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Deutschland ist „mehr oder weniger“ eine Heidenrepublik

5. Dezember 2017 in Deutschland, 18 Lesermeinungen
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Jüdischer Historiker Wolffsohn kritisiert Repräsentanten der evangelischen und katholischen Kirche: man müsse sie daran erinnern, dass Politiker „auf der Politik-Klaviatur besser spielen können als sie“


Ravensburg (kath.net) Deutschland ist „mehr oder weniger“ eine Heidenrepublik. Im Land herrscht religiöse Ahnungslosigkeit. Dies meint der jüdische Historiker Prof. Michael Wolffsohn (Foto) in der „Schwäbischen Zeitung“. Dies berichtet die Evangelische Nachrichtenagentur „idea“. Laut Wolffsohn sei das Christentum „weitgehend zur Folklore verkümmert“. Nur noch eine Minderheit der Christen wisse, warum Weihnachten, Ostern und Pfingsten gefeiert werden. Die Mehrheit der Deutschen sei religiös „eher analphabetisch“. Zugleich nehme die Zahl der Muslime in Deutschland zu. Deren Mehrheit sei „gläubig bis tiefgläubig“. Christen, die ihre eigene Religion nicht kennen, könnten mit ihnen keinen interreligiösen Dialog führen.

Kritik übt Wolffsohn an Repräsentanten der evangelischen und katholischen Kirche, weil diese oft vergäßen, dass „Politik Opium für die Religion ist“. Wolffsohn erklärt wörtlich: „Sie müssen höllisch aufpassen, dass sie den Himmel nicht aus den Augen verlieren.“ Man müsse Kirchenvertreter daran erinnern, dass Politiker „auf der Politik-Klaviatur besser spielen können als sie“.

Laut Wolffsohn sei besonders die EKD „nicht selten wie der verlängerte rot-grüne Arm“. Wolffsohn lebt seit 1966 in Deutschland und wurde 1982 von der Universität der Bundeswehr in München zum Professor für Neuere Geschichte berufen. Er wurde 1947 in Tel Aviv in eine jüdische Familie geboren, der noch 1939 die Flucht aus Deutschland gelungen war.

Foto Wolffsohn © http://www.wolffsohn.de



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Lesermeinungen

 Archangelus 10. Dezember 2017 

Beten wir immer mehr zum Herrn um den rechten Weg

ER möge uns retten,stärken,schützen,lei-
ten und heiligen. Amen!


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 f12 10. Dezember 2017 
 

Wir haben einen Papst der offen die traditions orientierte Katholiken mit islamischen Fundamentalisten vergleicht.
Papst f. hat selbst kaum Interesse an liturgischen Fragestellungen.Dieser Papst nimmt nicht an der eucharistischen Prozession zum Hochfest des Leibes und Blutes unseres Herrn Jesus Christus teil. Papst f. setzt sich für verfolgte Muslime in Miyanmar ein leugnet jedoch dass es auf dieser Welt Christenverfolgung gibt. Alle Religionen sind das gleiche. Das sagt Papst F.


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 Hadrianus Antonius 9. Dezember 2017 
 

@Konrad Georg

"Die Hälfte der Meßbesucher (ca.50% NVDR) in sechs Jahren":
in Nordbelgien schafften Kard. Suenens und die Bischöfe es, den Meßbesuch sofort um mehr als die Hälfte zu reduzieren durch "das Mandement der belgischen Bischöfe" vom 13. Mai 1966.
(Ausführlich besprochen auf katholischen Informationssites in Deutschland, Belgien und den USA.
(Inzwischen gefallen auf 1 bis 2 %;
ziemlich parallel geht damit die Verbröselung und Verdünstung der links-pseudomodernistischen Christdemokraten, französischsprachig als "Humanisten" firmierend (ohne christlich) (inzwischen Splitterpartei) und niedrländischsprachig total zurückgefallen (14%) hinter den wirtschaftsrechtsliberalen Flämischnationalen mit alter treukonservativen katholischen Tradition (früher: "Christlich Flämische Volksunion").


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 Konrad Georg 6. Dezember 2017 
 

Neue "Wahrheiten"

sind für Glaubensgemeinschaften tödlich gefährlich. Als nach dem Konzil viele neue Wahrheiten verkündet wurden, besannen sich die Kirchgänger: Hoppala, in der Kirche bewegt sich was. Nichts mehr unumstößlich? Ja, dann kann man am Sonntag auch einmal ausschlafen.
So halbierte sich innerhalb 6 Jahren die Zahl der Messbesucher. So beginnt der Niedergang.


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 ThomasR 5. Dezember 2017 
 

@Fink

Die Hauptursache des von Ihnen beschriebenen Wandels liegt vermutlich in der Änderung der liturgischen Zelebrationsrichtung auf "cum Populo", die höchstwahrscheinlich der liturgischen Abwendung vom Gott gleizustellen ist


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 myschkin 5. Dezember 2017 
 

Ich bin der Ansicht,

dass unter Muslimen höchstes Nichtwissen um die eigene Religion der eigentliche Skandal ist. Bei angemessenem Wissen wäre die Taufe eine viel geübte Entscheidung vieler in Europa lebender Muslime. Insofern schenken sich die getauften und die nichtgetauften Mitglieder der europäischen Gesellschaft in ihrer Unbildung nur wenig, die Juden aufgrund ihrer religiösen und sonstigen Bildung ausgenommen.

Gleichwohl hat der Herr Wolffsohn recht. Es ist der Kulturverfall in Deutschland erschreckend, nicht nur bezüglich des Christentums, ebenso bezüglich aller abendländischen Kulturerscheinungen unseres Kontinents, die Standards der Aufklärung und der Vernunft inbegriffen. Papst Benedikt hat zu alldem und dazu, wie eine Umkehr auszusehen hat, das Nötige gesagt. Der beobachtbare intellektuelle Niedergang ist aufhaltbar und umkehrbar, zu jedem Zeitpunkt. Wir Christen müssen uns zu Jesus Christus mutig und freudig öffentlich bekennen. Das ist der erste Schritt zur Remedur.


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 Fink 5. Dezember 2017 
 

Seit über 45 Jahren will man den Katechimus nicht mehr,

verkündet man keine klare Glaubenslehre, findet praktisch kein Religionsunterricht statt, findet keine Katechese für Erwachsene statt, betreibt die Universitätstheologie die Zersetzung und Relativierung des christlichen/ katholischen Glaubens, bezweifelt man die historische Zuverlässigkeit der Evangelien (der Bibel), bastelt sich jeder seinen Jesus und seinen Glauben selber zurecht, propagiert man die individuelle "Glaubenserfahrung" und damit die Beliebigkeit...


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 ottokar 5. Dezember 2017 
 

Manchmal frage ich mich tatsächlich, welches System hinter der politischen und gesellschaftlichen Somnolenz vieler (nicht aller) unserer christlichen Kirchenführer steckt.Aber auch hier scheint neben unverständlicher Mutlosigkeit auch ein massiver Glaubensverlust der tatsächliche Grund zu sein. Ich erinnere: bereits in den 70ger Jahren des letzten Jh. erlitt Kardinal Döpfner beim Einsteigen in sein Auto einen Herzinfarkt, als ihm sein Mitarbeiter das Ergebnis einer anonymen Umfrage unter den Priestern seiner Diazöse mitteilte: mehr als 50% der Befragten glaubten bereits damals nicht mehr an die Wandlung von Brot und Wein in Christi Leib und Blut.......Wie soll ein Baum Früchte tragen, wenn die Erde ,die ihn umgibt vergiftet ist und Wasser fehlt.


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  5. Dezember 2017 
 

Wie wahr!

Herr Wolffson hat leider völlig recht. Der religiöse Analphabetismus schreitet rasend schnell voran. Ich arbeite seit Jahrzehnten im Religionsunterricht und könnte oft verzweifeln. Allerdings: Wie "fit" sind die Juden in ihren Glaubensbelangen? Wie ich schon lange gehört habe, sind auch die jüdischen Zuwanderer aus Russland nicht unbedingt das, was sich die jüdischen Gemeinden so vorstellen.


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 Michael F. 5. Dezember 2017 
 

Eigensinnig und einzigartig

Aus der Wiwo: "Auf den Marktplätzen der Zukunft werden die Extreme gewinnen: auf der einen Seite die superalgorithmischen Plattformen à la Amazon, auf der anderen Seite die Exzentriker, die sich nicht kopieren und schon gar nicht berechnen lassen – sprich: eigensinnig und einzigartig sind. [...] die eigene Marke, die den Daten mühsam abgetrotzte eigene Geschichte, die eigene Kultur. Für etwas zu stehen wird [...] zur entscheidenden Kernkompetenz."

Für etwas stehen statt dem Zeitgeist hinterherhecheln ...das müssen wir Katholiken uns wieder trauen! Ich mein, wir haben doch DEN Einzigartigen, DEN Unberechenbaren schlechthin als CEO und das Gottesvolk kann eine mühsam abgetrotzte Geschichte vorweisen!


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 Ad Verbum Tuum 5. Dezember 2017 

Muslime in Deutschland ...

@padre14.9
Da hilft z.B. der Religionsmonitor der mehr oder minder regelmäßig von der Bertelsmann-Stiftung durchgeführt wird. Die Stiftung agiert zwar teilweise fraglich, fragt manipulativ oder interpretiert eigenwillig, die Zahlen sind aber wie sie sind.
Das Ergebnis war, so ich mich recht erinnere, dass sich mehr als 60% der Muslime in Deutschland als streng gläubig bezeichnen und auch die Religion über die Gesetze stellen (was für einen Gläubigen ggfs. selbstverständlich sein muss - allerdings korreliert der Koran halt nicht mit unserer Verfassung).
Und aus Berlin kann ich bestätigen, dass ich in der U- oder S-Bahn deutlich häufiger Muslime mit Gebetsschnur sehe, als Christen mit Rosenkranz ...
Wir warden den Kürzeren ziehen ...


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 padre14.9. 5. Dezember 2017 

"sei das Christentum „weitgehend zur Folklore verkümmert“

Herr Wolffsohn liegt damit sicher teilweise richtig. Aber wie ist es mit dem Judentum in Deutschland / Österreich?
Und das alle Muslime in Deutschland „gläubig bis tiefgläubig“ sind, na ja das soll Herr Wolffsohn einmal wissenschaftlich untermauern.
Zu uns, ohne guten kath. Reli-Unterricht, Ehevorbereitung, Taufvorbereitung ect. durch Priester, wird es eben Folklore geben.


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 mikey 5. Dezember 2017 
 

Späte Einsicht

des Herrn Wolffsohn?

Da er in der Vergangenheit Thesen vertrat, die eher die Ansichten der NGOs eines Herrn Soros bedienten, wundert mich seine heutige Einschätzung. Soros wird sogar in der Jerusalem Post als einer der Verursacher des aktuellen Chaos v.a. der verfehlten islamischen Einwanderungspolitik in Europa bezeichnet. www.jpost.com/Opinion/Our-World-Soross-campaign-of-global-chaos-464770

Die verbeamteten Kirchen in Deutschland verlegen sich seit Jahren eher auf die Missionierung in Osteuropa um den Orthodoxen mit viel (Steuer-)Geld und Großprojekten ein paar Schäfchen abzujagen, statt in den Brennpunkten unserer Städte zu missionieren und "kostenlos" durch gute Werke aufzufallen.

Da könnten sie von den Orthodoxen z.B. in Russland lernen, die vor allem jungen Familien in dieser postindustrialisierten Welt mit Land und Baumaterial eine Chance für ein sinnvolles Leben abseits der Ghettos der Großstädte bieten. Matthäus 45,42 ist auch eine Warnung an deutsche Kirchenfürsten!


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 goegy 5. Dezember 2017 
 

Traurig, dass es einen Beobachter und Mahner aus dem Judentum braucht, um uns die zum Himmel schreienden Zustände der Kirche in Deutschland vor Augen zu führen. Ihm sei Dank!
In guter ökumenischer Absicht liess sich der deutsche Katholizismus erst einmal von protestantischem Gedankengut unterminieren, dann kamen Zeitgeist, Hedonismus und Konsumerismus hinzu.

Eine wenig kaschiert anti-katholische Medienszene hat seit anfangs der 70er Jahre, über ständige gebetsmühlenartige Wiederholung aller antikirchlichen Kalauer, ganze Arbeit geleistet. Eine Tragödie!
Jetzt steht der Islam ante Portas, der jungen Menschen immerhin religiöse Disziplin und ein weltanschauliches Korsett anbietet, in einer Zeit allumfassender Verunsicherung.
Warum haben wir so versagt?


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 Rolando 5. Dezember 2017 
 

Geduld,

Jesus sagte zu Luisa Piccaretta, Wenn Ich alles gereinigt haben werde, dann werde Ich Meinen Finger auf eine überraschende Weise darauf legen und Ich werde den wahren Frieden geben. Und dann werden alle, die gedemütigt sein werden, zu Mir zurückkehren. Deutschland wird katholisch sein, Ich habe große Pläne mit ihm. England, Russland und überall, wo Blut vergossen worden ist, werden sich wieder zum Glauben erheben und Meiner Kirche eingegliedert werden. Es wird ein großer Triumph sein und die Einheit der Völker. Deshalb bete, und es braucht Geduld. Denn es wird nicht so bald sein, sondern es wird Zeit brauchen.“


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 Kirchfahrter Archangelus 5. Dezember 2017 
 

Noch zu zurückhaltend, fürchte ich...

Ich fürchte, er hat sich noch sehr zurückhaltend ausgedrückt. Bereits die (verschwindende Anzahl der) Kirchgänger hat schon von der Form der Liturgie keine Ahnung und orientiert sich hilflos daran, was halt die anderen grad so machen. Vom Inhalt der liturgischen Handlungen ganz zu schweigen.
Was wird da für den Rest des Landes erst gelten?


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 Archangelus 5. Dezember 2017 

Auf den Punkt gebracht!

Genau so ist es.


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 Egon47 5. Dezember 2017 
 

zutreffender

Kann man die Gefahr nicht aufzeigen!


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