Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  8. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  9. Was auch immer Synodalität sein soll
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Wir können NICHT schweigen!
  12. „Warum bin ich Christ“
  13. Was eine Messe wiegt
  14. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  15. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand

Sinai-Terror: Weitere Anschläge, auch auf Kirchen, befürchtet

1. Dezember 2017 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sorge um das Katharinenkloster, das eine Topdestination des weltweiten Pilgertourismus ist


Wien-Kairo (kath.net/KAP) Große Sorge über die möglichen Konsequenzen des mörderischen islamistischen Attentats auf eine Sufi-Moschee im nördlichen Sinai hat der griechisch-orthodoxe Patriarch von Alexandrien, Theodoros II., geäußert. In einem Interview im ägyptischen Fernsehen über den Anschlag, der mehr als 300 Todesopfer gefordert hat, sagte Theodoros II.: "Ich bin sehr beunruhigt. Vor einem Monat hatte ich die Ehre, den ägyptischen Präsidenten zu treffen. Wir haben über die Notwendigkeit der christlich-islamischen Brüderlichkeit gesprochen, und stehen jetzt vor dem Problem, dass der Sinai von Terroristen bedroht ist. Unsere Mönche im Katharinenkloster und die Verantwortlichen der Kirchen stehen vor der Frage: Was wird morgen geschehen?", so Theodoros.

Das frühchristliche Katharinenkloster am Fuß des Berges Sinais ist eine der Topdestinationen des internationalen Pilgertourismus. Obwohl es auf ägyptischem Territorium liegt, gehört es jurisdiktionell zum griechisch-orthodoxen Patriarchat von Jerusalem.

Er sei zutiefst betrübt über das Attentat auf die Al-Rawdah-Moschee, sagte Theodoros: "Wir nähern uns schwierigen Zeiten. Ein Ereignis wird dem anderen folgen. Der ganze Nahen Osten ist bedroht."


Mit dem Attentat sei eine "subkutane Krise" zwischen den Sufis und den radikalen Salafisten an die Oberfläche gekommen. Die Moschee Al-Rawdah gilt als Geburtsort des Sufi-Predigers Scheich Eid al-Jariri, der den Sufismus auf der Sinai-Halbinsel ausgebreitet hat. Der Anschlag hatte weltweit Bestürzung und Verurteilung ausgelöst.

Auch der koptisch-orthodoxe Papst-Patriarch Tawadros II. brachte den Schmerz über das Leid der Betroffenen und die Verurteilung des blutrünstigen Attentats. "Wir übermitteln den Familien der Getöteten unsere innige Anteilnahme und beten, dass Gott die Verletzten heilen möge", schrieb er. Die Anrufung des Barmherzigen Gottes gelte aber auch der Befreiung Ägyptens von der Gewalt und vom brutalen Terrorismus. "Wir sind mit der Gesamtheit des ägyptischen Volkes und den staatlichen Institutionen in ihrem gerechten Krieg gegen den Terrorismus und die Gewalt im Namen der Religion solidarisch." Eine ähnliche Kondolenzbotschaft formulierte auch der koptisch-katholische Patriarch Ibrahim Isaac Sidrak.

KAICIID: Terror kennt keine Religion

In Wien verurteilte das König-Abdullah-Dialogzentrum KAICIID den Terroranschlag. "Wir sind traurig und entsetzt über diesen schrecklichen Angriff auf Gläubige in Ägypten. Unsere Gebete sind bei jenen Familien, die Angehörige durch diese sinnlose, brutale Gewalt verloren haben. Mögen sie Trost und Heilung finden", so das mulitreligiöse Direktorium des Zentrums.

Gebetsstätten seien heilige Orte des Friedens und der Hingabe - egal ob Kirchen, Moscheen oder Tempel. Angriffe gegen sie seien Angriffe gegen jegliche religiösen Werte und den Glauben, "sie sind ungeheuerliche Verletzungen grundlegender Menschenrechte", heißt es in der KAICIID-Erklärung. Ihr Ziel sei, das soziale Gefüge zu schwächen, den sozialen Zusammenhalt zu zerstören sowie Misstrauen und Hass entlang religiöser und ethnischer Linien zu schaffen. "Tatsächlich können sie jedoch den gegenteiligen Effekt bewirken, da sie zweifelsfrei beweisen, dass Terror keine Religion kennt. Wenn wir nicht zusammenkommen, um diejenigen zu besiegen, welche die Religion für ihre eigenen gewalttätigen Zwecke manipulieren, sind wir alle gleichermaßen anfällig für ihre Gewalt und ihr Böses. Wir stehen hinter allen Bürgern von Ägypten, die nach diesem Angriff in Trauer zusammenkommen", so das KAICIID.

Unterdessen wurden die Mittwochaudienzen des koptisch-orthodoxen Papst-Patriarchen Tawadros II. in der Markuskathedrale in Kairo auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Offizielle Grund dafür sind "gesundheitliche Probleme" des Patriarchen. Der Patriarch soll demnach Untersuchungen für eine mögliche Operation an der Wirbelsäule unterzogen worden sein. Die Mittwochaudienzen in der Kathedrale - mit der Beantwortung von Fragen der Gläubigen - gehören fest zum Stil der Amtsausübung von Tawadros II. Er hat diese Tradition von seinem Amtsvorgänger Schenuda III. übernommen.

Katharinenkloster und Zionsberg (Ägypten), ein kurzer Rundgang (engl.)


Das Katharinenkloster am Berg Zion (Ägypten)


Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026
  3. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  4. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  5. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  6. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  9. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  10. Bischofstreffen zu Ehe und Familie will Abschlussbericht publizieren
  11. Du bist eingeladen – mit deinem ganzen Leben
  12. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums
  13. Erzbischof Randazzo: Synodalität kein Grund, Elemente der kirchlichen Tradition zu verwerfen
  14. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  15. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz