Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  2. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  3. "Wir brauchen eine Debatte über das jüngste Konzil"
  4. Vatikan besorgt über Einbrüche im weltweiten Tourismus
  5. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  6. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  7. Die Welt heilen
  8. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah
  9. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  10. Corona: Ethikerin appelliert zu mehr Spielraum für Pflegeheime
  11. Ich glaube an … Engel?
  12. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"
  13. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  14. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  15. Unser Bischof hat sich nur einseitig informiert!

ÖVP und FPÖ einigen sich bei Religions- und Ethikunterricht

29. November 2017 in Österreich, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Für alle Schüler, die keinen Religionsunterricht besuchen, soll der Ethikunterricht verpflichtend werden - Schulversuch Ethik seit 1997 in Oberstufe von AHS und BHS möglich


Wien (kath.net/KAP) Geht es nach den Spitzen von ÖVP und FPÖ, dann soll künftig für alle Schüler, die keinen Religionsunterricht besuchen, der Ethikunterricht verpflichtend werden. Diese Absicht findet sich im Bildungsprogramm, das die Parteichefs Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache im Zuge der laufenden Koalitionsverhandlungen am Dienstag präsentiert haben. Damit verbunden bekennen sich beide Parteien zum bestehenden konfessionellen Religionsunterricht "unter Beibehaltung der differenzierten Religionsausrichtungen (z.B. Aleviten, christlich-orthodoxe Gemeinden)". Weiter heißt es in der Presseunterlage über die Eckpunkte im Bildungsbereich: "verpflichtender Ethikunterricht für alle, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen".


Einigkeit in dieser Frage bestand schon vor der Nationalratswahl zwischen beiden Parteien. Bei einer vom Katholischen Familienverband Österreichs im September durchgeführten Befragung der Parteien gab die ÖVP an, dass sie für einen verpflichtenden Ethikunterricht für alle Schüler, die nicht den Religionsunterricht besuchen, eintrete. Auch die FPÖ plädierte für Wahlfreiheit zwischen den beiden Varianten, wobei das Fach Ethik kein Ersatz des Religionsunterrichts sein dürfe.

Nähere Angaben über die Modalitäten des geplanten Ethikunterrichts etwa nach Schulstufe und Schulform finden sich im bisher vorliegenden Papier der Koalitionsverhandler nicht.

Erfahrungen mit diesem von beiden Parteien geplanten Modell gibt es seit 1997 in Form des Schulversuches Ethik. Dieser wurde laut Bildungsministerium zuletzt an 214 Schulstandorten mit höheren Schulen (120 AHS, 94 BHS) durchgeführt. In diesen Schulen müssen jene Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe II (ab der 9. Schulstufe) verpflichtend Ethik belegen, die sich vom konfessionellen Religionsunterricht abmelden. Ethik ist auch für jene Schüler verpflichtend, die zwar einer anerkannten Kirche oder Religionsgesellschaft angehören, für die es aber keinen schulischen bzw. außerschulischen Religionsunterricht gibt sowie für jene, die konfessionslos sind und Religion nicht als Freigegenstand besuchen. Laut einem Bericht des Rechnungshofs besuchten im Schuljahr 2012/13 rund sechs Prozent der Schüler in der Sekundarstufe II Ethik.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SCHLEGL 30. November 2017 
 

Das war überfällig!

Schon während meiner Tätigkeit als AHS Religionslehrer bin ich dafür gewesen, dass alle,die vom Religionsunterricht abgemeldet sind, bzw. keiner Konfession angehören,gleichzeitig Ethikunterricht haben sollen. Warum? Ganz einfach,weil die Schüler/Schülerinnen dann KEINE FREISTUNDE mehr haben,bereits um 8:00 Uhr in der Schule sein müssen,auch nicht früher weggehen können,als alle anderen. Oft war dies ein Grund sich vom Religionsunterricht abzumelden,länger schlafen zu können,früher nachhause zu gehen,in den 2 Freistunden Hausübungen machen zu können.
Das Problem bestand nur darin,dass sich für den Ethikunterricht meist nur links grüne Lehrkräfte (Deutsch/Geschichte/Philosophie)gemeldet haben,die natürlich unter Ideologieverdacht stehen.
Weil aber ein gut gestalteter Religionsunterricht vielmehr Themen umfasst (Kirchengeschichte/Archäologie der Bibel/bioethische Grenzfragen...), kann er viel interessanter werden. Ich habe oft gehört,der Ethikunterricht werde bald langweilig.Msgr.Schlegl


5

0
 
 Chris2 30. November 2017 
 

Zustimmung

Ich habe damals bei einem buchstäblich atheistischen "Religionsunterricht" die Notbremse gezogen, bin aus ihm ausgetreten. Leider kam Ethik nicht zustande, denn die geplante Besetzung der Lehrerstelle versprach viel Informationen, aber auch Reibungsflächen. Es sollte nicht sein, dass manche Schüler keinerlei Ethisches Fundament in der Schule mitbekommen. Auch die staatsbürgerschaftliche Grundbildung scheint sehr schlecht zu sein, wie die letzten Jahre beweisen.


3

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schule

  1. Der Glaube ist „verdunstet, verdampft, verflüchtigt“, auch an den katholischen Schulen
  2. Zwischen den sieben Bergen in Bergen
  3. Homeschooling? – „Das selbständige Lernen kam mir sehr entgegen“
  4. Faßmann kündigt Ethikunterricht für Schuljahr 2021/22 an
  5. USA: Katholische Schule verbannt Harry Potter
  6. Gerichtsurteil zugunsten einer christlichen Hausschulfamilie
  7. Weltweit besuchen 60 Millionen Kinder eine katholische Schule
  8. USA: Jesuitenschule darf sich nicht mehr ‚katholisch’ nennen
  9. Causa Teenstar: Parlament beschließt Verbot von schulfremden Personen
  10. Spanische Schule verbannt Rotkäppchen aus Bibliothek








Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  2. Sommerspende für kath.net - Eine Bitte an Ihre Großzügigkeit
  3. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  4. Benedikt XVI. und Franziskus haben offenbar dasselbe Grab gewählt
  5. "Wir brauchen eine Debatte über das jüngste Konzil"
  6. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  7. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  8. Unser Bischof hat sich nur einseitig informiert!
  9. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  10. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  11. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  12. LEHRMÄSSIGE NOTE zur Abänderung der sakramentalen Formel der Taufe
  13. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  14. Hartl: „Schau in den Spiegel. Du siehst den Menschen, der für Dein Leben verantwortlich ist“
  15. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz