Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  4. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  6. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  7. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  8. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  9. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  10. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  11. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  12. Menschenrecht auf Abtreibung?
  13. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  14. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  15. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“

"Jesus Christus - König auf dem Thron des Kreuzes"

26. November 2017 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst Benedikt XVI. 2010 im Angelus zum Christkönigsfest: "Das Kreuz offenbart uns Gottes wahre Herrschaft: keine Macht der Gewalt, sondern die Macht des Erbarmens und der Liebe, die alle verwandelt und zu wirklich freien Menschen macht."


Vatikan (kath.net) kath.net dokumentiert zum heutigen Christkönigsfest die Worte von Papst Benedikt XVI. zum Angelus am Hochfest Christkönig am
21. November 2010

Liebe Brüder und Schwestern!

Soeben hat in der Vatikanischen Basilika die Liturgie zum Hochfest Christkönig ihren Abschluß gefunden, bei der auch die 24 neuen, während des gestrigen Konsistoriums kreierten Kardinäle konzelebrierten. Das Hochfest Christkönig wurde von Papst Pius XI. im Jahr 1925 eingesetzt und in der Folgezeit, nach dem II. Vatikanischen Konzil, auf das Ende des Kirchenjahres gelegt.

Wie in einem großen Bild stellt das Evangelium des hl. Lukas das Königtum Christi im Augenblick der Kreuzigung vor. Die führenden Männer des Volkes und die Soldaten verlachen »den Erstgeborenen der ganzen Schöpfung« (Kol 1,15) und stellen ihn auf die Probe, um zu sehen, ob er die Macht hat, sich selbst vor dem Tod zu retten (vgl. Lk 23,35-37). Doch gerade »am Kreuz ist Jesus auf der ›Höhe‹ Gottes, der die Liebe ist. Dort kann man ihn ›erkennen‹. […] Jesus gibt uns das ›Leben‹, weil er uns Gott gibt. Er kann ihn geben, weil er selbst eins ist mit Gott (Benedikt XVI., Jesus von Nazareth, Freiburg-Basel-Wien 2007, S. 401/406).


Während sich nämlich der Herr scheinbar nicht von den beiden Verbrechern unterscheidet, öffnet sich einer von ihnen im Bewußtsein der eigenen Sünden der Wahrheit, findet zum Glauben und bittet den »König der Juden«: »Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst« (Lk 23,42).

Von dem, der »vor aller Schöpfung« ist und in dem »alles Bestand« hat (Kol 1,17), empfängt der sogenannte »gute Schächer« sogleich die Vergebung und die Freude, in das Himmelreich einzugehen. »Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein« (Lk 23,43).

Mit diesen Worten nimmt Jesus vom Thron des Kreuzes aus jeden Menschen mit unendlicher Barmherzigkeit auf. Der hl. Ambrosius kommentiert, daß dies »ein schönes Beispiel für die Bekehrung ist, nach der man streben muß: bald wird dem Schächer die Vergebung gewährt, und die Gnade ist reicher als das Erbetene; der Herr nämlich«, so Ambrosius, »gibt immer mehr als das, worum man ihn bittet […]

Das Leben ist das Mit-Christus-sein, denn wo Christus ist, da ist das Reich« (Expositio Ev. sec. Lucam X, 121: CCL 14, 379).

Liebe Freunde, der Weg der Liebe, den der Herr uns offenbart und den zu beschreiten er uns einlädt, können wir auch in der christlichen Kunst betrachten. Denn »in der Gestaltung der christlichen Kirchenbauten […] wurde es üblich, an der Ostseite den königlich wiederkommenden Herrn – das Bild der Hoffnung – darzustellen, an der Westseite […] das Weltgericht als Bild der Verantwortung unseres Lebens« (Spe salvi, 41): Hoffnung auf die unendliche Liebe Gottes und Einsatz dafür, unser Leben nach der Liebe Gottes zu ordnen. Wenn wir die am Neuen Testament inspirierten Darstellungen Jesu betrachten, werden wir – wie ein altes Konzil lehrt – dazu geführt, »die Erhabenheit der Erniedrigung des Wortes Gottes zu begreifen und […] sein Leben im Fleisch, seine Passion und seinen heilbringenden Tod und die Erlösung in Erinnerung zu rufen, die sich daraus für die Welt ergeben hat (Konzil in Trullo [691– 692], can. 82). »Ja, wir brauchen sie […], damit wir fähig werden, im durchbohrten Herzen des Gekreuzigten das Geheimnis Gottes zu erkennen (Joseph Ratzinger, Gesammelte Werke, Band 11, Theologie der Liturgie. Die sakramentale Begründung christlicher Existenz, Freiburg-Basel-Wien 2008, S. 68).

Am heutigen Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem wollen wir Maria die neuen Purpurträger des Kardinalkollegiums sowie unsere irdische Pilgerreise hin zur Ewigkeit anvertrauen.

Grußwort auf deutsch: Mit Freude grüße ich alle deutschsprachigen Brüder und Schwestern, besonders die Pilger aus der Schweiz und aus Deutschland, die anläßlich des Konsistoriums der Kardinäle nach Rom gekommen sind. Am letzten Sonntag des Kirchenjahres schauen wir auf Christus, den König auf dem Thron des Kreuzes. Das Kreuz offenbart uns Gottes wahre Herrschaft: keine Macht der Gewalt, sondern die Macht des Erbarmens und der Liebe, die alle verwandelt und zu wirklich freien Menschen macht. Als getaufte Christen wollen wir am Aufbau seines Reiches der Gerechtigkeit, des Friedens und der Liebe mitarbeiten. Dabei stärke euch der Heilige Geist.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Benedikt XVI.

  1. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  2. Kardinal Kasper erinnert sich wertschätzend an Benedikt XVI./Ratzinger - „Kennen uns seit 1963“
  3. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  4. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  5. Papst Leo verlieh Ratzingerpreis an den Stardirigenten Riccardo Muti
  6. "Unsere Liebe Frau von Guadalupe" ist "Mutter und Stern der Evangelisierung in Amerika"
  7. „Was Benedikt XVI. uns über Israel lehrte – und warum es heute von Bedeutung ist“
  8. Benedikt XVI.: "Das Kommen des Herrn ist einmalig"
  9. Vorweihnachtliches Lichtermeer
  10. Stardirigent Riccardo Muti erhält Ratzinger-Preis






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  7. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  8. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  9. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  10. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  11. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  12. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  13. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  14. Ein Frühstück für den Verleugner
  15. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz