Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Wir machen da was mit Medien
  15. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich

Ehemalige Mitarbeiterin einer Abtreibungsklinik: ‚Wir haben geweint’

1. Februar 2018 in Prolife, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Myra Neyer hat ihre Stelle bei ‚Planned Parenthood’ aufgegeben, als sie Vierlinge abtreiben musste. Jetzt hilft sie Aussteigern aus der Abtreibungsindustrie.


Baltimore (kath.net/LSN/jg)
Für Myra Neyer war die Mitwirkung an einer Abtreibung von Vierlingen der entscheidende Moment, um die Arbeit bei Planned Parenthood zu beenden. Das sagt sie in einem Interview mit der Nachrichtenplattform The Daily Signal.

Neyer, selbst Mutter von fünf Kindern, betreute eine Patientin, die nach ihrer Einschätzung nicht älter als 19 oder zwanzig Jahre sein konnte. Sie war schwanger, ihr Freund, der um einiges älter war, wollte aber keine Kinder. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass die junge Frau Vierlinge erwartete. Sie wollte keine Abtreibung, doch ihr Freund, der sie in die Planned Parenthood Klinik begleitete, setzte sie unter Druck.

Als er ausrastete, beschloss Neyer, die Abtreibung nicht durchzuführen. Die beiden verließen die Planned Parenthood Klinik und ließen eine medikamentöse Abtreibung durchführen. Die junge Frau kam am nächsten Tag mit Schmerzen und Blutungen erneut zu Neyer in die Klinik.


Neyer musste die Abtreibung mit einer Mitarbeiterin zu Ende bringen. Die Babys waren etwa in der 15. oder 16. Schwangerschaftswoche, erinnert sie sich. Es waren Jungen und sie hielten sich aneinander fest. „Beim letzten mussten wird nachsehen, ob wir alle Teile (des Körpers) hatten. Es war einfach schrecklich“, sagte sie wörtlich.

Die Reaktion der Mutter trug ebenfalls wesentlich zu Neyers Kehrtwendung bei. „Und ihr Gesichtsausdruck als alles vorbei war, sie sah einfach verloren aus“, sagte sie wörtlich. Neyer half ihr in das Auto ihres Freundes und sah ihren leeren Blick.

Das war der Wendepunkt für sie. Gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin musste sie die abgetriebenen Körper entsorgen. Beide waren tief erschüttert und konnten ihre Tränen nicht zurückhalten. Sie sagte: „Das ist ein Baby, das ist ein Baby, das schaut genau wie ein Baby aus.“

Die Lebensschutzinitiative „40 Days for Life“ half ihr, Planned Parenthood und die Abtreibungen hinter sich zu lassen. Sie hatte die Stelle angenommen, weil sie als verwitwete Mutter Geld verdienen musste und hoffte, medizinische Leistungen für Frauen zur Verfügung stellen zu können.

Ihr Dienst bei Planned Parenthood war aber ernüchternd. Im Interview erinnerte sie sich an einen Fall, in dem sie einer Klientin von einer Abtreibung abgeraten hatte. Die Frau entschied sich schließlich für das Kind. Der zuständige Arzt war verärgert. Da sei ihr klar geworden, dass es nicht um die Entscheidungsmöglichkeit der Frau gehe, sondern um die Erfüllung einer Vorgabe.

Myra Neyer arbeitet jetzt für „And Then There Were None“, eine Organisation die Mitarbeiter von Abtreibungskliniken beim Ausstieg aus diesem Bereich unterstützt, ihnen finanzielle Unterstützung für den Übergang anbietet und sie bei der Suche einer neuen Stelle hilft.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  2. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  3. 100. Stadt in den USA verbietet Abtreibungen
  4. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  5. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  6. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  7. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  8. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  9. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  10. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen







Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  3. Fatima-Tag in Berlin
  4. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  5. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  6. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  7. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  8. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  9. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  10. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  11. Im Licht der Liebe
  12. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  13. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  14. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  15. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz