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Die Begegnung mit dem Herrn am Anfang des Wegs des Glaubens

14. Jänner 2018 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Franziskus: eine Religiosität der Gewohnheit überwinden und den Herrn suchen, um bei ihm zu sein. Jesus suchen, Jesus begegnen, Jesus nachfolgen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am zweiten Sonntag im Jahreskreis. In seiner Ansprache vor dem Mittagsgebet ging Papst Franziskus auf das Tagesevangelium ein (Joh 1,35-42), das erneut das Thema der Offenbarung des Herrn unterbreite. Johannes der Täufer verweise auf ihn als das „Lamm Gottes“ und fordere dazu auf, ihm zu folgen. So sei es für uns, die wir ihm im alltäglichen Leben folgen müssten. So führe das heutige Evangelium in vollkommener Weise nach Weihnachten in den Jahreskreis ein, zwischen Offenbarung und Nachfolge.

Das Evangelium weise drei wesentliche Charakteristiken des Glaubensweges auf.

„Was sucht ihr?“, frage der Herr zwei Jünger, ie ihm auf Weisung des Johannes nachfolgten. Es sei dies dieselbe Frage, die der Auferstandene an Ostern an Maria von Magdala richte. Jeder Mensch sei auf der Suche nach Glück, Liebe, einem guten und vollen Leben. Gottvater habe uns dies alles in seinem Sohn gegeben.


Bei dieser Suche sei es grundlegend, ein wahrer Zeuge zu sein. Johannes der Täufer sei ein derartiger Zeuge. Daher könne er die Jünger auf Jesus ausrichten, der sage: „Kommt und seht!“. Die beiden Jünger könnten die Schönheit dieses Augenblicks nicht mehr vergessen und gedächten sogar der Stunde. Nur die persönliche Begegnung mit Jesus erzeuge einen Weg des Glaubens und der Jüngerschaft. Nur die Begegnung mit Jesu innen unserem Leben Sinn verleihen...

Es genüge dann nicht, sich ein Gottesbild aufzubauen. Es sei notwendig, den göttlichen Meister zu suchen und dort hinzugehen, wo er wohne. So bringe die Frage: „Wo wohnst du?“ diesen starken spirituellen Sinn zum Ausdruck: das Verlangen, zu wissen, wo der Meister wohne, um bei ihm sein zu können. Glaubensleben bestehe in dem Verlangen, bei Jesus zu sein. So seien wir dazu aufgerufen, eine Religiosität der Gewohnheit zu überwinden und die Begegnung mit Jesus im Gebet, in der Betrachtung des Wortes Gottes und durch die Sakramente zu beleben, um bei ihm zu sein und dank ihm, dank seiner Hilfe, dank seiner Gnade Frucht zu tragen.

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an den Welttag der Migranten und Flüchtlinge und verwies auf die heilige Messe, die er am heutigen Vormittag in der Petersbasilika gefeiert hatte. Gleichzeitig kündigte der Papst seinen Entschluss an, aus pastoralen Gründen von jetzt ab den Welttag der Migranten und Flüchtlinge am zweiten Sonntag des Monats September zu feiern. Der kommende 105. Welttag werde somit am 8. September 2019 begangen werden.


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Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 14. Jänner 2018 

die wir ihm im alltäglichen Leben folgen müssten -

im vollen Bewusstsein, dass dieser Weg nicht nur Taborstunden, sondern auch die Nacht von Gethsemane oder sogar das Kreuz beinhalten kann. Dies aber ist nur möglich, "wenn wir unsere Hoffnung nicht nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben." sonst sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen (vgl. 1.Kor 15,19)


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