhöhten Zinsen gilt als eine der bedeutendsten Einnahmequellen der Mafia. Sie macht zudem mit illegalem Glücksspiel viel Geld.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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