21 November 2017, 10:15
Christ rettet Kind aus brutaler heidnischer Folter für „Hexen“
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Aberglaube'
Papua-Neuguinea: Lutherischer Missionar rettet sechsjährigem Mädchen das Leben – Aufgrund heidnischen Aberglaubens war sie mit heißen Messern gefoltert worden. Ihre Mutter war bereits 2013 lebendig verbrannt worden

Port Moresby (kath.net) Ein sechsjähriges Mädchen war von Dorfbewohnern in Papua-Neuguinea mit heißen Messern gefoltert worden, dem Kind wurde in letzter Minute durch einen lutherischen Missionar das Leben gerettet. Das berichtet der „Focus“ anhand australischer Medienberichte. Das Mädchen war wegen seiner Mutter unter Verdacht geraten, diese war von den Dorfbewohnern 2013 als „Hexe“ lebendig verbrannt worden. Diese Ängste vor angeblichen Hexen entstammen lokalen Vorstellung über schwarze Magie.

Werbung
syrien1


Peter O'Neill, Premierminister von Papua-Neuguinea, verurteilte nach Angaben des Focus diese erneute Gewalt auf das Schärfste. Wörtlich sagte er in einer Erklärung: „Damit das klar ist: der Sanguma-Glaube ist absoluter Müll“. Er kündigte an, dass jeder, der in diesen aktuellen Fall verwickelt sei, verhaftet werde. Die katholische Bischofkonferenz von Papua-Neuguinea hat in den vergangenen Jahren bereits mehrfach schärfere Gesetze gegen diese Verfolgung angeblicher „Hexen“ gefordert.

In Papua-Neuguinea gab es früher lokale Religionen, die sogar Kopfjägerei bejahten. Zwar hängen nach jahrzehntelanger Missionierung durch Christen verschiedener Konfessionen und nach Verboten durch die staatlichen Organe offiziell nur noch drei Prozent der Bevölkerung diesen einheimischen Glaubensrichtungen an, allerdings sind die Vorstellungen der Schwarzen Magie des Sanguma-Kultes noch nicht völlig zur Seite gelegt. Eine kürzlich veröffentlichte Studie erbrachte, dass Gewalt und Folter wegen Hexerei in den letzten 20 Jahren allein 30 Tote jährlich plus verletzte Opfer hervorgebracht hatte. Offenbar sei sogar die Polizei nur selten bereit, in Vorwürfen dieses Themenbereiches zu ermitteln.

Foto: Symbolbild

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!











Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Vatikan bestätigt Wucherpfennig als Frankfurter Hochschulrektor (62)

Opfer sagt, er musste sich vor Bischof Janssen nackt ausziehen (43)

Die Mächte der Finsternis (41)

USA: Vatikan untersagt Beschluss von Anti-Missbrauchsmaßnahmen (41)

Du sollst nicht falsch aussagen gegen deinen Nächsten (39)

'Auf ihrer rechten Hand oder ihrer Stirn ein Kennzeichen anzubringen' (34)

NEU! - kath.net-WhatsApp-Newsletter - NEWS und MISSION (26)

Italiens Bischöfe wollen Vaterunser-Bitte ändern (22)

Agatha Christies Beitrag zur Rettung der Tridentinischen Messe (19)

McCarrick-Skandal: US-Bischöfe wagen keine Forderung an Vatikan (19)

Grüner Ministerpräsident: 'Männerhorden raus' (18)

„Bischöfe scheinen wie gelähmt, das Oberhaupt packt nicht wirklich an“ (17)

Franziskus ist "kein undogmatischer oder evangelischer Papst" (13)

'Ich liebe Papst Franziskus, aber er hat mein Herz gebrochen' (12)

"Die Hobby-Journalisten von der Süddeutschen" (12)