02 Februar 2018, 06:00
Als die Madonna blutige Tränen weinte
 
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Vor 23 Jahren setzten vor den Toren Roms mystischer Phänomene ein, die sogar Papst Johannes Paul II. und Joseph Ratzinger interessierten. Erst jetzt wurde bekannt, dass mit ihnen auch Marienerscheinungen begannen. Gastbeitrag von Michael Hesemann

Rom (kath.net) „Papa, die Muttergottes weint!“ rief die kleine Jessica (5) ihrem Vater Fabio Gregori (32) zu, einem Elektriker im Labor für Regeltechnik des italienischen Energiekonzerns ENEL aus Patano, einem Vorort der 52.000-Einwohner- Hafen- und Industriestadt Civitavecchia nordwestlich von Rom. Der war gerade damit beschäftigt, ihren zweijährigen Bruder Davide auf dem Kindersitz seines Kleinwagens, eines roten Fiat Panda, anzuschnallen. „Mach jetzt keine Geschichten, wir sind spät dran“, erklärte er seiner Tochter. Um 16.00 Uhr hatte er zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern in der Pfarrkirche Sant’Agostino die Heilige Messe besuchen wollen. Es war immerhin Mariä Lichtmess, der 2. Februar 1995. Doch dort angekommen, erfuhr die Familie, dass die Heilige Messe um eine halbe Stunde verschoben worden war. Während seine Frau Anna Maria mit den anderen Frauen in der Kirche den Rosenkranz beten wollte, zog Fabio es vor, den Kindern, die schon Hunger angemeldet hatten, schnell ein Abendbrot zu bereiten. Immerhin wohnte er nur fünf Minuten von der Kirche entfernt. Also setzte er sich kurzerhand mit Jessica und Davide wieder ins Auto, fuhr nachhause, beköstigte die Kleinen und verließ pünktlich um 16.25 Uhr das Haus; gerade rechtzeitig für die 16.30 Uhr-Messe. Er musste sich nur dranhalten, durfte keine Zeit vertrödeln. Doch Jessica ließ nicht nach: „Papa, schau nur, die Muttergottes weint Blut!“ Als er das Wort “Blut“ hörte, schrillten bei ihm alle Alarmglocken auf. Hatte sich die Kleine vielleicht verletzt? Hatte sie wieder, wie schon einmal vor ein paar Monaten, versehentlich die kleine Marienstatue umgeworfen, die er in einer eigens für sie angefertigten „Grotte“ aus zusammenzementierten Natursteinen aufgestellt hatte? Er musste zumindest nachschauen, doch Jessica war unversehrt. Nun folgte er ihrem Zeigefinger, mit dem die Kleine auf die Gipsstaue der „Madonnina“ wies: „Die Muttergottes weint!“

Jetzt sah es auch Fabio: Über das Gesicht der Statue lief eine rote Flüssigkeit, die aus den beiden Augen zu stammen schien. Während sie auf der linken Seite schon geronnen war, wirkte sie rechts ganz frisch und flüssig und bewegte sich langsam über das Kinn und den Hals auf die Brust. Für einen Augenblick glaubte der nüchterne Elektrotechniker, Opfer einer Sinnestäuschung geworden zu sein. Doch dann berührte er die rote Flüssigkeit mit seinem Zeigefinger. Sie fühlte sich feucht an, blieb auf dem Finger haften, während sein Abdruck auf der Wange deutlich sichtbar war. Völlig irritiert setzte der Mann seine Tochter in den Wagen, dann fuhr er zur Kirche, wo die Heilige Messe bereits begonnen hatte. Aufgeregt erzählte er seiner Frau, was geschehen war, dann, nach dem Ende der Messe, ging er zum Pfarrer Don Pablo Martin Sanguiao, einem gebürtigen Spanier und Freund der Familie. Vor einem Jahr, als Fabio Gregori mit den Zeugen Jehovas geliebäugelt hatte, denen einige seiner Kollegen angehörte, dann aber doch in den Schoss der katholischen Kirche zurück fand, hatte er der Familie die gerade einmal 42 cm große, weiß glasierte Gipsstatue geschenkt. Ein paar Wochen zuvor hatte er sie für 20.000 Lire (umgerechnet 10 Euro) auf einer Wallfahrt in dem bosnischen Wallfahrtsort Medjugorje erworben.

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Jetzt fuhr er mit den Gregoris zu ihrem Haus, um dort vor der Grotte mit der „Madonnina“ niederzuknien und zu beten. „In unserer kleinen Gemeinde von Sant’Agostino geschieht etwas Außergewöhnliches“, erklärte er am nächsten Nachmittag in seiner Predigt, „Eine Muttergottesstatue weint Bluttränen. Lasst uns dieser Botschaft nicht mit Gleichgültigkeit begegnen.“ Bis zum Abend wurden Fabio Gregori sowie einige Freunde und Mitglieder seiner Familie Zeugen, wie ein zweites und drittes Mal frische Bluttränen aus den Augen der Gipsmadonna strömten.

Am Nachmittag des 4. Februars 1995, eines Samstags, suchte Giancarlo Mori, der Polizeipräsident von Civitavecchia, in Begleitung zweier Beamter das Haus der Gregoris auf. Er hatte von dem „Wunder“ gehört und wollte sich selbst darüber eine Meinung bilden. In diesem Augenblick begann die Statue, ein viertes Mal blutige Tränen zu vergießen.

Die Tränen der Mutter – das Blut Christi?

Ein fünftes Mal „weinte“ die Madonnina Blut, als sich am Sonntag Gläubige und Schaulustige um sie versammelten, darunter auch Polizisten und ein Journalist. Gegen Abend wurde der Bischof von Civitavecchia, Msgr. Girolamo Grillo, über die Vorkommnisse informiert. Grillo, ein nüchterner Diplomat, der zuvor am vatikanischen Staatssekretariat gedient hatte, reagierte mit großer Skepsis, ja Ablehnung auf das „Wunder“. Als er erfuhr, dass Fabio Gregori, dem der Rummel zu viel wurde, die Madonnina seinem Pfarrer zur Aufstellung in der Pfarrkirche übergeben wollte, intervenierte er sofort: eine öffentliche Verehrung sei zu unterlassen, auch eine Aufbewahrung im Pfarrhaus lehnte er ab. Zudem verbot er allen Priestern und Ordensleuten, sich an jeder Form der öffentlichen Verehrung der Statue zu beteiligen. Wer beten wolle, solle dies gefälligst in der Kirche tun.

Gregori blieb nichts anderes übrig, als die Statue im Haus seines Bruders zu verstecken, während der Bischof eine Untersuchung anordnete. Ein Arzt wurde beauftragt, eine Probe der rötlichen Flüssigkeit zu entnehmen, die aus den Augen der Madonnina quoll. Am nächsten Tag lag ein erster Bericht mit den Ergebnissen vor: Es handelte sich eindeutig um eine organische Flüssigkeit, wahrscheinlich um menschliches Blut. Daraufhin wurde auch das Urteil des Bischofs milder. „Gestern war ich skeptisch, heute bin ich weder skeptisch noch leichtgläubig“, erklärte er der Presse, „Hoffen wir, dass es sich um kein Wunder handelt. Bluttränen sind gewiss kein gutes Zeichen, und Civitavecchia ist das Tor nach Rom, dem Zentrum der Christenheit, der Hauptstadt Italiens.“

So lud Msgr. Grillo die Gregoris und ihren Pfarrer in seine Residenz ein und befragte sie ausführlich. Gemeinsam beschloss man, weitere Untersuchungen durchzuführen, mit denen zwei renommierte Experten beauftragt werden sollten: der Hämatologe Angelo Fiori, Leiter der gerichtsmedizinischen Abteilung der kirchlichen Universität Sacro Cuore in Rom und Prof. Giancarlo Umani Ronchi, Leiter des Forensischen Instituts der staatlichen Universität La Sapienza in Rom. Am nächsten Tag brachte Fabio Gregori die Statue in die Residenz des Bischofs, der sie zunächst einem Exorzismus unterzog, um eventuelle böse Geister zu vertreiben. Dann brachte Msgr. Grillo sie persönlich, in Begleitung des leitenden Kardiologen von Civitavecchia, Marco Di Gennaro, nach Rom in das Großkrankenhaus Gemelli, wo Röntgenaufnahmen gemacht und Blutproben entnommen wurden.

Das Ergebnis: Die Madonnina besteht aus massivem Gips. Damit war die Behauptung selbsternannter Skeptiker widerlegt, die im italienischen Fernsehen bereits behauptet hatten, das Wunder sei ganz einfach erklärbar: Jemand habe in einem Hohlraum im Innern der Statue eine elektronische Pumpe und Schläuche angebracht, die auf ferngesteuerten Befehl eine rote Flüssigkeit durch den porösen Gips strömen ließen.

Am 28. Februar traf der nächste Bericht von Fiori und Ronchi ein: Es war tatsächlich menschliches Blut, das aus den Augen der Statue geflossen war – das Blut eines Mannes. Waren die Tränen der Mutter Gottes also das Blut Jesu?

In den Händen des Bischofs…

Die Statuette wurde währenddessen mit dem Einverständnis ihres Besitzers im Haus des Bischofs gelagert. Bis zum 15. März war Msgr. Grillo bereits vom Saulus zum Paulus geworden, als er nach einer Frühmesse in seiner Privatkapelle beschloss, vor der Madonnina das „Salve Regina“ zu singen. Vorsichtig holte er sie aus dem Korb, in dem er sie, in Watte gehüllt, verwahrt hatte, stellte sie auf und begann, in Beisein seiner Schwester, seines Schwagers und zweier rumänischer Klosterschwestern, die ihm den Haushalt machten, zu beten. In diesem Augenblick, es war gegen 8.05 Uhr früh, vergoss die Gottesmutter zum vierzehnten Mal blutige Tränen.

Msgr. Grillo: „Es stimmt, die Madonna hat in meinen Händen geweint und vier oder fünf Zeugen waren anwesend… während ich das Salve Regina betete, hat sie vor meinen Augen wieder angefangen zu weinen. Meine Schwester, die mutiger als ich war, hat sie berührt und sich den Finger mit Blut befleckt. Ich hatte nicht den Mut und habe zugesehen, wie eine kleine Träne ganz langsam bis zum Hals hinuntergeflossen ist, während ich sie in den Händen hielt.“

Zwischenzeitlich hatte sich auch die italienische Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Eine linke Verbraucherschutzorganisation hatte Anzeige erstattet. „Die Leichtgläubigkeit des Volkes“, so hieß es darin, würde gerade „mit Tricks und Betrug“ ausgenutzt werden. Am 8. März ließ Oberstaatsanwalt Antonio Albano frühmorgens die Häuser Gregoris und seines Bruders durchsuchen, ohne dass irgendetwas Verdächtiges entdeckt wurde. Am 28. März suchten Experten der Kriminalpolizei die Bischofswohnung auf und verlangten die Herausgabe der Statue. Als der Bischof sich weigerte, sie ihnen zu überlassen, entnahmen sie vor Ort reichliche Blutproben. Am 6. April verlangte eine zweite Ermittlergruppe der Kripo, die Statue erneut zu röntgen, natürlich auch dieses Mal ohne verdächtige Hohlräume zu entdecken. Mit richterlicher Anordnung wurde dem Bischof verboten, wie ursprünglich geplant, die Madonnina am Karfreitag in die Pfarrkirche zu überführen. Stattdessen wurde sie in einen Schrank gesperrt, den die Beamten mit einem Siegel der Staatsanwaltschaft verschlossen.

Am 1. Mai 1995 wurde Msgr. Grillo in den Vatikan geladen, wo er ein anderthalbstündiges Gespräch mit dem Präfekten der Glaubenskongregation führte. Ausführlich berichtete er Joseph Kardinal Ratzinger von seinen eigenen Beobachtungen und Erfahrungen und den Ergebnissen der diversen Untersuchungen. „Wir verfolgen die Vorgänge mit großer Aufmerksamkeit“, bestätigte der Präfekt anschließend der Presse. „Vielleicht handelt es sich doch um ein Wunder“, mutmaßte der Kurienkardinal Vincenzo Fagido. „Man darf nicht grundsätzlich ausschließen, dass sich Gott durch solche Erscheinungen manifestiert“, erklärte der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Camillo Ruini. Auch der Papst, so versicherten damals Vatikan-Insider, zeige „lebhaftes Interesse“ an den Vorgängen in Civitavecchia.

Johannes Paul II. und die Madonna von Civitavecchia

Es dauerte zehn Jahre, bis Bischof Grillo von einem weiteren Besuch im Vatikan erzählte. Am Abend des 11. Juni 1995 sollte er die Statue zu Johannes Paul II. bringen. Der Papst empfing ihn zunächst zum Abendessen in seinen privaten Räumlichkeiten im Apostolischen Palast, dann stellte er die Madonnina in seiner Privatkapelle auf und betete vor ihr. Zum Abschluss schmückte er sie mit einer Krone und einem goldenen Rosenkranz. Als Msgr. Grillo ihn wohl etwas ungläubig anschaute, belehrte ihn der Papst: „Ihr italienischen Bischöfe seid immer so skeptisch, ihr sollt mehr glauben!“ Schließlich fragte er den Bischof, ob es möglich sei, ein Wallfahrtsheiligtum in Civitavecchia zu errichten, was dieser bejahte. „Eines Tages soll die Welt wissen, dass der Papst die Madonna von Civitavecchia verehrt hat“, erklärte ihm Johannes Paul II. zum Abschied. Die genaue Schilderung dieses Abends notierte Msgr. Grillo in seinem Tagebuch.

Fünf Jahre später schickte er eine Kopie seiner Aufzeichnungen in den Vatikan und bat um eine Bestätigung. Der Papst las das Protokoll und unterschrieb es eigenhändig am 20. Oktober 2000, bevor er es dem Bischof wieder zukommen ließ.

Schon am 10. April 1995 hatte er einen seiner engsten Freunde, den polnischen Kardinal Andrej Maria Deskur, nach Civitavecchia geschickt, um Bischof Grillo demonstrativ seiner Unterstützung zu versichern. In seiner Ansprache verglich der Kardinal die Aktionen der Staatsanwaltschaft mit der Beschlagnahmung des Gnadenbildes der Gottesmutter von Tschenstochau durch die polnischen Kommunisten 1967, bevor er für die „Befreiung“ der Madonnina betete, die sich damals gerade in dem von der Staatsanwaltschaft versiegelten Schrank der Bischofswohnung befand. Erst am 18. April, nach dem Osterfest, wurde das Siegel entfernt und die Statuette zur Verehrung freigegeben. Eine Vorladung von sechs Zeugen zu einem DNS-Test wurde von ihrem Rechtsanwalt zurückgewiesen. Die einzige DNS-Signatur, die in den Blutproben identifiziert werden konnte, ist so häufig, dass sie bei jedem 5000. Mann vorkommt. Selbst wenn ein Zeuge sie ebenfalls hätte, wäre damit nichts bewiesen.

Obwohl weder die bischöfliche Expertenkommission noch die Staatsanwaltschaft einen Hinweis auf einen Betrug feststellen konnte, stufte das Bistum die Ereignisse von Civitavecchia als „nicht bewiesen übernatürlich“ (non constat de supernaturalitate) ein. 7 von 11 Mitgliedern hatten für die Übernatürlichkeit gestimmt, für eine Anerkennung wäre aber eine 2/3-Mehrheit notwendig gewesen. Trotzdem wurde, wie vom Papst gewünscht, in der Pfarrkirche der Gregoris in der Via Ugo Fontanatetta ein „Heiligtum der Madonna der Tränen“ (oder „von Pantano“, nach dem Stadtteil von Civitavecchia, in dem sich das Wunder ereignete), eingerichtet. Seitdem strömen tausende Pilger in die Kirche. Zum zehnten Jahrestag seiner Einweihung, am 3. Juni 2005, traf Papst Benedikt XVI. Bischof Grillo und prophezeite ihm: „Die Madonna von Civitavecchia wird Großes bewirken“.

Tatsächlich war es nicht bei den 14 Fällen des Blutweinens geblieben. Auf Bitten Johannes Pauls II. hatte Kardinal Deskur bei seinem Besuch in der Pfarrei der Familie Gregori eine zweite Statuette der Medjugorje-Madonna mitgebracht, die vom gleichen Hersteller stammte und der „Madonnina“ wie ein Zwilling glich. Seit dem 7. September 1995, dem Vorabend des Festes Mariä Geburt, sonderte diese in unregelmäßigen Abständen eine ölartige, wohlriechende Flüssigkeit ab, die von einem römischen Labor bloß als „nicht tierischen, nicht natürlichen, nicht identifizierbaren Ursprungs“ kategorisiert wurde. Als Jessica am 13. Mai 2012, einem Fatima-Jahrestag, heiratete, waren auch die Blätter der Büsche, die ihr Vater rund um die Grotte der „Madonnina“ gepflanzt hatte, von dieser „Myrrhe“ bedeckt.

Botschaften und Warnungen an den Papst

Jessica selbst aber wurde nach den blutigen Tränen von Civitavecchia zum Sprachrohr der Gottesmutter. In einer Reihe von Erscheinungen empfing sie innerhalb des nächsten Jahres 90 Botschaften und drei Geheimnisse, von denen sie eines nur dem Papst mitteilen durfte. Wie Bischof Grillo 2013 enthüllte, beinhaltete es die Bitte der Gottesmutter an den Papst, ihr im Verlauf des Heiligen Jahres 2000 in einem feierlichen Weiheakt die Priester und Bischöfe, ja die ganze Kirche anzuvertrauen.

Tatsächlich erfüllte Johannes Paul II. diesen Wunsch Mariens am 8. Oktober 2000, wozu er die Statue der Gottesmutter von Fatima eigens nach Rom bringen ließ. Auch das mag kein Zufall gewesen sein, denn offenbar hielt der Papst Civitavecchia für eine Fortsetzung der Botschaft von Fatima. Als Jessica am 15. Juni 1996 im Karmel von Coimbra Schwester Lucia, die Seherin von Fatima, traf und mit ihr über ihre Marienbotschaften sprach, stellte sich heraus, dass eines ihrer Geheimnisse identisch mit dem „Dritten Geheimnis von Fatima“ war, das erst vier Jahre später vom Heiligen Stuhl veröffentlicht wurde.

„Satan nimmt gerade die ganze Menschheit in Besitz und jetzt versucht er, die Kirche Gottes durch viele Priester zu zerstören“, lautete eine Botschaft, die ihr am 30. Juli 1995 offenbart wurde, „Lasst das nicht zu! Helft dem Heiligen Vater! Satan weiß, dass sich seine Zeit dem Ende naht, weil mein Sohn Jesus kurz davor steht, einzugreifen. Ich bitte euch, mir zu helfen: wartet nicht, bis mein Sohn eingreift, denn ich, eure Mutter, will zahlreiche Seelen retten und sie meinem Sohn übergeben, statt sie dem Satan zu überlassen.“ Sie wolle in Civitavecchia als „Unsere Liebe Frau von den Rosen, Mutter und Königin der Familien und der Kirche“ verehrt werden. Sie rief dazu auf, häufig die Sakramente der Buße und der Eucharistie zu empfangen, täglich den Rosenkranz zu beten und „in jedem Moment unseres Tages unsere Gedanken an Gott zu richten, damit alles zum Gebet wird.“ Satans Angriffe könnten sonst zu einem Dritten Weltkrieg zwischen dem Westen und der islamischen Welt führen. Sein Hauptziel aber sei die Zerstörung der Familie, die einen zentralen Platz in Gottes Plan hat.

Am 26.2.2005, damals gerade 15 Jahre alt, schrieb Jessica einen Brief an Johannes Paul II., den Msgr. Grillo dem sterbenden Pontifex persönlich überbrachte. Der Papst, der zu diesem Zeitpunkt in der römischen Gemelli-Klinik lag und kaum noch sprechen konnte, öffnete kurz die Augen und presste nur drei Worte hervor: „Civitavecchia, Civitavecchia, Civitavecchia“. Als er starb, weinte die zweite Madonnina im Garten der Grillos mehrmals wässrige Tränen, ein Wunder, das auch gefilmt werden konnte.

Michael Hesemann untersuchte die Ereignisse von Civitavecchia für sein neues Buch „Menetekel – Prophezeiungen, Visionen, blutende Hostien“ (Bonifatius-Verlag Paderborn).

kath.net-Buchtipp
Menetekel
Prophezeiungen, Visionen und blutende Hostien
Von Michael Hesemann
Hardcover, 296 Seiten
2017 Bonifatius-Verlag
ISBN 978-3-89710-729-8
Preis Österreich 20.50 EUR

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Foto der Marienstatue in Civitavecchia




Foto (c) Michael Hesemann

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