04 Dezember 2017, 07:00
Deutschland gibt keine Rückgabezusage für israelische Qumranrollen
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Israel'
Aus der Sicht des Außenministeriums und der Bundesbeauftragten für Kultur seien die Besitzverhältnisse ungeklärt, deshalb könne keine Rückgabezusage gegeben werden könne. Daraufhin zog der Staat Israel seine Erlaubnis zur Ausleihe zurück.

Frankfurt (kath.net) Für eine Ausstellung des Frankfurter Bibelmuseums sollten im Jahr 2019 Qumranschriftrollen nach Frankfurt kommen. Doch die Bundesregierung will Israel nicht garantieren, dass es die Rollen zurückbekommt. Der Staat Israel hatte um diese Garantie gebeten, um zu verhindern, dass die Palästinensische Autonomiebehörde oder Jordanien Ansprüche auf die unersetzlichen Schriftrollen erheben. Doch da die Fundorte der Rollen am Nordufer des Toten Meeres im Westjordanland liegen, erklärte Hessens Kulturminister Boris Rhein (CDU), dass aus der Sicht des Außenministeriums und der Bundesbeauftragten für Kultur die Besitzverhältnisse ungeklärt seien und deshalb diese Garantie nicht gegeben werden könne. Daraufhin zog der Staat Israel seine Erlaubnis zur Ausleihe zurück.

Werbung
ninive 4


Die Schriftrollen von Qumran wurden um die 1950er Jahre herum im Westjordanland in insgesamt elf Felsenhöhlen gefunden. Neben Eigentexten einer ordensähnlich lebenden jüdischen Sekte (möglicherweise die „Essener“) fanden sich eine komplette Abschrift des alttestamentlichen Buches Jesaja auf Hebräisch sowie weitere Fragmente aus dem Alten Testament. Die in den Jahrhunderten um Christi Geburt herum entstandenen Abschriften sind die bisher ältesten Textzeugen des Alten Testamentes, mit diesem Fund konnte die Forschung rund ein ganzes Jahrtausend weiter zurückspringen als zuvor.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!









kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

„Korruption der Lehre zieht immer die Korruption der Moral nach sich“ (56)

Benedikt XVI. in großer Sorge um die katholische Kirche (54)

Man kann einen Papst nicht anklagen! (52)

Missbrauchsopfer von Grassi: "Ich habe gelitten und leide noch immer!" (38)

Das Zerstörungswerk des Teufels durch die Heuchler (38)

Marx: „Wir stehen an der Seite der Betroffenen sexuellen Missbrauchs“ (35)

Die Vollmacht des Hirten (33)

Neues Papstdokument schreibt verpflichtende Synodenumfragen vor (33)

Papst: Sexualität ist "der schönste Punkt der Schöpfung" (32)

Bischof: Nicht Klerikalismus, sondern Unmoral ist Ursache der Skandale (27)

„Frankfurter Allgemeine“: „Warum schont der Papst McCarrick?“ (26)

Kritik am „fröhlichen“ Foto bei Missbrauchskrisensitzung (25)

Jugendsynode: Niederländischer Bischof verweigert die Teilnahme (25)

„Völliger Unsinn!“ (24)

Cupich zu Missbrauch: Kirche hat ‚größere Agenda’ (23)