19 November 2017, 12:13
Angst und Unsicherheit führen zu einem falschen Gottesbild
 
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Franziskus: Vertrauen, um voranzugehen und die Talente des Herrn zu nutzen. Gebet für den Nahen Osten und den Libanon. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Erster Welttag der Armen, vorletzter Sonntag des Kirchenjahres. Nach der heiligen Messe in der Petersbasilika betete Papst Franziskus das traditionelle Mittagsgebet des Angelus zusammen mit den Gläubigen auf dem Petersplatz. Bei seiner Ansprache vor dem Gebet ging der Papst vom Tagesevangelium mit dem Gleichnis von den Talenten aus (Mt 25,14-15.19-21).

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Der Diener, der sein Talent vergraben habe erkläre dem Herrn bei dessen Rückkehr den Grund seines Handelns: „Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder“ (V. 24-25). Dieser Diener habe mit seinem Herrn keine Beziehung des Vertrauens, sondern der Angst. Die Angst aber mache immer unbeweglich und führe oft zu falschen Entscheidungen und entmutige. Sie veranlasse zur Flucht in sichere und garantierte Lösungen, so dass am Ende nicht das Gute getan werde. Um voranzugehen, bedürfe es des Vertrauens.

Das Gleichnis lasse verstehen, wie wichtig es sei, eine wahre Vorstellung von Gott zu haben. Wir dürften an ihn nicht als bösen, harten und strengen Herrn denken. Täten wir dies, dann sei unser Leben nicht fruchtbar, da wir in der Angst lebten, was zu nichts Konstruktivem führe, im Gegenteil: die Angst lähme und zerstöre. So seien wir aufgerufen, über unsere Vorstellung von Gott nachzudenken. Er habe sich als der Barmherzige offenbart, ein Vater voller Liebe, Zärtlichkeit und Güte. Daher müssten wir ein unendliches Vertrauen in ihn haben.

Jesus zeige die Großherzigkeit und Fürsorge des Vaters auf viele Weisen: mit seinem Wort, mit seinen Gesten, mit seiner Aufnahmebereitschaft gegenüber allen, besonders der Sünder, der Kleinen und Armen. Auch mit seinen Mahnungen, die sein Interesse dafür offenbarten, dass wir unser Leben nicht nutzlos vergeudeten.

Gott nämlich habe große Achtung uns gegenüber. Dieses Bewusstsein helfe, verantwortliche Menschen in all unserem Handeln zu sein. Das Gleichnis der Talente rufe uns zu einer persönlichen Verantwortung und zu einer Treue auf, „die auch zur Fähigkeit werden, uns ständig auf neue Wege zu machen, ohne das Talent, das heißt die Gaben Gottes zu vergraben“.

Nach dem Angelus gedachte der Papst besonders derer, die aufgrund von Kriegen und Konflikten in schwerer Armut lebten. Franziskus rief die internationale Gemeinschaft auf, alles zu tun, um den Frieden zu begünstigen, dies besonders im Nahen Osten. Im einzelnen wandte er sich an die Bevölkerung des Libanons und betete für die Stabilität des Landes, damit es weiterhin eine Botschaft des Respekts und für das Zusammenleben in der ganzen Region und auf der ganzen Welt sein könne.











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