Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  4. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  5. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  6. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  9. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  12. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  13. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  14. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

Die satanische Suggestion der Freiheit

12. Jänner 2018 in Kommentar, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Auch der Teufel schlägt dem Menschen eine „Wiedergeburt“ aus dem Willen des Menschen vor. Er arbeitet dabei mit der Suggestion der Freiheit, die uns am Ende nur mehr in seine Fänge bringt und damit unfrei macht. BeneDicta von Isabella von Kageneck


Linz (kath.net)
Die Sektgläser sind gefüllt. Alles starrt in froher Stimmung mit den Sektgläsern in der Hand auf den TV-Bildschirm, auf dem gerade der Countdown angezeigt wird. 4...3...2...1... „FROHES NEUES JAHR!“, rufen wir uns gegenseitig zu. Als erstes nimmt mein Mann mich in den Arm. Wir halten uns mehrere Minuten. 2017 war eines der schwersten und geistlich herausforderndsten Jahre meines Lebens. Menschen um mich herum haben es als „pure Katastrophe“, die einen „Scherbenhaufen“ hinterlassen habe, bezeichnet. Rein menschlich betrachtet haben sie sogar recht. Und dennoch spürte ich Dankbarkeit für das vergangene Jahr mit all dem Schlechten, was es mir auch gebracht hat, in meinem Herzen. Dankbarkeit deswegen, weil ich mir im vergangenen Jahr klarer über mich selbst geworden bin; auch wenn dies erst durch schwerste (geistliche) Verwüstungen möglich geworden war, die aber am Ende meinen Glauben geläutert haben.

Das Neue Testament spricht oft von einer „Wiedergeburt“ des Menschen, unterschiedlich beschrieben als Wiedergeburt „von oben“, „aus dem Heiligen Geist“, „aus dem Wort Gottes“. Der heilige Johannes beschreibt sie als eine Wiedergeburt „nicht aus dem Willen des Fleisches, nichts aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott“ (vgl. Joh 1,13). Doch auch der Feind bietet eine Wiedergeburt an, wenn Gott ihm gestattet, sich bestimmten Menschen zu nähern, um sie in Versuchung zu führen. Das entspricht ganz seiner Gewohnheit, die Werke Gottes nachzuahmen. Auch der Böse schlägt also dem Menschen eine Wiedergeburt vor, aber eine Wiedergeburt „aus dem Willen des Mannes“, d.h. aus sich selbst, nicht aus Gott. Eine solche Wiedergeburt besteht in der klaren Entscheidung, der eigenen Existenz einen neuen Anfang zu setzen, sich von jeder Form der Abhängigkeit frei zu machen und sich als absoluten Herren seiner selbst zu betrachten.


Man merkte dies oft an Gedanken wie „Bist du dir sicher, dass Gott das so will? Du kannst es doch auch ganz anders machen...! Was mühst du dich denn so ab; machen die Anderen doch auch nicht. Sieh mal, wieviel Spaß sie haben, auch ohne Gott. Folge nur deinen Gefühlen, die trügen ja nicht.“ Schleichend stellte ich bedeutende Lebensentscheidungen in Frage. Dinge, die mir vorher klar waren, zog ich in Zweifel. Der Feind geht dabei sehr geschickt und subtil vor. Sonst wäre er ja zu leicht zu durchschauen. Er passt dabei natürlich genau eine Zeit ab, in der man sich wirklich schweren Herausforderungen zu stellen hat. Vor allem aber benutzt er gerne den Verstand, der bekanntlich ein sehr guter Geschichtenerzähler sein kann. Und eh man sich versieht, gerät man in einen Wirbelsturm, der einen die komplette Orientierung verlieren lassen kann. Das Gute lässt er als böse erscheinen und das Böse als das Gute.

Der Geist des Menschen erlebt für einige Augenblicke und wie zur Probe den Rausch der satanischen Freiheit; er fühlt in sich einen ungeheuerlichen Hochmut und eine unermessliche Kraft, es scheint ihm, als befinde er sich in einem anderen Universum, dessen höchster Herrscher er selbst ist. Er hat das Gefühl, alles zu können. Er versteht nun, was jene Worte zum Ausdruck bringen wollen, die in den Evangelien gebraucht werden, um die Versuchung Jesu in der Wüste zu beschreiben: „Er führte ihn auch einen Berg hinauf“ (lk 4,5); der Mensch fühlt sich nämlich irgendwie über der Welt schwebend. Man hat das Gefühl, sich von angeblichen Zwängen und Begrenzungen „befreit“ zu haben. Tatsächlich aber, ist man in sein Netz der Versuchungen und Sünden gegangen, die einem beginnen die Kehle abzuschnüren. Der Mensch erlebt dann eine Art Ekstase, allerdings negativer Art: eine, die nicht zum Licht führt, sondern in die Finsternis und in den Abgrund. Sobald die Macht der satanischen Suggestion schwindet, fragt sich dieser Mensch: „Was ist passiert? Was war das?“ Auch ich habe Dank der Gnade Gottes in seinem Lichte den Betrug entdeckt. Ich habe begriffen, dass das Böse wieder einmal gelogen und sich auf meine Kosten ausgebreitet hat.

Die Bibel zeigt, dass wir mit dem Straucheln der ersten Schritte (also Lebensentscheidungen aus dem Glauben heraus) im Glauben nicht alleine sind: „Petrus erwiderte ihm und sagte: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme! Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und kam über das Wasser zu Jesus. Als er aber den heftigen Wind bemerkte, bekam er Angst. Und als er begann unterzugehen, schrie er: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?“ (Mt 14, 28-3). So lange Petrus seinen Blick vertrauend und hoffend auf Jesus gerichtet hatte, konnte er tatsächlich auf dem Wasser gehen. Indem Moment aber, wo wir nach unten bzw. in unsere Vergangenheit blicken oder auf unsere aktuellen Bedrängnisse und Ängste, beginnen wir unterzugehen. Ein Glück, dass Christus damit rechnet und sofort seine rettende Hand nach uns ausstreckt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

BeneDicta

  1. Technisch brillant, geistig obdachlos
  2. Beschließen ohne zu entscheiden?
  3. Die große Täuschung
  4. Hoffnung schlägt Optimismus
  5. Kirche zwischen Riss und Rückbindung
  6. Freu dich, Gott liebt dich
  7. 'Sommer ist, was in deinem Kopf passiert'
  8. Denn der Glaube ist kein Leistungssport
  9. Das Glück dieser Welt kauft man nicht mit Geld
  10. Herabsteigen in die „Tiefe unseres Seins“







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  4. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  5. Über das Dämonische
  6. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  7. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  8. 'Ich habe mich geirrt'
  9. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  14. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  15. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz