Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  2. Nicht mehr ernst zu nehmen
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  5. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  9. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  10. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  11. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  12. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  13. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  14. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  15. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette

ÖVP und FPÖ einigen sich bei Religions- und Ethikunterricht

29. November 2017 in Österreich, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Für alle Schüler, die keinen Religionsunterricht besuchen, soll der Ethikunterricht verpflichtend werden - Schulversuch Ethik seit 1997 in Oberstufe von AHS und BHS möglich


Wien (kath.net/KAP) Geht es nach den Spitzen von ÖVP und FPÖ, dann soll künftig für alle Schüler, die keinen Religionsunterricht besuchen, der Ethikunterricht verpflichtend werden. Diese Absicht findet sich im Bildungsprogramm, das die Parteichefs Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache im Zuge der laufenden Koalitionsverhandlungen am Dienstag präsentiert haben. Damit verbunden bekennen sich beide Parteien zum bestehenden konfessionellen Religionsunterricht "unter Beibehaltung der differenzierten Religionsausrichtungen (z.B. Aleviten, christlich-orthodoxe Gemeinden)". Weiter heißt es in der Presseunterlage über die Eckpunkte im Bildungsbereich: "verpflichtender Ethikunterricht für alle, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen".


Einigkeit in dieser Frage bestand schon vor der Nationalratswahl zwischen beiden Parteien. Bei einer vom Katholischen Familienverband Österreichs im September durchgeführten Befragung der Parteien gab die ÖVP an, dass sie für einen verpflichtenden Ethikunterricht für alle Schüler, die nicht den Religionsunterricht besuchen, eintrete. Auch die FPÖ plädierte für Wahlfreiheit zwischen den beiden Varianten, wobei das Fach Ethik kein Ersatz des Religionsunterrichts sein dürfe.

Nähere Angaben über die Modalitäten des geplanten Ethikunterrichts etwa nach Schulstufe und Schulform finden sich im bisher vorliegenden Papier der Koalitionsverhandler nicht.

Erfahrungen mit diesem von beiden Parteien geplanten Modell gibt es seit 1997 in Form des Schulversuches Ethik. Dieser wurde laut Bildungsministerium zuletzt an 214 Schulstandorten mit höheren Schulen (120 AHS, 94 BHS) durchgeführt. In diesen Schulen müssen jene Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe II (ab der 9. Schulstufe) verpflichtend Ethik belegen, die sich vom konfessionellen Religionsunterricht abmelden. Ethik ist auch für jene Schüler verpflichtend, die zwar einer anerkannten Kirche oder Religionsgesellschaft angehören, für die es aber keinen schulischen bzw. außerschulischen Religionsunterricht gibt sowie für jene, die konfessionslos sind und Religion nicht als Freigegenstand besuchen. Laut einem Bericht des Rechnungshofs besuchten im Schuljahr 2012/13 rund sechs Prozent der Schüler in der Sekundarstufe II Ethik.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schule

  1. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  2. YouTube-Star "MrWissen2go" räumt Fehler bei Corona-Berichterstattung ein
  3. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  4. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  5. Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem
  6. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  7. Italien verbessert Kinderschutz
  8. Anmeldeformular für Volksschule mit sechs Möglichkeiten bei Angabe des Geschlechts
  9. Katholische Grundschule mit Unisex-Toiletten
  10. Brasilien: Gericht verbietet Hausunterricht






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Polizei in Papst-Städtchen auf E-Bikes im Einsatz
  4. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  5. Goethes Lieblingsheiliger: Ein Meister der Freude und der Seelenschau
  6. Papst erlässt neues Verfahren zu Absetzung ostkirchlicher Patriarchen
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. Papst Leo XIV. beruft obersten Kolumbusritter in den Vatikan
  9. Nur der Weg der Liebe ist der Weg des Lebens
  10. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  11. USA: Rosenkranz-Teams besuchen Altersheime
  12. Bischof Erik Varden: Zum Gedenken an König Harald V. (1937–2026)
  13. Papst würdigt Norwegens König Harald für "hingebungsvollen Dienst"
  14. Experte: Bedrohung durch islamistischen Terror ist "ernst"
  15. „Hinter mir her!“ – Der Weg führt ins Leben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz