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Gedenkfeier zum 15. Todestag des ‘Speckpaters’

14. Jänner 2018 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Zum Jahrgedächtnis des „Speckpaters“ Werenfried van Straaten lädt das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ am Samstag, 27. Januar 2018, zu einer Gedenkveranstaltung nach Köln ein.


München (kath.net /KiN)
Pater Werenfried hatte nach dem Zweiten Weltkrieg von Belgien aus Hilfslieferungen für die deutschen Heimatvertriebenen organisiert. Da diese Hilfe zunächst vor allem aus Naturalien bestand, erhielt er den Spitznamen „Speckpater“. Aus der von ihm gegründeten „Ostpriesterhilfe“ ging später das Hilfswerk „Kirche in Not“ hervor, das heute weltweit in über 140 Ländern pastorale Hilfsprojekte umsetzt. Pater Werenfried starb am 31. Januar 2003.

Ein besonderes Gedenken in diesem Jahr gilt auch dem im Juli 2017 verstorbenen früheren Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner, den eine enge Freundschaft mit dem Gründer von „Kirche in Not“ verband. Die Gedenkfeier findet daher traditionell in Köln statt; Meisner hatte dabei regelmäßig gepredigt und war Gesprächsgast.

Der Gedenk- und Begegnungstag beginnt um 11:00 Uhr mit einer heiligen Messe im Kölner Dom mit Erzbischof Matthew Ma-Oso Ndaggoso aus Kaduna/Nigeria und Erzbischof Joseph Tobji aus Aleppo/Syrien. Die Predigt hält Bischofsvikar Monsignore Dr. Markus Hofmann aus Köln. Anschließend wird das Programm ab 13:30 Uhr im Maternushaus der Erzdiözese mit Podiumsgesprächen fortgesetzt.


In der ersten Gesprächsrunde geht es um die Situation verfolgter Christen im Nahen Osten und Afrika. Erzbischof Ndaggoso wird dabei über die aktuelle Bedrohungslage durch die islamistische Terrorsekte „Boko Haram“ berichten. Sie gehört zu den gefährlichsten Terrororganisationen weltweit. Fast täglich kommt es im Nordosten Nigerias zu Anschlägen; auch Kinder werden zu Selbstmordattentaten gezwungen. Über zwei Millionen Menschen sind auf der Flucht. Trotz dieser Verfolgung blüht der Glaube der Christen in Nigeria.

Im nordsyrischen Aleppo ist der sogenannte „Islamische Staat“ weitgehend zurückgedrängt, der Krieg hält jedoch nach wie vor an. Dennoch beginnen die Menschen mit dem Wiederaufbau. Große Bedeutung haben dabei die christlichen Kirchen. Der maronitische Erzbischof Joseph Tobji wird über die Hilfe für die notleidende Bevölkerung, Weihnachtsgottesdienste in zerbombten Kirchenruinen und die aktuellen Entwicklungen in Syrien berichten. Ein besonderes Highlight ist im Anschluss an die Gesprächsrunde geplant: Eine Live-Schaltung zu einer Kindergruppe in einer christlichen Schule in Aleppo.

Im zweiten Podiumsgespräch des Nachmittags steht ab 15:30 Uhr das brandaktuelle Thema der Rolle der Christen in politischen und gesellschaftlichen Debatten im Mittelpunkt. Unter der Überschrift „Ist unser Salz schal geworden?“ diskutieren die Publizistin Birgit Kelle, Ministerpräsident a. D. Prof. Dr. Werner Münch und der ehemalige Bundestagsabgeordnete Norbert Geis.

Die Veranstaltung im Maternushaus, nicht weit vom Dom in der Kardinal-Frings-Straße 1-3, endet gegen 17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um eine formlose Anmeldung an [email protected] wird gebeten.

Vorabinformation für die Presse: Bereits am 26. Januar um 10:30 wir im Kölner Maternushaus ein Pressegespräch mit Erzbischof Ndaggoso aus Nigeria, Erzbischof Tobji aus Syrien, „Kirche-in-Not“-Geschäftsführerin Karin Maria Fenbert und dem Menschenrechtsexperten des Hilfswerks Berthold Pelster stattfinden. Dazu ergeht noch gesonderte Einladung; Anmeldung ist bereits jetzt möglich.

Foto: Pater Werenfried van Straaten © Kirche in Not


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