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30. Dezember 2017 in Interview, 24 Lesermeinungen
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Kardinal Brandmüller: Luther, Dubia, Wirrnisse und Verwirrungen. Der Mensch auf dem Thron Gottes? Eine groteske, absurde, apokalyptische Vorstellung. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Zum Ende eines „beschleunigten“ Jahres ein „entschleunigendes“ Gespräch mit dem Kirchenhistoriker und Theologen Walter Kardinal Brandmüller. Ich danke Seiner Eminenz für die Zeit, die er uns geschenkt hat, verbunden mit den besten Wünschen für ein sich aufregend ankündigendes Jahr 2018.

Das Jahr 2017 stand auch unter dem Zeichen des 500. Jahrestags der protestantischen Reformation. Luther und Aspekte des Protestantismus beherrschten eine Vielzahl von systematischen und historischen Auseinandersetzungen. Besonders mit Blick auf die katholische Kirche meinte man feststellen zu können/müssen, vor einer radikalen „Neubewertung“ Luthers zu stehen. Papst Franziskus erklärte noch am 7. Dezember 2017, dass der vom Heiligen Geist erweckte ökumenische Weg dazu geführt habe, „die alten Vorurteile wie jene zu Martin Luther und zur Lage der Katholischen Kirche in jener Zeit aufzugeben“.

In der Oktoberausgabe der Jesuiten-Zeitschrift „La Civiltà Cattolica“ (Faszikel 4016, S. 119-130, 2017, Band IV ) war zu lesen, dass die Wittenbergschen Thesen weder eine Herausforderung noch eine Rebellion gegen die Autorität gewesen seien, sondern „der Vorschlag zur Erneuerung der Verkündigung des Evangeliums, im aufrechten Verlangen nach einer ‚Reform’ in der Kirche“. Für die Jesuiten (und die vom Papst persönlich kontrollierte Zeitschrift) besteht das Problem im Anspruch sowohl der Kirche als auch Luthers, die ganze Wahrheit zu inkarnieren. Es dürfe dennoch die Rolle Luthers als „Glaubenszeuge“ nicht geleugnet werden.

Um welche „Vorurteile“ könnte es sich handeln? Ist somit de facto die Exkommunikation Luthers „post mortem“ aufgehoben? Soll Luther nun zum „Kirchenlehrer authentischer Reform“ erhoben werden? War die Reformation ein Augenblick des „Wirkens des Heiligen Geistes“, wie ein Vertreter der italienischen Bischofskonferenz meinte? Haben die Päpste und die Kirche zusammen mit dem Konzil von Trient gefehlt, indem sie das Luthertum zu einer die Wahrheit des Glaubens gefährdenden Häresie, das heißt Irrlehre erklärt haben?


Kardinal Brandmüller: Es hat keineswegs erst des “Lutherjahres 2017” bedurft, um jene auf beiden Seiten übliche konfessionalistisch-polemische Geschichtsschreibung zu überwinden, die etwa bis zum 1. Weltkrieg üblich war. Spätestens seit dem Ende der Nazi-Diktatur, unter welcher Katholiken und Protestanten der „Bekennenden Kirche“ gleichermaßen gelitten hatten, hat man auf beiden Seiten zu einer Luther- bzw. Reformationsgeschichtsschreibung gefunden, die sich zu einer sachlich-nüchternen, auf den historischen Quellen und ihrer kritischen Interpretation beruhenden Darstellung verpflichtet wusste. Von der Notwendigkeit einer Neubewertung Luthers katholischerseits zu reden, zeugt also von schlichter Unkenntnis des tatsächlichen Standes der Wissenschaft bzw. der einschlägigen Literatur.

Was nun die berühmten 95 Thesen anlangt, ist zu sagen, dass sie in der Tat im Großen und Ganzen gut katholisch verstanden werden konnten. Sie waren Ausdruck des Protestes eines engagierten Priesters gegen Missverständnisse und Missbrauch des Ablasses.


Es dauerte indes keine drei Jahre, bis Luther in den bekannten drei sogenannten „Kampfschriften“ des Jahres 1520 seinen radikalen Bruch mit elementaren Inhalten des katholischen Glaubens offenbarte – und dies mit bis dahin ungewohnter Heftigkeit und Schärfe. Wie es in ihm zu diesem Bruch kommen konnte, ist eine Frage, die die Forschung bis heute nicht zufriedenstellend klären konnte. Luther indes als Glaubenszeugen – oder wie auch schon geschehen – als „Vater im Glauben“ zu sehen, ist aus den genannten Gründen schlechthin abwegig.

Von „Vorurteilen“ gegenüber Luther ist die Rede? Sie sprechen auch von der Exkommunikation Luthers? Vorurteile? Nun, über einen Mann, der seit 500 Jahren tot ist, kann es wohl nur „Nachurteile“ geben. Da ist zunächst zu sagen, dass Luthers Exkommunikation ein historisches Faktum ist. Wie wollen Sie ein solches aus der Welt schaffen? Und was den Exkommunizierten selbst betrifft – da gilt der Grundsatz aus dem römischen Recht: mors solvit omnia – der Tod löst alles. Darum ist es geradezu naiv, eine Aufhebung der Exkommunikation Luthers zu fordern. Dass eine solche Forderung des Öfteren weithin medialen Applaus findet, zeugt nur von einem eher naiven, gestörten Verhältnis zu Vergangenheit und Geschichte.

Sie fragen, ob Luther zum „Kirchenlehrer authentischer Reform“ erhoben werden sollte? Nun, da wäre zunächst zu klären, was man denn unter „Reform“ versteht. Eines ist dabei klar: der, die oder das Reformierte muss mit dem zu Reformierenden identisch sein. Wenn nicht, dann war da nicht Reform, sondern Veränderung. Die Kirche Jesu Christi kann und soll zwar immer „anders“, nämlich immer vollkommener werden. Luther aber wollte – so der protestantische Kirchenhistoriker Franz Lau – „radikalen Umsturz“. Er hat – so in seiner Schrift „An den Adel deutscher Nation“ – verkündet, drei Mauern niederzureißen.

Die erste Mauer erblickt er in dem auf heiliger Weihe gründendem Priestertum, die zweite im auf Sendung durch Jesus Christus beruhenden Lehramt der Kirche, die dritte in der Existenz des Papsttums. Dass diese „Mauern“ auf festem biblischen Fundament ruhten, interessiert den zornigen Augustiner nicht. Nun, da er diese drei Mauern niedergerissen hat, sieht Luther den ganzen Bau der Papstkirche zusammengestürzt.

Zu behaupten, dass dieser Totalabbruch ein „Werk des Heiligen Geistes“ gewesen sei, ist eine geradezu abenteuerliche Behauptung, die die nur durch schlichte, für einen Bischof mehr als erstaunlicher Ignoranz von Texten und Tatsachen der Geschichte erklärbar ist. Und dann das Konzil von Trient: Es war und bleibt ein Ökumenisches Konzil, und dieses ist mit und unter dem Papst höchstes Organ des kirchlichen Lehramtes, dessen definitiv verkündeter Lehre Unfehlbarkeit eignet… Seine Lehrdekrete gelten für immer.

Das vergangene Jahr stand im Zeichen der Diskussion um das Apostolische Schreiben „Amoris laetitia“, dies nicht zuletzt wegen der fünf von Ihnen zusammen mit den Eminenzen Carlo Caffarra, Raymond Leo Burke und Joachim Meisner vorgebrachten „Dubia“, das heißt Fragen zu klärungsbedürftigen Punkten, bei denen es um das Fundament der universalen und nicht abänderbaren Lehre der Kirche geht. Könnten Sie erklären, worin die Substanz dieser „Dubia“ besteht?


Kardinal Brandmüller: Die gemäß üblichem Verfahren dem Heiligen Vater und der Glaubenskongregation vorgelegten Fragen (Dubia – Zweifel) haben folgenden Inhalt:
1. Kann eine durch bestehendes Eheband gebundene Person, die mit einem neuen Partner ehelich zusammenlebt (AL Nr. 305, Anm. 351) in gewissen Fällen „Absolution und Kommunion“ empfangen?
2. Gibt es absolute sittliche Gebote bzw. Verbote, die ohne Ausnahme und unter allen Umständen verpflichten? (z. B. Tötung eines Unschuldigen)?
3. Gilt nach wie vor, dass jemand, der dauernd im Ehebruch lebt, sich objektiv im Zustand schwerer Sünde befindet?
4. Gibt es Lebenssituationen, die die moralische Verantwortlichkeit derart vermindern, dass dadurch unsittliches Handeln (hier: Ehebruch) sittlich entschuldigt, gar gerechtfertigt werden kann?
5. Kann eine persönliche Gewissensentscheidung Ausnahmen vom absoluten Verbot in sich unsittlicher Handlungen erlauben?

Wie Sie sehen, betreffen diese Fragen die Grundlagen des Glaubens und der Sittenlehre.
Folgen wir dieser, müssten die Fragen 1, 4, und 5 eindeutig mit Nein, die Fragen 2 und drei mit Ja beantwortet werden.

Die Auseinandersetzung um „Amoris laetitia“ sowie auch die Diskussion um Projekte wie „Ehe für alle“ haben oft deutlich gemacht, dass eine „anthropologische Wende“ eingefordert wird. Kurz: es geht um eine radikale Neuinterpretation dessen, was der Mensch ist und wie er sein kann und soll.

Können Sie mit der Frage etwas anfangen, ob dies nicht vielleicht etwas mit einem defizitären Verständnis von Naturrecht zu tun hat, das sowohl im Bereich der Theologie als auch in den Sphären der Hierarchie festzustellen ist?

Kardinal Brandmüller: Wenn man meint, dass auch gleichgeschlechtliche Personen eine „Ehe“ schließen, dass man mit Hilfe der Chirurgie Geschlechtsumwandlungen und andere Eingriffe in die Natur des Menschen vornehmen dürfe, dann bedeutet dies einen geradezu perversen Aufstand gegen die Schöpfungsordnung, zu der von Gott gewollten und geschaffenen Natur des Menschen. Im Widerspruch zu dieser zu handeln bedeutet Selbstzerstörung des Menschen. Von „Neuinterpretation“ zu reden, wäre verlogene Verharmlosung.

Es ist in der Tat höchst besorgniserregend, dass die ideologische Verwirrung so weit geht, dass man meint, den Subjektivismus auf die Spitze treiben zu können. Das wäre dann das „Nein“ zum eigenen Geschöpf-sein und zum Schöpfer. Der Mensch auf dem Thron Gottes! Eine groteske, absurde, apokalyptische Vorstellung.

Von vielen Seiten wird die in der Kirche herrschende Verwirrung festgestellt oder beklagt. Viele Gläubige, die sich „bisher“ mit geschlossenen Augen „auf Rom verlassen“ konnten, fühlen sich nun in eine Heimatlosigkeit gestoßen und allein gelassen in einer kulturell aufgewühlten Zeit. Dabei geht es nicht so sehr um den Verlust von Sicherheiten als vielmehr um das wahrgenommene Fehlen einer „Stärkung“ auf einem steinigen Weg.

Oft hat man den Eindruck, dass es darum geht, die Fernstehenden darin zu bestärken, dass es gut ist, wo sie stehen, während den Nahestehenden Tadel vorbehalten wird. Was meinen Sie zu dieser historisch doch einzigartigen Lage?

Kardinal Brandmüller: Sie sprechen mit Recht von um sich greifender Verwirrung. In dieser vom heiligen Paulus vorhergesehenen Situation – siehe die Briefe an Titus und Timotheus – gilt es, sich an der vom Heiligen Geist geleiteten Überlieferung der Kirche zu orientieren, die ihren aktuellen Niederschlag im Katechismus der Katholischen Kirche gefunden hat. Was immer diesem widerspricht – gleich, von wem der Widerspruch kommt –, ist nicht katholische Wahrheit.

Wer mit dem Katechismus glaubt und danach lebt, ist auf dem rechten Weg. Der, freilich, führt derzeit durch Dunkel, Nebel und unwegsames Gelände.

Nun also Ihre Frage nach den „Fernstehenden“, Menschen also, die den Glauben der Kirche, den Gottes-Glauben nicht kennen oder überhaupt ablehnen: Natürlich kann ein Katholik, ein Priester oder Bischof zumal, sich mit dem Anwachsen der Zahl dieser Menschen nicht zufriedengeben. Ihm muss daran gelegen sein, auch solchen Zeitgenossen – und die sind längst in der Überzahl – den Weg zum Glauben zu zeigen, ohne den es kein ewiges Heil gibt. Jesus selbst predigte nicht „bleibt stehen, wo ihr seid“, sondern: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“. Dass man sich in innerkatholischen Querelen aufreibt anstatt sich um das ewige Heil der vielen zu sorgen, zeugt von einem erschreckenden Mangel der geistlichen Vitalität der Katholiken unserer Tage.

Sie sprechen alsdann von einer „historisch doch einzigartigen Lage“? Darin möchte ich Ihnen nicht ohne Weiteres zustimmen. Zur Zeit der arianischen Krise – die Arianer glaubten nicht, dass Jesus gleichen Wesens mit Gott Vater sei – war der überwiegende Teil der Bischöfe in der östlichen Hälfte des Römischen Reiches dem Irrtum verfallen. Erst durch die Konzilien von Nicaea und Chalkedon konnte diese tödliche Bedrohung des Glaubens überwunden werden: Der Herr war und ist auch heute im Boot – auch wenn er zu schlafen scheint.

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Lesermeinungen

 Fatima 1713 3. Jänner 2018 
 

@ philip

Sie haben schon recht, die Zeiten sind stürmisch, aber letztlich müssen wir es ja doch dem Schiffseigner überlassen, wann und wie Er eingreift. Nicht entmutigen lassen, beten und vertrauen!


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 phillip 2. Jänner 2018 
 

Jesus als Schiffseigner

Ad Fatima. Bin bei Ihnen, allerdings erwarte ich mir, dass der Schiffseigner bald den völlig ungeeigneten Steuermann entlässt und das Schiff wieder auf Kurs bringt.


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 Hadrianus Antonius 2. Jänner 2018 
 

@karueb92

Natürlich reden Sie Unsinn.
Gerade erschien hier auf kath.net ein Artikel mit einer heulerigen Klafe der Chefin des Osservatore Romano betr. Fake News und falschen/reißerischen Titeln bei Predigten.
Nun :-) die Kalendersprüche v. P.Franziskus wurden gerade mit Hilfe von Mitarbeitern des Osservatore Romano ausgewählt und exra gedruckt, um die päpstliche Kasse aufzufüllen.
Insoweit liegt hier der plakative Beweis der technischen Unzulänglichkeit und der Inkonhärenz und Inkonsistenz per se vor.
Dieses Tohuwabohu paßt jedoch vollkommen zu dem großen Kontext von Schriften und Papieren früher in Cordoba und in Buenos Aires.

Für alle Kämpfer für den Glauben und die Lehre in Tradition sehr schön diese Worte:
"Die vertrauensvolle und bereitwillige Antwort auf den Ruf des Herren bewirkt immer außerordentliche Dinge".
Christliche Husaren: voran!
(Und für die Artillerie: "Feuer frei!")


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 trueman 30. Dezember 2017 

Eminenz,


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 Fatima 1713 30. Dezember 2017 
 

@ philipp

Gott sei Dank kann Jesus nicht über Bord geworfen werden. Er ist und bleibt der allmächtige Schiffseigentümer und die Pforten der Hölle können es nicht überwältigen. Es wird auch immer wenigstens ein paar Beter geben, die Ihn aufwecken, wenn der Sturm zu heftig wird!


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 Nazarene 30. Dezember 2017 
 

@bernhard_k und @ eisvogel

Ich kann es nicht mehr hören - dass Muslime den selben Gott anbeten wie wir! Ein Gott, der befiehlt Juden, Christen und Ungläubige zu töten, Frauen wie Vieh zu behandeln, dessen Lohn im Himmel für das Töten Unschuldiger 72 Jungfrauen sein soll (sprich ewige Sexorgie) - natürlich nur für die Männer etc. etc.?? Es sollte sich auch hier im Forum langsam rumgesprochen haben, dass ihr angeblicher Gott Satan ist! "All diese Reiche will ich Dir geben, wenn Du vor mir niederkniest und mich anbetest"- Wie unaussprechlich reich sind denn all deren Länder die die Terroristen unterstützen und Moscheen bauen lassen überall in Europa und Amerika?
In Jerusalem beten sie mit ihrem Hinterteil gegen den ehemaligen Tempel des einzig wahren Gottes in Richtung Mekka!


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 karued92 30. Dezember 2017 
 

@ Hadrianus Antonius

mir zu unterstellen, dass ich Unsinn plappere ist vollkommener Unsinn.
Wenn man Zitate aus dem Kontext reist uns sie zu Kalendersprüchen macht-nach dem Motto: "jeden tag ein bisschen mehr Verwirrung" weil gestern was anderes drinnen stand als heute und morgen...dann kann da was nicht stimmen. Durch sowas den Papst zu kritisieren ist lächerlich. Wenn, dann schon anhand seiner schriftlichen Statements vor allem die Enzykliken etc. alles andere ist lächerlich.
Man muss alles was der Papst sagt im "großen Kontext" lesen und die Überschrift seines Pontifikates ist eben "Deus misericordia est". Das gleiche macht man auch bei JP II und Bendikt XVI wenn sie mal was "falsch" gemacht haben und den Koran abpusseln. Aber bei PF wird jedes Wort auf die Waage gelegt. Das gleich gilt für das NT...da kann man auch nach reißerischer Aufmachung Zitate aus dem Kontext lösen und zu Kalendersprüchen machen, die sich widersprechen. Nur Benedikt kann hier Klarheit schaffen indem er PF zurechtweist.


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 Hadrianus Antonius 30. Dezember 2017 
 

Der Fels in der Brandung

Herzlichen Dank für die Veröffentlichung dieses erfrischend klares und deutliches Interview.
Der Kompass funktioniert und die Nadel zeigt den Kurs;
und für alle modernistische Adaptoren und Inventoren und Interpreten:
die Front der Lehre und das kollegiale Lehramt weicht keinen Millimeter.
@karueb: Sie plappern Unsinn.
P.Franziskus und die meiste andere Modernisten sagen überhaupt nicht "klar", was sie ändern oder nicht ändern möchten.
Sie fischen immer im Trüben und sagen nun mal so und morgen etwa anders.
Eine von mir durchgeführte sprachliche Analyse von Zitaten v. P. Franziskus aus einem von ihm/Vatikan usw. autorisiertem Kalender mit tollen Sprüchen (alles echt anti-fake :-) !) zeigt das totale Tohuwabohu.
Und wenn P.Franz. die Dubia richtig konsequent nach der Kirchlichen Lehre beantworten würde, liegt das ganze Modernisierunsprogramm in Scherben am Boden.
Adelante la fè!


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 Tadeusz 30. Dezember 2017 

Ist es nicht die Zeit...

...das Benedikt XVI die Kirche rettet?


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 Elliver 30. Dezember 2017 
 

Unverständnis

Ich habe den Eindruck, dass viele sich verunsichern lassen. Aber woher kommt diese Verunsicherung?
Wir haben eine 2000jährige Tradition, die Bibel, den KKK. Ich verstehe diese Unsicherheit nicht. Pardon!
Ich kann das wirklich nicht nachvollziehen.
Dennoch Danke für die Ausführungen insbesondere zur Ökumene.
Liebe Grüße und Gottes Segen!
Elliver


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 karued92 30. Dezember 2017 
 

Dubia cum dubiis...

ich verstehe nicht ganz den Sinn der Dubia der Kardinäle. Papst Franziskus sagt doch ganz klar-wie alle anderen Modernisten um ihn herum und aller Zeiten-dass er "die Lehre nicht ändern" will. Deshalb kann er all diese dubia "richtig" beantworten und dennoch die Praxis/Disziplin ändern, so wie er es auch macht und dadurch die Lehre nachhaltig verändern oder besser zerstören. Aus meiner Sicht kann und darf nur Papst Benedikt mit größter Sicherheit kundtun ob AL sich in Kontinuität mit seiner Lehre und der seiner Vorgänger, was Franziskus beansprucht und behauptet, befindet oder nicht. Er hat zumindest in seinem Interview Buch eine eine große Einsicht gezeigt bei der Frage nach seinen Schwächen: Ich habe zu wenig Widerstand geleistet!


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 hape 30. Dezember 2017 

Nicht diesen, sondern Barabbas!

Angesichts der Dubia erkenne ich in der Kirche nicht nur den schlafenden, sondern auch den angeklagten Herrn. Wie er ins Gesicht geschlagen wurde und darauf entgegnete: „Wenn es nicht recht war, was ich gesagt habe, dann weise es nach; wenn es aber recht war, warum schlägst du mich?“

Ich erkenne in der Kirche den leidenden Herrn. Demütig schweigend, als Pilatus das Volk Gottes fragte: „Wollt ihr also, dass ich euch den König der Juden freilasse? Da schrien sie wieder: Nicht diesen, sondern Barabbas! Barabbas aber war ein Straßenräuber.“ (Joh 18,40)

Den König der Juden oder den Barabbas. Wen würde das Volk Gottes heute wohl wählen, was würden wir heute wohl schreien? Vielleicht: nicht diesen, sondern Luther? Oder: nicht diesen, sondern das Recht auf Zweitehe?

Die Freunde hast du mir entfremdet, mich ihrem Abscheu ausgesetzt; ich bin gefangen und kann nicht heraus. Mein Auge wird trübe vor Elend. Jeden Tag, Herr, ruf ich zu dir; ich strecke nach dir meine Hände aus. (Ps 88,9f)


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 phillip 30. Dezember 2017 
 

Christus schläft im Boot!

Na dann wird es höchste Zeit, dass er aufwacht, bevor er von seinem Steuermann über Bord geworfen wird oder es am Felsen zerschellt!


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 Wynfried 29. Dezember 2017 

Ignem in terram

Wie treffend der Wappenspruch von Kardinal Brandmüller! Nomen est omen.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0a/Coat_of_arms_of_Walter_Brandmuller.svg/800px-Coat_of_arms_of_Walter_Brandmuller.svg.png


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 Stephaninus 29. Dezember 2017 
 

Kardinal Brandmüller

wagt zu sagen, was wegen Unwissenheit, Unglauben, Feigheit und Angepasstheit nicht mehr zu sagen wagen. Kardinal Brandmüller ist einen Ausnahmeerscheinung. Gottlob gibt es diese noch.

M.E. wäre Jan Hus von der Kirche viel eher zu rehabilitieren als ein Luther, denn Hus hat meines Wissens die drei Mauern, die Luther eingerissen hat,und von denen Kardinal Brandmüller spricht, respektiert.


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 st.michael 29. Dezember 2017 
 

Danke Herr Kardinal

Das ist einmal ein sauber, theologisch hergeleiteter Vortrag.
Wenn diese Einlassung des Kardinals schon zu Kopfschuetteln im Vatikan, bzw. Schimpftiraden der Vasallen von Franziskus führen, ist die Zeit reif für ein Konzil der Wahrheit, was diese ganzen Wirrköpfe entweder exkommuniziert, oder wieder zurueck zu Mutter Kirche bringt.
Die Kirche ist so tief gespalten wie nie zuvor.
Eile ist angesagt und Buße, denn lange läßt der Herr seiner nicht mehr spotten !


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 Herbstlicht 29. Dezember 2017 
 

Danke!

Kardinal Brandmüller kann uns dabei helfen, trotz der uns umgebenden Dunkelheit im Glauben vorwärtszugehen.
Er ist keiner, der sich selbst in den Mittelpunkt stellt, sondern uns auf den wahren und wirklichen Mittelpunkt, unseren Herrn, verweist.


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 carolus romanus 29. Dezember 2017 

Herzlichen Dank Eminenz

für Ihre klaren und eindeutigen Worte.
Sie geben Halt und stärken den Glauben in einer Zeit der zunehmenden Unklarheit und Verwirrung.
Im Namen vieler Gläubigen, die sich zurückgestoßen fühlen.

Saluti da casa!


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 kreuz 29. Dezember 2017 

danke Kardinal Brandmüller

"Wer mit dem Katechismus glaubt und danach lebt, ist auf dem rechten Weg. Der, freilich, führt derzeit durch Dunkel, Nebel und unwegsames Gelände."

mit dieser Feststellung (Glaubenswahrheit) geben Sie uns ein Werkzeug an die Hand, mit der wir auch eine "geistliche Sedisvakanz" überstehen können.

www.kathtube.com/player.php?id=43284


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 bernhard_k 29. Dezember 2017 
 

841 KKK

Muslime beten sicher denselben (einzigen) Gott an wie Christen und Juden, sie denken aber anders über diesen einzigen Gott.


5

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 Elija-Paul 29. Dezember 2017 
 

Danke Kardinal Brandmüller!

Gerade heute dachte ich, warum man leider nichts mehr von Kardinal Burke hört! Ich vermisse sein Wort! Da war es eine Trost von seinem mutigen Mitstreiter zu hören, daß die Richtung immer noch stimmt! Bitte Ihr übriggebliebenen Dubiakardinäle: Laßt nicht locker! Auch wenn der Herr im Boot zu schlafen scheint, müssen wir den heiligen Glauben verteidgen und ihn nicht den Verwirrern überlassen. Der Herr wird dann zur gegebenen Zeit eingreifen. Traurig nur, daß es so wenig Mitstreiter gibt. Kardinal Müller hätte sich noch als Glaubenspräfekt auf die Seite der Wahrheit stellen müssen und nicht die Augen davor verschließen, daß der Papst selbst Verwirrung bringt! Man muß dies aussprechen, auch wenn es weh tut. Nur die Wahrheit macht frei! Vielleicht will der Herr, daß seine Kirche selbst sich gegen die glaubensfremde Unterwanderung wehrt und so bewährt! Wir dürfen uns nicht an den Irrtum gewöhnen und relativieren!


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 Tonia 29. Dezember 2017 
 

Verwirrt

Ich schätze Kardinal Brandmüller sehr, desweiteren möchte ich rechgläubig sein, darum würde es mich sehr interessieren ob die Aussage des Kardinals:" Was immer diesem (Katechismus der Katholischen Kirche) widerspricht – gleich, von wem der Widerspruch kommt –, ist nicht katholische Wahrheit" auch für Nr 841 des KKK gilt wo gesagt wird, dass die Muslime mit uns den einzigen Gott anbeten?


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 Zeitzeuge 29. Dezember 2017 
 

Die Antworten auf die Dubia, wie sie in dem Interview

von Eminenz Brandmüller gegeben werden, stellen ohne Umschweife, eindeutig und glasklar unaufgebbare, fundamental-moraltheologische Grundfragen in das helle Licht der Wahrheit und entsprechen voll und ganz der genuinen, katholischen Lehrüberlieferung!

Es hätten noch viel mehr Kardinäle und Bischöfe die Dubia-Anfrage unterschreiben müssen, aus Liebe zur Wahrheit!

Warum dieses nicht geschah und vor allem, warum bis heute keine klare, unzweideutige Antwort gegeben wurde, läßt nichts Gutes ahnen, leider!

Im übrigen bin ich der Meinung, daß im deutschen Sprachraum mind. 90% der "Staatsuni-Theologen/innen" diese Dubia n i c h t nicht im Sinne der überlieferten kath. Doktrin beantworten würden, wenn sie ehrlich wären, ruhmreiche Ausnahmen bestätigten dann leider nur die Regel der Lehrabweichung!

Leider, so befürchte ich, würde auch der größte Teil der deutschspr. Priester und natürlich der Religionslehrer/innen nicht lehrgenau antworten!

Allein den Betern kann es noch gelingen!


41

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  29. Dezember 2017 
 

Eine außerordentlich gute Darstellung

durch Kardinal Brandmüller.
Ich fürchte nur,man wird sie nicht verstehen WOLLEN
denn das Wollen der heutigen Zeit ist
mehr Körperlich (Voluptas) statt geistig
(Voluntas).Also lasst uns umm die rechte
Einsicht beten!


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