Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  5. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  14. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  15. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah

Prosit Neujahr

1. Jänner 2018 in Kommentar, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Heute rufen wir es uns noch einmal in Erinnerung: Uns ist der Heiland geboren! Mit dieser Nachricht gehen wir ins Neue Jahr und vertrauen auf den reichen Segen, den uns Gott schenken will - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Auf geht es in ein hoffentlich frohes neues Jahr. Die Montagskicks hatte eine kurze Weihnachtspause. Und das war auch gut so. Man muss die Nachrichten dieser Tage ja auch erst einmal verdauen. Der Papst hat zu Weihnachten die Kurienmitarbeiter ausgeschimpft. Das kennen wir ja schon. Inzwischen hat das Tradition. An Weihnachten selbst hat der Papst den Segen Urbi et Orbi gekürzt. Das war neu! Macht nix, die Römer lieben den Papst trotzdem. Viva il papa! Der Papst scherzt – viva!, der Papst schimpft, viva!, der Papst kürzt Urbi et Orbi – viva. Päpste kommen, Päpste gehen. Wir lieben den Papst!

Davon könnten wir pingeligen Teutonen uns eine Scheibe abschneiden. In der Claudischen Kolonie und Opferstätte der Agrippinensier mahnte der örtliche Kardinal billigen Wohnraum an. In der Hauptstadt der Bajuwaren lobte der Kardinal die hohe Integrationskraft von Weihnachten. Nun ja, in Deutschland haben Bischöfe mit politischer Verantwortung Tradition. Wenn wir mal wieder eine neue Regierung haben, könnte es ja einen Kardinalminister für Wohnungsbau und einen Kardinalbeauftragten für Integration geben. Dann hätten wir auch diesen Aspekt von 1803 überwunden. Finanziell sind wir längst wieder auf dem Damm.


Insgesamt las man von bischöflichen Predigten hier und da – nicht überall – doch sehr viel Politisches. Ja, in der Tat, das Evangelium ist beileibe nicht unpolitisch. Aber politische Predigten und Postulate aus dem Episkopat sind so herrlich folgenlos. Gratismut ist das, entlang dem politischen Mainstream zu predigen und zu verkünden.

Hätte Kaiser Augustus ein Wohnungsbauprogramm gestartet statt einer Volkszählung, dann hätten wir heute eine Sozialwohnung unterm Weihnachtsbaum statt einer Krippe. Irgendwie auch nicht so toll. Die Integrationskraft von Weihnachten geht nur knapp über den Glühweinstand hinaus bis ins nächste Kaufhaus. Wenn das nicht mehr rüberkommt, ist das recht ärmlich. Am Ende ist es das ja wirklich, wenn gerade einmal jeder dritte an Weihnachten überhaupt nur eine Kirche aufsucht. Jeder zweite Katholik ungefähr, so ergab eine Umfrage, besuche an Weihnachten einen Gottesdienst. Da ist nicht einmal von einer Messe die Rede. Das kann auch das Kindergartenkrippenspiel am Nachmittag sein.

Es ist ja alles ganz nett, dass Weihnachten und Kirche den Weg in die großen Nachrichten finden. Aber es bleibt so entsetzlich hohl. Die kleine Nachricht ist doch viel spannender: Uns ist der Heiland geboren!

In der kleinen Dorfkirche in Westfalen, wo wir Weihnachten gefeiert haben, war das in Liturgie und Verkündigung die TopNews. So krass ist das, dass die Kirche dieses Fest gleich eine ganze Oktav lang feiert. Ob der Papst sich verplappert oder dieser und jener Bischof politisch-populistisch predigt. Quark! Es verblasst vor dieser irren Nachricht. Gott lässt diese Welt nicht allein. Ich bin mir ganz sicher, dass alle Bischöfe, wirklich alle, darüber gepredigt haben. Warum diese Nachricht nicht in die Medien durchdringt und stattdessen da nur platte Postulate hinein diffundieren, das ist die Frage, die man sich hier oder da mal stellen sollte. Domani!

Nicht heute. Heute ist der Oktavtag von Weihnachten. Heute rufen wir es uns noch einmal in Erinnerung:

Uns ist der Heiland geboren! Mit dieser Nachricht gehen wir ins Neue Jahr und vertrauen auf den reichen Segen, den uns Gott schenken will. Wenn das kein Grund ist, jetzt noch ein Gläschen Sekt zu trinken. Prosit Neujahr!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  2. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Der Bischof und der Denunziant
  6. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  7. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  8. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  9. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  10. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  3. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  4. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  5. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  6. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  7. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  8. Vatikan beendet Reflexionsprozess bei den Servi Jesu et Mariae
  9. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  10. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  11. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  12. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  13. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  14. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  15. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz