Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  3. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  4. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  5. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  8. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  9. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  10. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  11. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  14. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  15. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur

Papst: Nicht alles, was technisch geht, ist ethisch vertretbar

20. November 2017 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Päpstlicher Kulturrat berät über "Die Zukunft der Menschheit, neue Herausforderungen für die Anthropologie"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat zu Bedacht beim Einsatz von Wissenschaft und Technik gemahnt: "Letztlich gilt immer das Prinzip, dass nicht alles, was technisch möglich und machbar ist, auch ethisch vertretbar ist", sagte er am Samstag im Vatikan. Der Papst sprach zu den Teilnehmern der Vollversammlung des Päpstlichen Kulturrats, die am Samstag endete.

Das Treffen stand dieses Jahr unter dem Motto "Die Zukunft der Menschheit, neue Herausforderungen für die Anthropologie". Die mehr als 80 Teilnehmer berieten seit Mittwoch über die Folgen neuester technischer und wissenschaftlicher Entwicklungen für den Menschen. Besonders ging es dabei um die Bereiche Gentechnik, Neurowissenschaften und künstliche Intelligenz.


Die Wissenschaft, wie auch jede andere Aktivität der Menschen, müsse stets bedenken, dass es Grenzen und eine ethische Verantwortung gebe, so Franziskus. Das Maß der Dinge müsse stets das Wohl der Menschen und jedes Einzelnen sein. Medizin und Gentechnik erlaubten heute, viele Krankheiten zu besiegen, die früher als unheilbar galten. Zugleich eröffneten sie jedoch auch die Möglichkeit, die Menschen als "programmierbar" anzusehen, warnte der Papst. Angesichts der Fortschritte bei der Entwicklung "autonomer und mitdenkender Maschinen" stelle sich verstärkt die Frage, was Mensch und Maschine unterscheide. Dies alles seien schwerwiegende Fragen, die die Kirche in Begleitung der Menschen und der Entwicklungen zu beantworten habe.

Franziskus riet, die Fortschritte in Technik und Wissenschaft zu würdigen, darüber jedoch nicht zu vergessen, dass diese nicht auf alles eine Antwort geben könnten. Wissenschaft und Kirche sollten stets im Gespräch bleiben. "Die Kirche bietet ihrerseits einige große Prinzipien, diesen Dialog zu unterstützen: Das erste ist der Mensch im Zentrum, der als Ziel und nicht als Mittel anzusehen ist." Das zweite wichtige Prinzip sei, dass technischer und wissenschaftlicher Fortschritt immer dem Wohl der ganzen Menschheit dienen müssten.

An der Vollversammlung des Kulturrats nahmen 27 Mitglieder des Rats, darunter Kardinäle, Bischöfe und Laien teil. Geladen waren darüber hinaus Berater sowie mehrere Redner und Gäste.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SCHLEGL 20. November 2017 
 

@hape

Der Papst hat es sehr schön gesagt, für Naturwissenschaften, etwa die Medizin steht der Mensch und sein Wohl im Mittelpunkt. Das trifft sich übrigens genau mit einem Satz, den Papst Johannes Paul II 1983 in Österreich vor der Akademie der Wissenschaften gesagt hat: "Darf der Mensch alles, was er kann?" Natürlich nicht!
Die Frage nach der Würde und nach dem Wohl des Menschen ist letztlich eine Frage nach Gott, der den Menschen geschaffen hat. Damit werden auch Grenzen der Manipulation (etwa im Bereich der Gentechnik) aufgezeigt. Übrigens bitte ich zu bedenken, was INKARNATION = FLEISCHWERDUNG der 2. Göttlichen Person in Jesus Christus für den Menschen bedeutet?
Weil Gott unsere menschliche Natur angenommen hat (Leo I), hat die päpstliche Aussage über das Wohl des Menschen auch christologische Bedeutung (Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt...Mt 25).Msgr. Franz Schlegl


2
 
 Stefan Fleischer 20. November 2017 

Was Mensch und Maschine unterscheidet

Da ist zum einen, dass die Maschine das vernetzte Denken, das "über den Tellerand des zu lösenden Problems hinaus sehen", nie lernen wird. Im Gegenteil, die Maschine wird den Menschen dazu "erziehen" darauf zu verzichten.
Und das Wichtigste: Die Maschine wird nie fähig sein, Gott ins Spiel zu bringen, nach seinem Willen zu fragen.


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  8. Papst besucht an Allerseelen Gräber ungeborener Kinder
  9. Dilexit nos
  10. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  7. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  8. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  9. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  10. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  11. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  12. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  13. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen
  14. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  15. Irrtümer über den Jakobsweg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz