Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  4. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  5. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  6. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  7. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  8. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  11. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  12. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  13. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘
  14. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  15. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an

Prosit Neujahr

1. Jänner 2018 in Kommentar, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Heute rufen wir es uns noch einmal in Erinnerung: Uns ist der Heiland geboren! Mit dieser Nachricht gehen wir ins Neue Jahr und vertrauen auf den reichen Segen, den uns Gott schenken will - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Auf geht es in ein hoffentlich frohes neues Jahr. Die Montagskicks hatte eine kurze Weihnachtspause. Und das war auch gut so. Man muss die Nachrichten dieser Tage ja auch erst einmal verdauen. Der Papst hat zu Weihnachten die Kurienmitarbeiter ausgeschimpft. Das kennen wir ja schon. Inzwischen hat das Tradition. An Weihnachten selbst hat der Papst den Segen Urbi et Orbi gekürzt. Das war neu! Macht nix, die Römer lieben den Papst trotzdem. Viva il papa! Der Papst scherzt – viva!, der Papst schimpft, viva!, der Papst kürzt Urbi et Orbi – viva. Päpste kommen, Päpste gehen. Wir lieben den Papst!

Davon könnten wir pingeligen Teutonen uns eine Scheibe abschneiden. In der Claudischen Kolonie und Opferstätte der Agrippinensier mahnte der örtliche Kardinal billigen Wohnraum an. In der Hauptstadt der Bajuwaren lobte der Kardinal die hohe Integrationskraft von Weihnachten. Nun ja, in Deutschland haben Bischöfe mit politischer Verantwortung Tradition. Wenn wir mal wieder eine neue Regierung haben, könnte es ja einen Kardinalminister für Wohnungsbau und einen Kardinalbeauftragten für Integration geben. Dann hätten wir auch diesen Aspekt von 1803 überwunden. Finanziell sind wir längst wieder auf dem Damm.


Insgesamt las man von bischöflichen Predigten hier und da – nicht überall – doch sehr viel Politisches. Ja, in der Tat, das Evangelium ist beileibe nicht unpolitisch. Aber politische Predigten und Postulate aus dem Episkopat sind so herrlich folgenlos. Gratismut ist das, entlang dem politischen Mainstream zu predigen und zu verkünden.

Hätte Kaiser Augustus ein Wohnungsbauprogramm gestartet statt einer Volkszählung, dann hätten wir heute eine Sozialwohnung unterm Weihnachtsbaum statt einer Krippe. Irgendwie auch nicht so toll. Die Integrationskraft von Weihnachten geht nur knapp über den Glühweinstand hinaus bis ins nächste Kaufhaus. Wenn das nicht mehr rüberkommt, ist das recht ärmlich. Am Ende ist es das ja wirklich, wenn gerade einmal jeder dritte an Weihnachten überhaupt nur eine Kirche aufsucht. Jeder zweite Katholik ungefähr, so ergab eine Umfrage, besuche an Weihnachten einen Gottesdienst. Da ist nicht einmal von einer Messe die Rede. Das kann auch das Kindergartenkrippenspiel am Nachmittag sein.

Es ist ja alles ganz nett, dass Weihnachten und Kirche den Weg in die großen Nachrichten finden. Aber es bleibt so entsetzlich hohl. Die kleine Nachricht ist doch viel spannender: Uns ist der Heiland geboren!

In der kleinen Dorfkirche in Westfalen, wo wir Weihnachten gefeiert haben, war das in Liturgie und Verkündigung die TopNews. So krass ist das, dass die Kirche dieses Fest gleich eine ganze Oktav lang feiert. Ob der Papst sich verplappert oder dieser und jener Bischof politisch-populistisch predigt. Quark! Es verblasst vor dieser irren Nachricht. Gott lässt diese Welt nicht allein. Ich bin mir ganz sicher, dass alle Bischöfe, wirklich alle, darüber gepredigt haben. Warum diese Nachricht nicht in die Medien durchdringt und stattdessen da nur platte Postulate hinein diffundieren, das ist die Frage, die man sich hier oder da mal stellen sollte. Domani!

Nicht heute. Heute ist der Oktavtag von Weihnachten. Heute rufen wir es uns noch einmal in Erinnerung:

Uns ist der Heiland geboren! Mit dieser Nachricht gehen wir ins Neue Jahr und vertrauen auf den reichen Segen, den uns Gott schenken will. Wenn das kein Grund ist, jetzt noch ein Gläschen Sekt zu trinken. Prosit Neujahr!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  3. Jänner 2018 
 

Herzerfrischend!


1
 
 Herbstlicht 2. Jänner 2018 
 

Prima! Und dafür danke!

Hervorragend, dieser aktuelle Beitrag von Peter Winnemöller!
Die reale Situation von heute, ironisch thematisiert!


2
 
 JuergenPb 1. Jänner 2018 

Punktgenau

Lieber Peter,
das was waren ja mal einige Punktlandungen.

Sehr schön!


4
 
 Gandalf 1. Jänner 2018 

Danke, lieber Peter!

Jetzt gehts wieder los, wir freuen uns :-)


7
 
 kreuz 1. Jänner 2018 

danke, lb. P. Winnemöller

auch Ihnen ein frohes neues Jahr!

"Gratismut ist das, entlang dem politischen Maistream zu predigen und zu verkünden."

so ist es. nur tote Fische schwimmen bergab :-)

www.kathtube.com/player.php?id=11093


9
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. ZDF hasst Katholiken
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  4. Geht zu denen, die Christus nicht kennen
  5. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. Panik in Magdeburg
  8. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  9. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  10. Der Tod der Theologie in Deutschland






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - MONTAG ANMELDESCHLUSS!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  5. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  8. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  9. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  10. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  13. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  14. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  15. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz