Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein unvermeidliches Schisma?
  2. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  3. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  4. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  5. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  6. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  7. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  8. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  9. „Beten wir, dass den Gläubigen leichterer Zugang zur überlieferten Form der Messe ermöglicht wird"
  10. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  11. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  12. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  13. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien
  14. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  15. Ein Sämann ging hinaus, um zu säen – Eine Hoffnungsgeschichte für uns

Wien: Schönborn empfängt Orban

30. Jänner 2018 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ungarischer Ministerpräsident kam zu "informeller Begegnung" ins Erzbischöfliche Palais - Europa und Naher Osten im Mittelpunkt des Gesprächs


Wien (kath.net/KAP) Kardinal Christoph Schönborn hat am Dienstagnachmittag den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban zu einem Gespräch im Erzbischöflichen Palais empfangen. Wie es in einer kurzen Erklärung der Erzdiözese Wien hieß, war die "informelle Begegnung" auf Wunsch von Viktor Orban zustande gekommen. Wörtlich hieß es in der knappen Mitteilung der Erzdiözese. "Im Zentrum des Gesprächs stand die Situation Europas und des Nahen Ostens. Kardinal Schönborn nutzte die Gelegenheit, um dem ungarischen Staat für die Unterstützung des Wiederaufbaus im Irak und Aleppo (Syrien) zu danken."

An der Begegnung im Erzbischöflichen Palais nahm u.a. auch der ungarische Minister für Humanressourcen, Zoltan Balog, teil. Er ist nicht nur Politiker sondern auch calvinistischer Pastor. Verstärkt wurde die ungarische Delegation weiters vom Leiter der Staatskanzlei Janos Lazar.


Ministerpräsident Orban, der sich bereits seit Montagabend in Wien zu einem "Arbeitsbesuch" aufhält, war vor dem Besuch bei Kardinal Schönborn mit Bundeskanzler Sebastian Kurz zusammengetroffen. Übereinstimmung hatten die beiden Politiker laut Medienberichten beim Thema Migration gefunden, Uneinigkeit herrschte hingegen bzgl. des Ausbaus des ungarischen AKWs Paks und bei der Indexierung der Familienbeihilfe für Kinder, die im EU-Ausland leben.

Hilfe für verfolgte Christen

Kardinal Schönborn hatte Orban bereits 2012 in Wien empfangen. Der Wiener Erzbischof und der Ministerpräsident besuchten damals gemeinsam das Kolleg Pazmaneum in der Boltzmanngasse, wo eine Kranzniederlegung an der dort befindlichen Gedenktafel für Kardinal Jozsef Mindszenty (1892-1975) stattfand. Der Regierungschef richtete damals auch persönlichen Dank an Kardinal Schönborn als "echten Freund Ungarns".

Eine Folge der Begegnung war der Entschluss Orbans zur Teilnahme an den von Kardinal Schönborn und Rektor Christiaan Alting von Geusau organisierten jährlichen Frascati-Konferenzen des "International Catholic Legislators Network" (ICLN). In Frascati war Orban von den Darlegungen des syrisch-orthodoxen Patriarchen Mar Ignatius Aphrem II. über die dramatische Situation der orientalischen Christen sehr beeindruckt gewesen. In der Folge kam es 2017 zur Gründung eines eigenen ungarischen Departments für Hilfe an verfolgten Christen, mit Vizestaatssekretär Tamas Török als dessen Leiter. Töröks Stabsstelle ist mittlerweile auch operativ tätig und unterstützt Projekte in Syrien, Libanon und Irak.

So stellte die ungarische Regierung u.a. bereits mehr als zwei Millionen Euro für den Wiederaufbau der vom IS zerstörten christlichen Dörfer und Städte in der nordirakischen Ninive-Ebene zur Verfügung. - In der Region sind auch einige österreichische Hilfsorganisationen (Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände, Initiative Christlicher Orient, Christian Solidarity International Österreich, Kirche in Not, Kardinal König Stiftung) tätig.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto Kardinal Schönborn (c) Erzdiözese Wien



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ungarn

  1. Beobachtungsstelle: Tausende christenfeindliche Straftaten in Europa
  2. Papst Leo XIV. empfing Ungarns Ministerpräsident Orban
  3. Kardinal Erdö: Das Leben nicht von Spaltung und Hass prägen lassen
  4. Dieses Jahr keine LGBT-‚Pride‘ Parade in Budapest
  5. Ungarn: Bischof für Kultur der Lebensbejahung statt Sterbehilfe
  6. Kein Segen für Paare in einer nichtehelichen Partnerschaft oder gleichgeschlechtlichen Beziehung
  7. Ungarischer Ministerpräsident Viktor Orban übernimmt die Kriegslügen von Putin
  8. Die Realität aufzeigen
  9. Erdö vor Papstbesuch: Budapest eine Brücke zwischen Ost und West
  10. Bischof Veres: Kirche auch in Ungarn in radikalem Wandel






Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  6. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Ein unvermeidliches Schisma?
  9. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  10. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  11. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  12. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  13. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  14. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  15. „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz