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Neue Einheitsübersetzung eliminiert Adam in der Schöpfungsgeschichte

11. Dezember 2017 in Aktuelles, 37 Lesermeinungen
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Weitere Kritik an der neuen Einheitsübersetzung - Niklaus Herzog: „Das ist Gendergaga hoch zwei!“


Rom (kath.net)
Die neue deutschsprachige Einheitsübersetzung der Bibel steht immer mehr in der Kritik. Jetzt wurde bekannt, dass in der Übersetzung, die als offizielle Übersetzung für den deutschen Sprachraum gedacht ist, in der Schöpfungsgeschichte auch „Adam“ gestrichen wurde. Dies berichtet die Schweizer Zeitung „Blick“.


Laut der Zeitung heißt es in der Bibelübersetzung jetzt beispielsweise, dass Gott nicht mehr nach Adam ruft, sondern nach dem Menschen. „Blick“ schreibt dazu: „Aus dem Mann ist der geschlechtsneutrale Mensch geworden.“ „Das ist ein unheiliger Angriff auf die Heilige Schrift. Das ist Gendergaga hoch zwei!“, erklärt Niklaus Herzog, der ehemaliger Präsident der Zürcher Ethikkommission und Mitglied des kirchlichen Gerichtes der Schweizer Bischofskonferenz.

In der Schweiz ist man über diese Entwicklung offensichtlich sogar bei den Bischöfen überrascht, keiner wollte dazu Stellung nehmen.

Nur Bischof Huonder von Chur wollte sich gegenüber der Zeitung äußern und erklärt: „Auch Bischof Vitus Huonder ist überrascht. Er wusste nichts vom Verschwinden Adams.“

Besonders brisant: In der Luther-Bibel bleibt der Adam weiterhin drin. In der deutschsprachigen Einheitsübersetzung wurde von den Verfassern jetzt auch eine „Apostolin“ untergejubelt.


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Lesermeinungen

 Montfort 13. Dezember 2017 

Nun hat wohl auch die Frage Gottes an Adam eine neue Bedeutung dazubekommen:

"Wo bist du?" (Gen 3,9)

;-)


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 SCHLEGL 13. Dezember 2017 
 

@christine.mm

Was sie oben über MANN und FRAU geschrieben haben ist falsch!
ADAM heißt MENSCH; ADAMA heißt ACKERBODEN! Der Mann heißt auf Hebräisch ISCH, Die Frau heißt auf Hebräisch ISCHA, das ist die weibliche Form dazu, also eigentlich " MÄNNIN".
Solche Sachen müssen bitte schon ganz genau sein, sonst kommen die guten Leute noch mehr durcheinander!Msgr. Franz Schlegl


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 landpfarrer 13. Dezember 2017 
 

@Alpenglühen

die portugiesische "offensas" und die italienische Version hat"debiti" - immer Plural. Es ist die deutsche Version die hier sich absetzt mit ihrem Singular allerdings wurde diese Version schon lange vor der Liturgiereform so im deutschen Sprachgebiet verwendet und diese wird ja nicht geändert.


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 christine.klara.mm 13. Dezember 2017 
 

ff Korrektur meines letzten Satzes

....die diesen Bund n i c h t auf bedondere Weise rituell beglaubigte.

Ich muß leider sagen,daß ich nicht verstehe wieso es so leicht möglich ist Menschen derart in Rage zu bringen wenn es um eine weitere Herausgabe der Heiligen Schrift geht.Ich bin eigentlich dankbar dafür,denn die frühere Einheitsübersetzung wurde von Anfang an dafür kritisiert,daß manche Wortwahl den tieferen Sinn der Originalsprache verflachte.Selbst Martin Buber, wortgewaltig im Deutschen wie im Hebräischen,als Jude,war oft nicht fähig,wie er im Vorwort seiner AT-Übersetzung beklagt,ein im vollsten Sinne gleichwertiges deutsches Wort für das hebräische zu finden.Er kritisierte Luther,dessen Übersetzung er im großen und ganzen sehr gut fand,ich glaube, sechs unterschiedliche Worte auf Deutsch immer nur mit Zorn übersetzt zu haben, was das Gottesbild empfindlich veränderte.Denn Erregung,oder Eifer, sind niemals der vernichtende Zorn.
Wir sollten trotz allem die Bibel mit Andacht lesen. Wer s u c h t der findet


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 christine.mm 13. Dezember 2017 
 

@Faustyna-Maria

Sie brauchen sich nicht zu kränken, denn die Übersetzung des Hebräischen "ADAM" bedeutet "Erdling" "von der Erde genommen" und im Hebräischen mit einem Artikel versehen (frühere Posts haben das hier geduldig erklärt)
Menschheit,Mensch. Erst ohne Artikel wird Adam zum Eigennamen. Und von ihm genommen im Deutschen "Frau" ist im Hebräischen dem "Adam" fast gleich und ist "Adama". Würde es im Deutschen "Männin" heißen, bei der jetzigen Modebeleidigtheit wäre die Welt bereits vor Genderzorn explodiert.
Und "Eva" heißt im Hebräischen "Leben". "Denn sie wurde die Mutter aller Lebenden" wird in der Genesis für alle, die sie auch lesen, gütiger Weise erklärt.
Schließlich bedeutet "erkennen" im Zusammenhang mit Mann und Frau das geschlechtliche Zusammenkommen der beiden. Die Naturehe. Sie ist so bedeutsam, daß es mit Sicherheit keine ernsthafte Religion auf Erden gab und gibt die diesen Bund auf besondere Weise rituell beglaubigte, die daraus erwachsenden Kinder immer als Gottes Segen erhofft.


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 Faustyna-Maria 12. Dezember 2017 
 

Adam - Mensch - Mann, Eva - ...?... - Frau

"Der Mensch erkannte Eva, seine Frau; sie wurde schwanger und gebar Kain"

Aha, der "Mensch" erkannte Eva, ... ist denn Eva kein MENSCH?
Wie lange hat es in der westlichen Welt gedauert, dass Frauen nicht mehr Mündel, Besitz, des Mannes sind ... und jetzt so eine Übersetzung.

Warum heißt es dann nicht konsequenterweise: "Der Mensch erkannte die Leben Schenkende, seine Frau; sie wurde schwanger und gebar Kain"?
Im Sinne des modernen Verständnisses des Wortes "Mensch" ist diese Übersetzung wahrlich nicht gut gewählt.


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 kleines Lichtlein 12. Dezember 2017 
 

Gen 2,7
„ Da bildete der Herr Gott den Menschen aus Staub vom Erdboden und blies ihm Lebensodem in die Nase. So ward der Mensch zu einem Lebewesen. „

Erst ab Gen 3,17 wird der Name Adam genannt :
„ Und zu Adam sprach ER : Weil du auf deines Weibes Stimme hast gehört und von dem Baum gegessen hast, wovon ich dir geboten: ... „

Aus : Die heilige Schrift … , Matthias – Grünewald - Verlag Mainz , 1934


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 jaeger 12. Dezember 2017 
 

@Schlegl

Ich muss mich schon fragen, wie man meinem Kommentar allen Ernstes entnehmen möchte, dass ich das Buch Genesis als historisch-exakten Bericht verstünde. In meinem zugegebenermaßen ironisch zugespitzten Kommentar versuche ich deutlich zu machen, dass eine Übersetzung die Eigenlogik eines Textes nicht durch sprach- und geschlechtsideologische Vorbedingungen, die dem Text aus einer ahistorischen Perspektive übergestülpt werden, entstellen sollte. Andernfalls entstehen sprachliche Peinlichkeiten wie der von mir genannten Beispielsatz, die in einem Text jeglicher Art nur noch lächerlich sind. Der Beispielsatz ist übrigens Gen 4,1 entnommen, also weit nach der Benennung der Tiere, so dass nach Ihren Ausführungen auch die Septuaginta an dieser Stelle schon von Adam spricht, wie alle anderen Übersetzungen auch. Ihre wenig subtil konstruierten Unterstellungen, um den Vorwurf des Biblizismus und des Sektierertums erheben zu können, sind daher bei mir fehl am Platz.


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 SCHLEGL 12. Dezember 2017 
 

@Jaeger

Wenn Sie die ersten 11 Kapitel der Genesis WÖRTLICH, als HISTORIE sehen, dann bekommen Sie Schwierigkeiten. In Genesis 1,1-2,4a wird am 6. Tag der Mensch als Mann und Frau geschaffen.
Im älteren Schöpfungstext Genesis 2,4b-25 ist die besagte Stelle.
Die griechische Übersetzung (Septuaginta),200 Jahre vor Christus erstellt,schreibt hier eindeutig ANTHROPOS und nicht Adam,also der MENSCH.Erst als der Mensch die Tiere benennt, schreibt auch der griechische Text ADAM.
Haben Sie sich die Frage gestellt,wo der überlebende Sohn von Adam und Eva, Set, eine Frau herbekam? Oder Kain dessen Sippe nicht ausgestorben ist?
Ein Biblizismus wäre hier sektiererisch.Msgr. Franz Schlegl


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 jaeger 12. Dezember 2017 
 

Mensch - Mann - Adam, oder was? Und Eva, seine Frau?

Wenn man - Entschuldigung - mensch sich durch das Buch Genesis in der neuen Übersetzung quält, werden die sprach- und geschlechtsideologischen Verrenkungen sehr mühsam, um nicht zu sagen peinlich. Beispiel: "Der Mensch erkannte Eva, seine Frau; sie wurde schwanger und gebar Kain" Was soll man dazu nur sagen? "Mensch Adam, bist Du etwa - horribile dictu - gar ein Mann, oder was?" Ich freue mich schon auf die Irritationen der männlichen Menschen - so wohl die korrekte Diktion nach den Autoren der EÜ -, die sich des Namens Adam erfreuen, wenn Sie bei den Lesungen im Kirchenjahr feststellen werden, dass ihr Namenspatron aus den ersten Kapiteln des Buches Genesis entfernt wurde... Und für alle, die damit kommen, dass Adam ja auf hebräisch Mensch heißt, also kein Mann des Namens Adam gemeint sei, möchte ich antworten, dass der Autor dieses Kommentars und Träger des Namens Jäger ein Mensch und Mann ist, der nicht einmal zur Jagd geht!...


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 Alpenglühen 12. Dezember 2017 

Erst hatte ich Interesse, aber mit dem Lesen von Art. 56796 ist mir das vergangen.

Lt. Bf. em Wanke handle es sich bei der neuen Einheitsübersetzung um eine "moderate Revision", die die frühere, 30 Jahre alte Fassung "weithin bewahrt" habe. Nur was ist „moderat“? Lt. KBW, Hrn. Theobald, enthält die neue Übersetzung in fast jedem! Absatz Änderungen.
Ich habe nichts gegen Übersetzungen, die näher am Original sind. Wenn man es dabei belassen hätte. Stattdessen verfälschen die eingearbeiteten „neuen wissenschaftl. Erkenntnisse“ den Inhalt teilweise total. Zusätzl.„Wunder“ wurden zu „Machttaten“; im Vaterunser wurde „vergib uns unsere Schuld“ zu „erlaß uns unsere Schulden“! Zitat aus einem Vortrag „Bete ich zu Gott! od. verhandle ich mit einem Bank-Angestellten?“ U. diese Verfälschungen sind auch noch rechtsverbindlich.
Anstelle der neuen Einheitsübersetzung kaufte ich mir 10/2016 zu meiner Pattloch-Bibel, Imprimatur 11/1962, 21. Auflage v. 1971, der Einheitsübersetzung von 1980 u. zur The New English Bible, 24. Auflage v. 1995 noch die Herder Bibel, Imprimatur 08/1965.


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 Nadal 12. Dezember 2017 

Apostelin

Röm 16,7: "Grüßt Andronikus und Junia, die zu meinem Volk gehören und mit mir zusammen im Gefängnis waren; sie ragen heraus unter den Aposteln und haben sich schon vor mir zu Christus bekannt."
Dazu zwei Anmerkungen:
1. Paulus nennnt alle Missionare "Apostel", das hat mit den 12 nichts zu tun.
2. Dass es sich dabei um eine Frau Namens Junia handelt, war bis ins 13. Jahrhundert unbestritten und wird in der Orthodoxen Kirche bis heute so verstanden. Erst im 13. Jh. machte man daraus einen (männlichen) Junias - wobei es diesen Namen in der Antike nicht gab, eine weibliche Junia allerdings durchaus.
Den Beweis liefert aber der hl. Johannes Chrysostomus, der zu dieser Stelle schreibt: "Ein Apostel zu sein ist etwas Großes. Aber berühmt unter den Aposteln – bedenke, welch großes Lob das ist. Wie groß muß die Weisheit dieser Frau gewesen sein, daß sie für den Titel Apostel würdig befunden wurde."


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 SCHLEGL 12. Dezember 2017 
 

@Bartolomeo

TEXT der Septuaginta Genesis 2,7:
7καὶ ἔπλασεν ὁ θεὸς τὸν ἄνθρωπον χοῦν ἀπὸ τῆς γῆς ..
Dort steht eindeutig ANTROPOS und nicht ADAM!
Es geht um die Erschaffung des MENSCHEN, womit eigentlich die vorliegende Übersetzung gerechtfertigt wäre. Schon zurzeit von Papst Pius XII wurde darüber gesprochen, dass ADAM als corporativ personality verstanden werden könnte.Msgr.Franz Schlegl


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 lesa 12. Dezember 2017 

Scheibchenweise

@Christine mm. "Man soll" aber auch nicht vorschnell jene verurteilen, die sich gegen die Verflachung im Sinne des Genderismus wenden. (Es könnte sein, dass welche unter ihnen auch hebräisch gelernt haben.)Es geht um das WORT GOTTES! Warum haben alle anderen früheren Übersetzer und die lutherische Übersetzung mit "Adam" übersetzt? Hatten sie mehr Gepür für den Gesamtzusammenhang der Offenbarung? Diese spielt immer auch eine Rolle, nicht nur das grammatikalische Zerpflücken. Hier ist aber nicht der Ort, um das inhaltlich auszuführen.
Sprachliche Änderungen sind nun einmal nicht ohne Folgen für das Denken. Das geht "schebchenweise".


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 christine.mm 12. Dezember 2017 
 

Herderbibel 1965, Bibel 2016, Übersetzung Martin Buber

Vor dem Sündenfall kommt in allen drei Übersetzungen "Adam" nicht vor. Immer nur Mensch. Mann und Frau in Bibel 1965, männlich und weiblich in Bibel 2016 und M.Buber.
Ab dem Sündenfall der zweiten Schöpfungsgeschichte wird in Bibel 1965 ,Gen.3,9 aus Mensch Adam, in Bibel 2016, Gen.4,25 aus Mensch Adam, und bei M.Buber Mensch zum letzten Mal Gen.3,20 und Adam zum ersten Mal Gen.3,17. Ab 3,20 nur mehr Adam.
@Triceratops erklärt das mit dem Hebräischen Unterschied der Bedeutung als "Mensch aus Erde gemacht" und als Eigenname in einer Anrede. Ein Eigenname, der eigentlich eine Beschreibung ist, dient ja der Anrede, so denke ich.
Jedenfalls macht auch die 1965er Übersetzung diese Entwicklung von Beschreibung zum Eigennamen mit.
In allen drei Übersetzungen findet sich sowohl "Mensch" wie auch "Adam".
Also beabsichtigte Nebelgranate um Streit zu säen.
Ein Gutes hat das jedoch, obwohl mit Sicherheit nicht beabsichtigt. Ich jedenfalls hänge mich noch mehr hinein um nicht übertölpelt zu werden.


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 Bartolomeo 12. Dezember 2017 

Textüberprüfung 2

Die Vulgata vollzog den Wechsel der Übersetzung des Wortes "ha-adam" von "homo" (Mensch) zu "Adam" noch früher, nämlich bereits in Gen 2:19. Der hl. Hieronymus war wohl der Meinung, wenn Adam den Tieren ihre Namen verlieh, müsse er selbst zuvor einen Eigennamen erhalten haben. Eine nachvollziehbare Überlegung, aber eben nicht vom Text gedeckt.
Hat jemand hier in diesem Kreise eine Septuaginta-Ausgabe und kann uns berichten, wie das in der griechischen Übersetzung gehandhabt wurde?


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 dalet 11. Dezember 2017 

Bischof

Bischof heißt doch Aufseher.
Manchmal fragt man sich wirklich, worüber die Bischöfe die Aufsicht führen, wenn sie von solchen Entwicklungen überrascht werden.


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 Bartolomeo 11. Dezember 2017 

Textüberprüfung

Triceratops hat recht: Adam ohne Artikel, also als Eigenname, steht im hebräischen Text erst ab Gen 4:25. Die Entscheidung der alten Einheitsübersetzung, das Wort "ha-adam" mit Artikel, das sie bis dahin korrekt als "der Mensch" übersetzte, ab Gen 2:25 als "Adam" wiederzugeben, war willkürlich. Der neuen Einheitsübersetzung darf man daher an dieser Stelle keine ideologischen Absichten unterstellen, sie ist einfach genauer und konsequenter.


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 Kleine Blume 11. Dezember 2017 
 

@lesa @Micha1984

Vielen Dank für Ihre Antworten auf meine Frage! :-)


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 123 11. Dezember 2017 
 

„Bevor man nicht selber den Bibeltext gelesen hat sollte man nicht fremden Schimpfereinen und

Verdammungen blind ebenfalls schimpfend nachfolgen.
Halbwahheiten sind Lügen!!!“
(Zitat von @christine.mm)

Ein wahres Wort.

Zu wünschen ist, dass die Papst-Kritiker dieses sich zu eigen machen.


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 elisabetta 11. Dezember 2017 
 

Päpstliche Kritik

Papst Franziskus möge sich weniger um die beinahe 2000 Jahre alte und stets gültige Vaterunser-Bitte sorgen machen, vielmehr wäre sein Einschreiten gegen die deutschsprachige Neufassung der Bibel notwendig. Aber offensichtlich gibt es da in seinen Augen nichts zu kritisieren, Hauptsache, sie entspricht dem Zeitgeist.


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 Einsiedlerin 11. Dezember 2017 
 

Übersetzung

Herzlichen Dank @Triceratops und @christine.klara.mm! Jetzt war ich schon verunsichert, aber so wie ich beim Wildraufloslesen mit einigen anderen Übersetzungen verglichen habe, finde ich die neue EÜ wirklich besser.


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 Triceratops 11. Dezember 2017 
 

@christine.mm

Zur Ergänzung (und Wiederholung von etwas, was ich vorhin schon geschrieben habe):
Ja, viele hebräische Namen haben eine Bedeutung. Aber der springende Punkt ist dieser: Wenn ein Artikel (ha-) davorsteht, wie bei ha-adam, dann ist es eben KEIN Name, sondern eine Gattungsbezeichnung. Im speziellen Fall ist dann tatsächlich kein Mann namens "Adam" gemeint, sondern "die Menschheit". Und genau dieser Punkt wurde in der Neuübersetzung berücksichtigt: Von "Adam" ist erst von da an die Rede, wo der Artikel dauerhaft fehlt (ab Gen 4,25), nur vorher steht da "der Mensch". Ein Blick in die neue Übersetzung macht sicher: Dass Adam aus der neuen Übersetzung "eliminiert" worden ist, ist schlicht und einfach nicht wahr. Sie haben also vollkommen recht: Erst den Text lesen, und sich erst danach äußern.


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 christine.mm 11. Dezember 2017 
 

Adam=Erdling, Mensch Eva=Leben, Mutter der Lebenden

Die Namen in der Heiligen Schrift können immer übersetzt werden, denn sie haben Bedeutung. Leider geschieht das zu selten. Israel = Gottesstreiter,
Abel = Hauch, Isaak = Er lacht, Jakob= Fersenhalter, Betrüger, Immanuel= Gott mit uns, Hosanna= Rette doch!,
Halleluja= Preist den Herrn, Sara=Fürstin, Salomo= sein Frieden, Michael= Wer ist wie Gott?,
Eine Übersetzung die statt Adam die Übersetzung Mensch wählt ist deswegen KEINE "BibelVerheizung" wie geradezu vernichtend gepostet wird.
Ich kann nicht Hebräisch, leider, so kann ich auch nicht das Wortspiel zwischen "Adam" und "Adama" = Mensch und Menschin oder Mann und Männin verstehen :Gen. 2,23 ,...Frau soll sie genannt werden; denn vom Mann ist sie genommen. Im Deutschen funktioniert dieses Wortspiel wie im Hebräischen nicht. Und es gäbe viele andere Stellen auch.
Bevor man nicht selber den Bibeltext gelesen hat sollte man nicht fremden Schimpfereinen und Verdammungen blind ebenfalls schimpfend nachfolgen.
Halbwahheiten sind Lügen!!!


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 christine.klara.mm 11. Dezember 2017 
 

Adam= hebr. Erdling, Mensch Eva=Mutter der Lebendigen, Leben

Gen.3,20: Der Mensch(unübersetzt hebr.Adam)gab seiner Frau den Namen Eva, Leben,denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.
Gen.1,27:Gott erschuf den Menschen als Sein Bild.Als Bild Gottes erschuf er ihn.Männlich und weiblich erschuf er sie.
Wie leicht lassen sich so viele durch einen mit Absicht veröffentlichten Artikel aufscheuchen.Kauft lieber diese neue Bibelherausgabe,dem Urtext näher, bevor ihr fremden Wortgerüchten blind und schimpfend nachgeifert.Nicht mit eigenen Augen überprüft aber hinterherlaufen...
Ich kann mich erinnern,daß selbst in meiner Pfarrkirche eine Unterschriftensammlung erfolgte über ein Textbuch von Thomas Bernhard.Dabei war mit Absicht der gesamte Text vor der Premiere vom Autor mit Veröffentlichungsverbot belegt gewesen. Also,außer falscher Gerüchte mit viel Getöse hatte noch keiner,außer den Schauspielern,Kenntnis vom Text.Auf meine Frage an eine Freundin ob sie das Textbuch bereits gelesen habe,verneinte sie.Also,meine Lieben,lest zuerst dann äußert euch!!


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 Micha1984 11. Dezember 2017 

@Kleine Blume

Unter
https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose1
können Sie sich jederzeit selbst über die neue Einheitsübersetzung informieren.


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 Triceratops 11. Dezember 2017 
 

Einige Erklärungen zum Hebräischen:

Das hebräische Wort „Adam“ bedeutet „Menschheit“, „Mensch an sich“ in einer kollektiven Bedeutung. (Der einzelne Mensch ist ben-adam = Sohn des Menschen. Analoges gibt es in vielen anderen Fällen, z.B. baqar= „Rindheit“, ben-baqar=einzelnes Rind)
Eine eiserne Grammatikregel ist, dass bei Eigennamen niemals ein Artikel steht. Zu Beginn von Genesis ist aber (mit einer Ausnahme, Gen 1,26 – „Lasst uns Menschen machen“) immer der Artikel dabei („ha-adam“). Es kann sich also hier um keinen Namen handeln, sondern es ist „die Menschheit“ gemeint, soll heißen, nicht einmal ein einzelnes Individuum, sondern eben die „Menschheit“ als solche. Das heißt, die Übersetzung "Gott, der HERR, rief nach dem Menschen" ist korrekt (abgesehen von der Singularform, "nach den Menschen" wäre noch besser gewesen). Erst ab Gen 4,25 wird der Artikel „-ha“ weggelassen, und ab da steht sowieso auch in der neuen Übersetzung „Adam“.
Wie man in diese Übersetzung ein "Gendergaga" hineindichten kann, ist
mir ein Rätsel.


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 lakota 11. Dezember 2017 
 

@Magdalena77

Ich habe vor 40 Jahren eine Pattloch-Bibel von meiner Oma geerbt, erschienen 1962. Inzwischen habe ich mir noch eine gekauft die 1994 erschienen ist. Wie Sie bin ich SEHR froh darüber diese Ausgabe zu besitzen!


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 lesa 11. Dezember 2017 

Kleine Blume: Zu Ihrer Frag: Es steht würtlich dort: "als männlich und weiblich schuf er sie" (Gen 1, 27) In der vorherigen EÜ. "Als Mann und Frau schuf er sie."
qchris: "Genügend Leute in den Ordinariaten". Es ist zu hoffen, dass diesen allen (kann nicht beurteilen bei wie vielen es nicht der Fall ist) aufgeht, was GENDER bedeutet. Dem Gleichberechtigungsanliegen ist damit nicht gedient, ganz im Gegenteil.


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 Magdalena77 11. Dezember 2017 

Pattloch-Bibel

Vor fast drei Jahren habe ich die letzten verfügbaren Exemplare der Pattloch-Bibel für meine Kinder zur Erstkommunion gekauft. Nun gibt es diese Übersetzung kaum noch irgendwo zu kaufen und ich hüte diese wunderbaren Bibeln wie einen kostbaren Schatz, lese auch sehr gern darin. Als Übersetzerin ist mir schon mehrmals aufgefallen, wie sehr sich an vielen Stellen die bisherige deutsche Einheitsübersetzung von der offiziellen (also auch für die Liturgie verwendeten) polnischen Übersetzung unterscheidet. Als ich in der Pattloch nachschlug, war dort der Wortlaut der polnischen Übersetzung viel ähnlicher und ich konnte Bibelzitate aus dem Polnischen bei Übersetzungen viel stimmiger wiedergeben. Bei dem, was man von der neuen Einheitsübersetzung so hört, wird man wohl in Zukunft noch mehr Probleme dabei bekommen, Bibelzitate überhaupt wiederzuerkennen.


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 Bengsch 11. Dezember 2017 
 

Prozess

Was kann aus dem deutschsprachigen Raum anderes kommen?Wir sollten in keiner Illusion leben;im deutschsprachigen Raum,aber auch in etlichen Ländern Europas läuft ein Prozess(und Papst Franziskus möchte auch gern Prozesse anstoßen)der Zerstörung der katholischen Lehre ab.Prozessschritte:Hässlichkeiten in Kirchen damit keiner mehr kommt;3 Lesejahre damit kein Wiedererkennungseffekt da ist und keiner mehr verdrehte Texte erkennt;möglichst nur neue ökumenische Gitarren-Lieder in der Liturgie damit keiner mehr mitsingt;neue Versionen vom Gottes"lob" ohne Kreuz mit Strichmännchen ein Test,was die Kirchgänger noch alles kaufen; Schaffung von anonymen"pastoralen Räumen"damit niemand sich mehr heimisch fühlt und keine Beziehung mehr zu den wechselnden Priestern aufbauen kann;Beichtzeiten von 1/2 Stunde zu denen Priester 10 Minuten zu spät kommen damit die Beichten-wollenden möglichst bereits gegangen sind;das Herrengebet,die Bibel ändern. Menschen sollen nicht mehr zu Christus geführt werden.


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 Kleine Blume 11. Dezember 2017 
 

"[...] Als Mann und Frau schuf er sie." (Gen 1,27) [alte EÜ]

Weiß irgendjemand, ob die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau in Gen 1,27 in der neuen deutschsprachigen Einheitsübersetzung erhalten geblieben ist?


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 Chris2 11. Dezember 2017 
 

Na ja, wenn selbst in der Liturgie

gravierende (und immer in die selbe Richtung gehende) Übersetzungs"fehler" vorkommen, muss man sich nicht wundern. Warum lässt man so etwas nicht prüfen? Die Ordinariate platzen doch nur so vor Personal?


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 Gandalf 11. Dezember 2017 

Ich kann nur den Tipp geben!

Alte Herderübersetzung verwenden, nicht die Einheizübersetzung ;-)


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 KurtK 11. Dezember 2017 
 

...erst jetzt wurde bekannt...

Das finde ich seltsam: die neue Übersetzung ist bereits vor einem Jahr erschienen und nicht besonders klammheimlich, sondern mit relativ grosser medialer Präsenz.
Man kann zur Übersetzung vieles sagen - aber wenn Bischof Huonder überrascht ist vom "Verschwinden Adams" heisst das ja wohl vor allem, dass er und auch Herr Herzog und einige andere, die sich jetzt echauffieren, die neu übersetzte (nicht "neue"!!) Bibel noch nie aufgeschlagen haben.
"Adam" ist nicht "verschwunden". "Adam" heisst hebräisch "Mensch" und als solcher ist er selbstverständlich noch vorhanden, an einigen Stellen auch weiterhin als Eigenname. Die Lutherbibel hat beim Neu-Übersetzen einfach eine andere Entscheidung getroffen.
Vor Aufregung ein wenig Verstand einschalten... Und der "Blick" ist nun wirklich nicht theologisch massgebend.


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  11. Dezember 2017 
 

Adam

ist ein Geschöpf Gottes,aus Erde geformt
und geheiligt!
Diese Bücher müssen korrigiert werden.
Eine Apostolin ist mir unbekannt !


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 lesa 11. Dezember 2017 

Weg mit dem üblen Schinken

Gandalf hat vor einiger Zeit richtig formuliert: EinHEIZübersetzung. Mag sie auch ansonsten Vorteile haben, wie näher dem Urtext etc. Eine Bibel, die mit ideologischem Gift durchsetzt ist auf die Glaubigen loszulassen ist völlig unverantwortlich. Weg mit dem üblen Schinken! Ich verstehe nicht, dass man so etwas nicht sofort angeht. "Wächter, wie lang ist die Nacht!" Wie will man den "kleinen Rest von Christen in unseren Breiten denn heranziehen? Gender-Christen, deren Denken nihilistisch verseucht ist und keine Hirte hat sie davor bewahrt?


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