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Papst weiht bei großer Messe in Bangladesch 16 Priester

1. Dezember 2017 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Freiluft-Gottesdienst mit 100.000 Teilnehmern im Suhrawardy-Udyan-Park von Dhaka. . Die Predigt im Wortlaut


Dhaka (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat bei einer Messe am Freitagvormittag (Ortszeit) in Bangladesch 16 Männer zu Priestern geweiht. Bei der Predigt auf dem Parkgelände in der Hauptstadt Dhaka, das an die Unabhängigkeit des Landes erinnert, forderte Franziskus die neuen Priester auf, den Glauben zu verkünden und im Leben zu bezeugen. "Was ihr in den heiligen Schriften lest, das ergreift im Glauben; was ihr im Glauben ergriffen habt, das verkündet den Menschen; was ihr den Menschen verkündet, das erfüllt selbst in eurem Leben", sagte der Papst. Besonders sollten sich die Priester um Arme und Bedürftige kümmern: "Habt immer das Beispiel des Guten Hirten vor Augen! Er ist nicht gekommen, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen."

Anschließend wandte sich Franziskus spontan an die rund 100.000 Gottesdienstteilnehmer im Suhrawardy-Udyan-Park: "Herzlichen Dank, dass ihr alle hierhergekommen seid, einige von sehr weit her. Das zeigt eure Liebe zur Kirche, eure Liebe zu Christus." Außerdem bat der Papst die Menschen, für ihre Priester zu beten.

Vor Beginn des Gottesdienstes hatte ein Moderatorin mit der Menge noch Hochrufe auf den Papst eingeübt. Und die Menschen, die auf großen Planen im Gras lagerten, machten mit: "Viva il Papa - long live Pope Francis!", riefen sie, als Franziskus im Papamobil über das Gelände fuhr.

Der zweite Besuchstag des Papstes in Bangladesch wird von einem geistlichen und interreligiösen Programm bestimmt. Die Messe mit der Priesterweihe war einer der Höhepunkte für die winzige Minderheit der Katholiken im Land. In dem muslimisch dominierten 160-Millionen-Einwohner-Land gibt es an die 350.000 katholische Gläubige. Beschließen wird Franziskus den Tag mit einem weiteren Höhepunkt: einem interreligiösen Friedenstreffen am Nachmittag (Ortszeit) am Sitz des Erzbischofs von Dhaka, Kardinal Patrick D'Rozario. Unter den Teilnehmern sollen auch Vertreter der Rohingya sein.

Franziskus will zudem Premierministerin Scheich Hasina Wajed in der Vatikanbotschaft empfangen, anschließend besucht er die Marien-Kathedrale von Dhaka. Dort will er beten und mehrere Hundert Gläubige segnen. Ebenfalls am Nachmittag trifft sich der Papst in einem Altersheim für Priester mit den zehn Bischöfen des Landes.


Am Samstag will der Papst zunächst ein Heim Mutter Teresas besuchen, das sich vor allem um Straßenkinder in einem Elendsviertel kümmert. Danach trifft er sich mit Priestern und Ordensleuten, später mit Jugendlichen. Im Anschluss fliegt Franziskus zurück nach Rom, wo er am späten Abend vor dem ersten Adventsonntag zurückerwartet wird.

Die 21. Auslandsreise des Papstes ist die siebte nach Asien. 1986 hatte bereits Papst Johannes Paul II. (1978-2005) Bangladesch besucht. Papst Paul VI. (1963-1972) besuchte 1970 Dhaka, das damals noch in Ostpakistan war.


kath.net veröffentlicht die Predigt von Papst Franziskus bei defeiligen Messe und Priesterweihe im Suhrawardy-Udyan-Park:

[Homilie aus dem Pontificale für die Weihe der Priester]

Liebe Brüder und Schwestern,

diese Männer sollen nun zu Priestern geweiht werden. Bedenken wir, welch wichtiges Amt sie in der Kirche übernehmen.

Gewiss ist das ganze heilige Gottesvolk in Christus eine königliche Priesterschaft. Doch hat unser Hoherpriester Jesus Christus einige seiner Jünger auserwählt, zum Heil der Menschen in seinem Namen das priesterliche Amt auszuüben. Er selbst, der Gesandte des Vaters, hat seine Apostel in die Welt gesandt, um durch sie und dann durch ihre Nachfolger das Amt des Lehrers, Priesters und Hirten ununterbrochen fortzuführen. Mitarbeiter der Bischöfe aber sind die Presbyter. Sie sind den Bischöfen im priesterlichen Amt verbunden und so zum Dienst am Volk Gottes berufen.

Nach eingehender Prüfung werden diese Männer zum priesterlichen Dienst in die Gemeinschaft der Presbyter aufgenommen. Sie sollen Christus dienen, dem Lehrer, Priester und Hirten. Er ist es, durch dessen Hingabe sein Leib, die Kirche, zum heiligen Tempel Gottes auferbaut und zum Volk Gottes zusammengeführt wird.

Ihr, meine lieben Brüder, werdet nun in die Gemeinschaft der Presbyter aufgenommen. Ihr nehmt also teil am Lehramt Christi, unseres Meisters. Verkündet allen das Wort Gottes, das ihr ja selbst mit Freude aufgenommen habt. Sinnt nach über das Gesetz des Herrn.

Bedenkt das wohl: Was ihr in den heiligen Schriften lest, das ergreift im Glauben; was ihr im Glauben ergriffen habt, das verkündet den Menschen; was ihr den Menschen verkündet, das erfüllt selbst in eurem Leben.

Eure Lehre sei kraftvolle Nahrung für das Volk Gottes, euer Leben sei eine Freude für die Christgläubigen. So erbaut ihr durch euer Wort und Beispiel das Haus, das die Kirche Gottes ist.

Ebenso habt ihr teil am Priesteramt Christi, um die Menschen zu heiligen. Denn durch euren Dienst wird das geistliche Opfer der Gläubigen vollendet in Einheit mit dem Opfer Christi, das durch eure Hände, zusammen mit den Gläubigen, bei der heiligen Eucharistie vergegenwärtigt wird. Erkennt also, was ihr tut; ahmt nach, was ihr vollzieht; da ihr das Mysterium des Todes Christi und seiner Auferstehung begeht, müht euch, alles Böse in euch zu überwinden und im neuen Leben zu wandeln.

Durch die Taufe gliedert ihr die Menschen ein in das Gottesvolk. Durch das Sakrament der Buße gewährt ihr den Menschen im Namen Christi und seiner Kirche die Vergebung der Sünden. Durch die Salbung mit heiligem Öl richtet ihr die Kranken auf. Beim Stundengebet lobt ihr den Herrn, sagt ihm Dank und bittet für das Volk Gottes und die ganze Menschheit. Seid euch also bewusst, dass ihr, aus den Menschen auserwählt, für die Menschen eingesetzt seid in ihren Anliegen vor Gott. Übt daher das Priesteramt Christi aus in beständiger Freude und Liebe und sucht nicht euch selbst, sondern die Sache Jesu Christi.

Schließlich habt ihr teil am Hirtenamt Christi, der das Haupt seiner Kirche ist. Dem Bischof verbunden und ihm gehorsam, erfüllt ihr diesen Auftrag. Seid bestrebt, die Gläubigen zu der einen Gemeinschaft der Brüder und Schwestern zu sammeln, um sie durch Jesus Christus im Heiligen Geist zu Gott, dem Vater, hinzuführen.

Nehmt euch der Armen und Bedrängten an, die auf eure Dienste warten. Vergesst sie nicht! Habt immer das Beispiel des Guten Hirten vor Augen! Er ist nicht gekommen, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen. Er ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren war.

Nun möchte ich mich an euch, liebe Brüder und Schwestern, wenden, die ihr zu diesem Fest gekommen seid, zu diesem großen Fest Gottes bei der Priesterweihe dieser Brüder. Ich weiß, dass viele von euch von weit her gekommen sind, eine Reise von mehr als zwei Tagen gemacht haben … Danke für eure Großherzigkeit! Dies zeigt die Liebe, die ihr für die Kirche habt, es zeigt eure Liebe für Christus. Vielen Dank! Vielen Dank für eure Großherzigkeit, vielen Dank für eure Treue. Geht so weiter im Geist der Seligpreisungen. Und vergesst nicht, heute erinnere ich euch daran: Betet immer für eure Priester, besonders für diese hier, die heute die heilige Weihe empfangen. Das Volk Gottes unterstützt die Priester durch das Gebet. Ihr habt die Verantwortung, die Priester zu unterstützen. Es könnte mich jemand von euch fragen: „Vater, aber wie geht das, einen Priester zu unterstützen? “ Verlasst euch auf eure Großherzigkeit. Das großzügige Herz, das ihr habt, wird euch sagen, wie ihr die Priester unterstützen sollt. Die erste Unterstützung ist aber das Gebet. Das Volk Gottes – das heißt alle, wirklich alle – unterstützt den Priester durch das Gebet. Werdet nie müde, für eure Priester zu beten. Ich weiß, dass ihr es machen werdet. Vielen Dank! Und nun fahren wir mit der Weihe dieser Diakone fort, die eure Priester sein werden. Danke.


Papst Franziskus in Bangladesch - Heilige Messe mit Priesterweihen (ohne Übersetzung)


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