Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  7. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  8. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  9. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  10. Gottes Wirken vollzieht sich im Verborgenen
  11. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  12. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  13. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  14. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  15. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò

Wie tolerant ist man in Berlin gegenüber Christen?

30. November 2017 in Deutschland, 17 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


FAZ-Beitrag schildert ungute Erfahrungen einer katholischen Mutter: Sie schätze die Toleranz von Berlin, aber frage sich, wem diese Toleranz eigentlich gelte. Immerhin könne man doch „auch als Christin“ „eine gewisse Toleranz erwarten“.


Berlin (kath.net/pl) Für Aufmerken sorgt ein Beitrag der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: Eine Katholikin in Berlin schildert ihre schleichende Diskriminierung als Katholikin. Schlimmer noch: Auch ihr Grundschul-Sohn wurde diskriminiert, als er erwähnte, dass er bete – er erlebte merkliche Irritiationen in seiner Klasse, selbst von den Mitschülern innerhalb des katholischen Religionsunterrichts. Der Junge fragte danach seine Mutter: „Mama, das ist doch normal, dass wir beten?“ Auch die Mutter selbst machte bei den anderen Eltern steigend Erfahrungen des Abgewertetseins: da irritiert, dass sie vom abendlichen Gebetsritual erzählt und dass bayrische Engel in ihrer Wohnung hängen. Nicht nur die katholische Relilehrerin hat der Frau das Leid geklagt, sondern auch eine evangelische Freundin.


Die ungenannt bleibende, aus Bayern stammende Mutter erläutert gemäß FAZ: „Wir sind ein christlich geprägtes Land. Ich bin so aufgewachsen, und ich möchte nicht, dass das eingeht. Ich möchte meinen Glauben und die damit verbundenen Traditionen ausleben und an meine Kinder weitergeben. Diese Haltung ist in Berlin sogar stärker geworden. Weil ich hier auf diese gefühlte Intoleranz gestoßen bin, sage ich: Jetzt erst recht.“ Sie lege Wert darauf, dass ihr Sohn „ganz normal“ sagen könne: „Ja, ich bin getauft, ich gehe in die Kirche, und ich gehe jetzt zur ersten heiligen Kommunion.“ Aber wie stark müsse „ein Kind sein mit acht oder neun Jahren, um sich bei so viel Gegenwind durchzusetzen in der Schule?“

Sie selbst schätze die Toleranz von Berlin, aber frage sich, wem diese Toleranz eigentlich gelte. Immerhin könne man „auch als Christin“ „eine gewisse Toleranz erwarten“, doch fehle diese ihrer Einschätzung nach, obwohl man in einem „christlich geprägten Land“. Die Mutter hat sich nach diesen Erfahrungen entschlossen, mit ihren Kindern nach Bayern zurückzukehren und sie genießt jetzt, dass es dort für Christen tatsächlich merklich leichter ist.

Über diesen FAZ-Bericht wird in den sozialen Netzwerken diskutiert. Ex-FAZ-Herausgeber Hugo Müller-Vogg bemerkte dazu: „Beten ist in Berlin nicht (mehr) normal. Die Intoleranz der sich tolerant gebenden Politisch-Korrekten lässt das nicht zu - im Namen des Zeitgeistes.“

Ralf Schuler, Leiter des Parlamentsbüros der „Bild“, vertrat in einer Diskussion: „Wenn Toleranz und Vielfalt Christentum nicht einschließt, ist das schon ein Befund“ und erläuterte auf Widerspruch weiter: „Bekreuzigen Sie sich testhalber mal vor dem Essen in der Kantine... Der Bericht ist symptomatisch. Nicht nur für Berlin.“

Link zum Originalbeitrag in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung:
"Christlicher Glauben: Mama, das ist doch normal, dass wir beten, oder?"

Foto oben: Berlin (c) Wikipedia/A.Savin/CC BY-SA 3.0


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenphobie

  1. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  2. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  3. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“
  4. Meldestelle Christenschutz: Christliche Flüchtlinge sind fassungslos über Skandal-Ausstellung
  5. „Aufgrund der religiösen Ausrichtung können wir Ihre Dreharbeiten nicht gestatten“
  6. „Beschmierte Kreuze, Sprayparolen, Bekennervideo: Wie Wien mit Kirchen-Vandalismus konfrontiert ist“
  7. Frankreich: Öffentliche Werbekampagne für katholischen Film „Sacre Coeur“ wurde abgelehnt
  8. Bombendrohung bei Hl. Messe in Wien - ÖVP und FPÖ üben Kritik - Schweigen bei 'Katholischer Aktion'
  9. Deutschland: Anzahl der Angriffe auf Christen deutlich gestiegen
  10. Christliche Studenten sprechen über Veranstaltung von Kamala Harris






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  7. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  8. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  9. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  10. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  11. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  14. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  15. Neue Verhöre im Fall Emanuela Orlandi

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz