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Die heilige Messe – Gedächtnis des Paschamysteriums

22. November 2017 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Franziskus: jede Feier der Eucharistie ist ein Strahl jener Sonne, die nicht untergeht: ein Strahl des auferstandenen Christus. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Ich bin mit Christus gekreuzigt worden; nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat. Ich missachte die Gnade Gottes in keiner Weise; denn käme die Gerechtigkeit durch das Gesetz, so wäre Christus vergeblich gestorben“ (Gal 2,19-21).

Papst Franziskus setzte bei der heutigen Generalaudienz seine Katechesenreihe über die heilige Messe fort. Die dritte Katechese stand unter dem Thema: „Die heilige Messe – das Gedächtnis des österlichen Geheimnisses Christi, des Paschamysteriums".

Der Papst wies darauf hin, dass dabei zunächst die biblische Bedeutung des Begriffs Gedächtnis zu bedenken sei. Gedächtnis meine nicht bloß eine Erinnerung an Ereignisse der Vergangenheit, sondern in der Liturgie der Kirche „werden Leiden, Tod und Auferstehung Jesu gegenwärtig und lebendig“.


Durch das Gedächtnis des Paschas Christi „nehmen wir teil am österlichen Sieg Christi, der uns aus der Sklaverei der Sünde in die ewige Herrlichkeit führt“. In der Feier der Eucharistie verbänden wir uns also mit Christus und gehen mit ihm seinen Weg vom Tod zum Leben.

Jedes Mal, wenn wir die heilige Messe, das Opfer Christi, feierten, vollziehe sich daher das Werk unserer Erlösung. Unser Leben, das durch die Sünde an Schönheit und Kraft verliere, werde durch das Blut Christi geheilt.

Die Eucharistie bringe uns immer auf den Höhepunkt des Heilswirkens Gottes. Indem Jesus, der Herr, zum gebrochenen Brot werde, gieße er über uns seine ganze Barmherzigkeit und Liebe aus, wie er es am Kreuz getan habe, um unser Herz, unser Dasein und unsere Art zu erneuern, mit ihm und den anderen in Beziehung zu treten.

Franziskus zitierte die dogmatische Konstitution „Lumen gentium“: „Sooft das Kreuzesopfer, in dem Christus, unser Osterlamm, dahingegeben wurde (1 Kor 5,7), auf dem Altar gefeiert wird, vollzieht sich das Werk unserer Erlösung“. Jede Feier der Eucharistie „ist ein Strahl jener Sonne, die nicht untergeht: ein Strahl des auferstandenen Christus“ (3).

In der heiligen Kommunion teile uns der Herr in besonderer Weise dieses Leben der Gnade mit. Wenn die Liebe Christi in mir sei, könne ich mich ganz dem Anderen schenken, in der inneren Gewissheit: „auch wenn der andere mich verletzen würde, werde ich nicht sterben. Ansonsten müsste ich mich verteidigen“.

Die Märtyrer „haben aus dieser Gewissheit des Sieges Christi über den Tod heraus ihr Leben hingegeben. Nur wenn wir diese Macht Christi erfahren, die Macht seiner Liebe, sind wir wahrhaft frei, uns ohne Angst zu schenken“. Wenn wir zur Messe gingen, dann sei es so, als ginge man auf den Kalvarienberg. Daher mahnte der Papst erneut, ein würdiges Verhalten an den Tag zu legen, nicht zu reden, nicht zu fotografieren, kein Spektakel zu machen, alles Dinge, die von der Messe als dem Triumph Christi ablenkten.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Herzlich heiße ich die Pilger deutscher Sprache willkommen. Die heilige Messe ist das größte Geschenk, das der Herr uns macht. Sie ist wirklich die Begegnung mit Jesus, der sich uns selbst schenkt. Ich wünsche euch, häufig diese Nähe des Herrn zu erfahren. Gott segne euch alle.





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Lesermeinungen

 Rolando 23. November 2017 
 

Erlösung

"Jedes Mal, wenn wir die heilige Messe, das Opfer Christi, feierten, vollziehe sich daher das Werk unserer Erlösung. Unser Leben, das durch die Sünde an Schönheit und Kraft verliere, werde durch das Blut Christi geheilt".
Da geschieht heute Erlösung, jedoch bei protestantischen Gemeinden geschieht dies nicht,sie sind auf die Zuwendung des Erlösungsopfers Jesu im Hochgebet angewiesen.
Deshalb wir auch versucht, das Frauenpriestertum in die kath. Kirche zu bringen, damit eben keine Erlösung mehr geschieht, nur das will der Widersacher.


2
 
 lesa 22. November 2017 

Eine bedeutungsvolle, sehr dankenswerte und wichtige Katechese!


2
 
 Chris2 22. November 2017 
 

Wunderbar formuliert.

Und angesichts der Erhabenheit dieses Geschenks sollten wir uns immer wieder anstrengen, es würdig zu empfangen: Unser Leben zu ändern, nicht zu resignieren, wenn es nicht immer klappt und uns im Bußsakrament vom Herrn von unseren Sünden reinigen zu lassen, damit wir im (einigermaßen) hochzeitlichen Gewand vor ihn treten können.


3
 
  22. November 2017 
 

"Eher könnten die Menschen ohne Sonne leben als ohne der heiligen Messe",

soweit ein Ausspruch eines mir bekannten Priesters. Mir gefällt dieser Vergleich, denn ich erachte die hl. Messe auch als Lebensnotwendig (für die Seele). Soweit es mir möglich ist besuche ich daher auch Wochentags die hl. Messe.


2
 

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