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Renommierter Theologe kritisiert Papst, kündigt nach Aufforderung

2. November 2017 in Weltkirche, 61 Lesermeinungen
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Pater Weinandy verliert Stelle als theologischer Berater der US-Bischofskonferenz – Bischöfe seien still geworden, weil sie befürchten, dass sie andernfalls „an den Rand gedrängt würden oder noch Schlimmeres“


Vatikan (kath.net) Das Pontifikat von Papst Franziskus habe jenen, „die schädliche theologische und pastorale Standpunkte vertreten, die Lizenz und das Vertrauen gegeben, ins Licht zu treten und ihre bisher verborgene Dunkelheit zu entblößen“, die eines Tages korrigiert werden müsse. Dies schreibt der Theologe und Kapuzinerpater Thomas Weinandy an den Papst. Weinandy ist Professor an der Gregoriana in Rom und war ein hochrangiger Mitarbeiter der US-amerikanischen Bischofskonferenz. Papst Franziskus hatte den international bekannten Gelehrten mit dem Orden „Pro Pontifice et Ecclesiae“ ausgezeichnet und ihn 2014 zum Mitglied der Internationalen Theologenkommission ernannt. Nach Bekanntwerden des Schreibens hat die US-amerikanische Bischofskonferenz am 1. November den Gelehrten als ihren theologischen Berater gebeten, seine Stelle aufzugeben, Weinandy entsprach dieser Bitte, wie dem „Catholic Report“ zu entnehmen ist. Die weitere Entwicklung bleibt noch abzuwarten.

Weinandy drückt in dem Schreiben seine Treue zu Papst Franziskus als dem „Stellvertreter Christi auf Erden“ und dem „Hirten seiner Herde“ aus. Trotzdem kritisiert er am Papst in respektvollem Ton:


- dass er „chronische Verwirrung“ fördere
- die Wichtigkeit der Lehre schwäche
- dass er Bischöfe ernenne, welche die Gläubigen mit dubiosen Lehren und zweifelhafter pastoraler Praxis schockierten
- dass er Geistlichen, die widersprechen, den Eindruck vermittle, dass sie an den Rand gedrängt würden „oder Schlimmeres“, wenn sie ihre Meinung offen äußerten
- dass er treue Katholiken dazu bringe, ihr Vertrauen in ihren obersten Hirten zu verlieren

„Heiliger Vater“, so schreibt Weinandy beispielsweise, „Sie haben, besonders während der beiden vergangenen Synoden, alle Menschen, besonders Bischöfe, dazu ermutigt, frei herauszusprechen und keine Angst davor zu haben, was der Papst denken könnte. Doch haben Sie wahrgenommen, dass die Mehrheit der Bischöfe in der ganzen Welt auffallend still geworden sind? Warum dies? Bischöfe lernen schnell, und was viele von ihnen in Ihrem Pontifikat gelernt haben, ist nicht, dass Sie offen für Kritik sind, sondern dass Sie Kritik übelnehmen. Viele Bischöfe sind still, weil sie Ihnen treu sein wollen, deshalb sprechen sie nicht offen (zumindest öffentlich, im Privaten ist das eine andere Sache) über die Sorgen, die Ihr Pontifikat in ihnen auslöst. Viele befürchten, dass wenn sie frei sprächen, dass sie dann an den Rand gedrängt werden würden oder sogar Schlimmeres.“

Die Lehre von Papst Franziskus wirke „absichtlich zweideutig“, etwa in Amoris laetitia, erläutert Weinandy. Außerdem kritisierte er, dass Papst Franziskus Lehre und Doktrin „sehr häufig“ als toten Buchstabenglauben charakterisiere, was von den alltäglichen pastoralen Sorgen sehr weit entfernt sei. Aber sei es nicht im Gegenteil genau die christliche Doktrin einschließlich ihrer feinen Unterscheidungen, die die Menschen von weltlichen Ideologien befreie und die sicherstelle, dass das authentische, lebensspendende Evangeliums verkündet werde.

Das Schreiben des Gelehrten datiert auf den 31. Juli (Fest des Gründers der Jesuiten, Ignatius von Loyola), ist aber erst jetzt bekannt geworden. Mitte Oktober hatte Weinandy eine kurze Antwort des italienischen Erzbischofs Angelo Becciu erhalten, der „Nummer zwei“ im Staatsekretariat, dass der Papst das Schreiben gesehen habe. Eine Antwort von Papst Franziskus kam offenbar nicht. Daraufhin gab Weinandy das Schreiben an „crux“ und andere Medien.

Link zum Brief Weinandys in voller Länge in „Crux“: “Your Holiness, I write this letter with love for the Church and sincere respect for your office”.

Archivfoto: Papst Franziskus



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Lesermeinungen

 hape 6. November 2017 

@ leibnitz

In 2 Joh heißt es weiter: „Denn wer ihm [dem Irrlehrer] den Gruß bietet, macht sich mitschuldig an seinen bösen Taten.“ (2 Joh 1,11) – Wir gefährden uns durchaus selbst und haben zugleich eine Verantwortung vor Gott, wenn wir dem Irrlehrer ein Schaufenster bieten, indem wir uns auf seine Gaukeleien einlassen. Ist das nicht hochmütig?

Hier gilt es abzuwägen, was der Wille Gottes ist. Manchmal ist es Schweigen, manchmal ist es Schreiben. Papst Franziskus schweigt. Pater Weinandy schreibt. Beiden unterstelle ich, dass sie sich um die Unterscheidung der Geister bemühen. Aber wem soll ich denn nun glauben?

Natürlich dem Herrn selbst. Zwar ist der Glaube auch ein Willensakt. Aber er wird dann schnell zur Herzenserfahrung. Ich glaube also dem dreifaltigen Gott, der mich im Allerheiligsten Sakrament des Altares anschaut. Mein Herz glaubt dem Herzen Jesu. Ihm möchte ich gehorsam sein! Uns so zieht mich mein Herz eher zu Pater Weindandy als zum Papst. Ich kann es nicht anders erklären.


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 Klaffer 6. November 2017 
 

@leibniz Teil 2

Man muss nicht mit allem einverstanden sein, was Päpste sagen, was sie entscheiden und was sie tun. Sie dürfen auch kritisiert werden – Franziskus so wie Johannes Paul oder Benedikt.

Ich muss zugeben, dass mich das Schreiben „evangelii gaudium“ sehr beeindruckt hat. Daher freue ich mich, wenn auch auf Kathnet einige wenige den Papst verteidigen und habe mich deshalb bei @Aloe bedankt.
Ich kann aber auch verstehen, dass Sie mit Papst Franziskus nichts anfangen können.


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 Klaffer 6. November 2017 
 

Danke auch für Ihre Meldung.

Ich weiß, dass es sehr schwierig ist, hier einen Meinungsaustausch zu pflegen. Einerseits, weil die Einstellungen sehr weit auseinander liegen, andererseits, weil (das betrifft vielleicht nur mich?) Beiträge oft nicht veröffentlicht werden.

Meine Bibelkenntnisse habe ich vom Hören im Gottesdienst, von meinem (lange zurückliegenden) Religionsunterricht und durch das persönliche Lesen der Hl. Schrift. Ich habe aber keine theologische Ausbildung von einer Uni.
Über die Situation an den theologischen Fakultäten (heute oder auch vor 30 Jahren) kann ich daher nichts sagen.

Gerne erinnere ich mich an den Katholikentag 1983 und die Messe mit Papst Joh. Paul II. in Wien. Es war ein tolles Erlebnis. Joh. Paul II. hat einen wichtigen Beitrag zur Überwindung des Kommunismus in Europa geleistet und viel für die Verständigung unter den Religionen getan.


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 Bernhard Joseph 6. November 2017 
 

Tja, Jesus Christus ist und bleibt für einige ein Ärgernis

Man sieht es hier wieder an den Kommentaren von @Maß und Mitte, @Klaffer und @Aloe.

Ginge es nach ihrer Logik, müsste man das Evangelium umschreiben, ja revidieren.

Jesus hat aber an keiner Stelle die Gebote aufgehoben, sondern stets bekräftigt. Was er an den Pharisäern kritisierte, ja scharf verurteilte, war die Diskrepanz von Wort und Tat bei den Pharisäern.

Mt 23,3 Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen.

Im Grunde waren die Pharisäer die Vorläufer der heutigen Relativisten. Man redet vom Ideal, denkt jedoch, dass man es doch nicht erreichen könne und trennt so das Wort von der Tat. Genau das aber verurteilte Jesus Christus als Heuchelei!

Die Ehe ist kein Ideal, das man anstreben und doch nicht verwirklichen kann, sondern sie ist ein Sakrament. Dass Mann und Frau im Sakrament der Ehe ein Fleisch werden, ist eben nicht nur ein Bild, sondern eine Realität!


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 leibniz 6. November 2017 
 

@hape,
Sie haben leider Recht.
Ich unterhalte mich zwar auch mit Menschen, die relativieren, aber wenn nie darauf eingegangen wird, was der andere gesagt hat bzw. jemand sogar das relativiert, was er selbst gesagt hat, hat es keinen Sinn mehr.


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 hape 6. November 2017 

@ Maß und Mitte

„Achtet auf euch, damit ihr nicht preisgebt, was wir erarbeitet haben, sondern damit ihr den vollen Lohn empfangt. … Wenn jemand zu euch kommt und nicht diese Lehre mitbringt, dann nehmt ihn nicht in euer Haus auf, sondern verweigert ihm den Gruß.“ (2 Joh 1,10)

Das kam mir in den Sinn, als ich Ihre Antworten überflogen habe. Es ist schon sehr befremdlich, wenn Sie insinuieren, die Ehe-Lehre sei nicht umsetzbar. Das ist eine Ohrfeige für all jene, die sich ein Ehe-Leben lang bemühen, genau das zu tun. Das ist Verspottung jener Heiligen, die für die Wahrheit des Ehe-Sakramentes ihr Leben gegeben haben: Johannes der Täufer, John Fischer, Thomas Morus. Das ist eine Frechheit gegenüber jenen, die nach lange wilder Ehe eine Lebensbeichte mit allen Konsequenzen vollzogen haben, um ganz bewusst katholisch heiraten zu können.

Nicht jeder Meinungsaustausch ist à priori eine gute Sache. Wenn dabei die Lehre der Kirche beharrlich relativiert wird, ist der Meinungsaustausch sinnlos.


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 Aloe 6. November 2017 

@leibniz -2-

Meine Aussage über mein „gut katholisches“ Umfeld bitte ich Sie, nicht aufgrund ihrer persönlichen Sichtweise zu beurteilen u.in meinem Fall zu verzerren. Dieses Forum hat ja nichts mit Justiz zu tun, wo man sich für seinen ehrlich u.mit in vieler Hinsicht u.in vielen Fällen mit Hingabe gelebten Glauben zu rechtfertigen hätte.
Um Situation u. Entwicklungen in d. kath. Fakultäten,sowohl in Ö als in D, weiß ich ein wenig Bescheid. Jedoch, sollte dies mein persönl.Christsein vergiften, soll ich deshalb die Haltung eines Richtenden einnehmen?
Eben b. K.-Leisner-Jugend, Bibelstelle gezogen:(1Kor 13,4-8) "Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig.Sie ereifert sich nicht,sie prahlt nicht,sie bläht sich nicht auf.Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil,läßt sich nicht zum Zorn reizen,trägt das Böse nicht nach.Sie freut sich nicht über das Unrecht,sondern freut sich an der Wahrheit.Sie erträgt alles,glaubt alles,hofft alles,hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf."


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 Aloe 6. November 2017 

@leibniz

Voraus möchte ich klären: wenn ich hier ab und zu eine Meinung äußere, suche ich die Möglichkeit d. Diskussion, jedoch absolut nicht Konfrontation in Form von Gegnerschaft.
Wie man sich hier im Forum früher gegenüber P. JPII. u. P. Benedikt XVI. geäußert hat, weiß ich nicht. Aber das ist ja kein Argument, das von mir beklagte polemische Verhalten gg. P.F. zu entschuldigen.
Wenn ich für Respekt zu Papst Franziskus plädiere, tue ich das unabhängig von Haltungen einem and. Papst gegenüber in früheren Zeiten. Persönlich habe ich Papst Johannes Paul II. sehr geschätzt, u. aufgrund einer auffallenden Hilfe, die ich nach seinem Heimgang empfangen durfte, verehre ich ihn in Dankbarkeit. Ebenso hatte und hat der jetzt em. Papst Benedikt XVI. meine höchste Wertschätzung! Auf mich trifft also ihr Vorwurf nicht zu.
Forts.


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 leibniz 6. November 2017 
 

@Aloe und Klaffer und andere

Etwas ganz Neues?
Also, ich erfuhr während der Pontifikate des JPII. und Benedikt XVI. fast nichts anderes als Infragestellung, sowie Spott und Hohn gegenüber diesen beiden Päpste aus sich "gut katholisch" nennenden Kreisen in Deutschland.
Am schlimmsten war die Verspottung beider in den katholischen Fakultäten.
Das Dogma der Unfehlbarkeit, welches plötzlich wichtiger zu sein scheint als alle anderen Dogmen, spielte damals gar keine Rolle bzw wurde offen geleugnet. Theologen, welche die beiden verteidigten, hatte keinerlei Chancen, in Deutschland einen Lehrstuhl zu bekommen.
Lieber Aloe, Klaffer, Maß und Mitte und andere: Wo haben Sie damals gelebt?


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 Montfort 6. November 2017 

"Vergebliche Liebesmüh" anders kann man die seitenlangen bemühten Antworten ...

... vieler wohlmeinender Foristen auf die verwirrenden Kommentare von @Mass und Mitte nicht nennen - leider. Fruchtbringender Dialog und Diskurs wäre nur dann möglich, wenn beide Seiten - die verstehen KÖNNEN - auch verstehen WOLLEN.

Daher nochmals: "Katholisch" heißt nicht, dass darin jeglicher Widerspruch Platz hätte - letzteres wäre eher "diabolisch" zu nennen.

Da ist es besser, sich nicht in weitere Diskussionen verwickeln zu lassen, sondern treu zu beten:

Heiliger Michael, verteidige uns ...!

O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen!


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 Klaffer 6. November 2017 
 

@Aloe

Danke für Ihren Beitrag.


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 Elija-Paul 6. November 2017 
 

Lehre und Praxis gehören zusammen!

@Mass und Mitte
Kein Christ wird widersprechen, daß das christliche Handeln wesentlich ist.
Die Sorge derjenigen, die sich kritisch gegenüber diesem Ponitfikat zeigen liegt darin, ob Papst Franziskus in Übereinstimmung mit der aus der Lehre kommenden rechten Praxis handelt und manche Äußerungen nicht zur Häresie führen können oder gar selbst von ihr infiziert sind! Die rechte Lehre ist ein sehr hohes Gut und wenn es da Schatten der Zweifel gibt, dann müssen diese zum Wohl der Gläubigen geklärt werden. Auch der Papst ist der rechten Lehre verpflichtet, wie schon oft betont wurde!
Wenn ich z.B. an Afrika denke (Congo), da haben die meisten Gläubigen wohl gar keine Ahnung von diesen Problemen mit AL. Sie werden höchstens von den Priestern in dieser Hinsicht belehrt. Für sie ist aber klar - so viel ich weiß - daß zur Kommunion nur der gehen kann, der gültig verheiratet ist! Situationsethik und ähnliche Begründungen für eine veränderte Praxis dürften kaum vermittelbar sein!


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 Aloe 6. November 2017 

@Mass und Mitte

@Mass und Mitte
Danke @Mass und Mitte für Ihre auch sprachlich ausgewogenen Beiträge.
Dann möchte ich noch aus meiner Sicht noch erwähnen: Weder in meinem gut katholischen Umfeld noch in den bekannten katholischen (jedoch unabhängigen) Radiosendern, die ich regelmäßig höre, erfahre ich ein solches Hinterfragen (ganz abgesehen von den Angriffen) der Person unseres Papstes Franziskus.
Gottes Segen!


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 lesa 6. November 2017 

Mass und Mitte: Viele Male wurde hier im Forum dargelegt, dass der Papst nicht die alleinige Instanz ist, sondern die lebendige Überlieferung genauso ein Kriterium ist für die Authentizität der Lehre der Kirche. Braucht es vielleicht eine besondere Gnade, dies überhaupt HÖREN ZU WOLLEN?


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 Mass und Mitte 6. November 2017 
 

Lieber Kreuz (Teil 2)

Er sagt ganz klar, dass nicht jeder in den Himmel kommt, der einfach seinen Namen vor sich hin plappert, sondern nach seinen Geboten lebt. In der Rede über das jüngste Gericht sagt er auch ganz klar, was die Kriterien sind. Es sind allesamt Worte über die Nächstenliebe, die tätige Nächstenliebe. Und wenn wir uns die katholische Tradition anschauen, dann steht da die Werkgerechtigkeit ebenfalls, im Gegensatz zu den Protestanten, im Vordergrund. Das bedeutet, dass man durchaus den Glauben so auf den Punkt bringen kann, dass die katholische Religion eine Religion der Tat ist. Sie sehen, ich habe doch sehr nachgedacht, bevor ich diese Äusserung getätigt habe.
Auch ich wünsche Ihnen aufrichtig alles Gute zum Wochenbeginn


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 Mass und Mitte 6. November 2017 
 

Lieber Kreuz

Wir sind hier auf einem katholischen Forum und der Sinn eines Forums ist es, sich persönlich auszutauschen. Der Sinn eines Forums ist es auch, dass mehrere Meinungen aufeinandertreffen. Und Meinungen sind prinzipiell subjektiv. Wenn wir in der katholischen Kirche von einer objektiven Meinung sprechen wollen, dann kann dies ja nur diejenige vom Papst sein, den hier ja viele kritisieren. Daher verstehe ich ehrlich gesagt Ihren und den Einwand von Montfort überhaupt nicht. Ich verurteile Ihre Meinung nicht, sage nicht, dass sie falsch ist, möchte Sie einfach darauf aufmerksam machen, dass sie vom Papst und überwiegenden Teil der Kardinäle nicht geteilt wird. Das soll Sie nicht daran hindern, diese Meinung weiter zu vertreten, aber Sie dürfen nicht die Mehrheitsmeinung als subjektive Meinung abtun, dies verzerrt die Realität. Mit Religion der Tat meinte ich übrigens, dass Jesus sich ja klar äussert zum Thema, wer für das Himmelreich bestimmt ist.


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 kreuz 4. November 2017 

Lb. @Mass u Mitte,

ich will mich vorsichtig @Montforts Antwort anschließen. Ihre statements sind manchmal ein bißchen durcheinander, manchmal reine pers. Meinung (passiert mir auch).
und manchmal beantworten Sie Fragen nicht, sondern bügeln einfach eine weitere pers. Meinung drüber.
vielleicht haben Sie in diesen Dingen erhöhten Gesprächsbedarf, da würde ich aber auch ein wirkliches Gespräch anraten bei einer katholischen Person an Ihrem Ort.
ich möchte mich gar nicht weiter abgrenzen, aber auch nicht weiter einlassen.
eine Mehrheit der langjährigen Kommentatoren hier sieht die Dinge des Glaubens so ähnlich wie ich, und das ist erstmal kein Indiz daß es richtig ist. aber es bezeugt daß ich dort kommentiere wo ich mich zuhause fühle.

ich weiß nicht mit welcher Intention Sie hier sind und ob es Ihnen gut damit geht. ihr Satz: "... dass das Christentum vor allem eine Religion der Tat ist und nicht der Worte.", think about it! (link)


alles Gute Ihnen (genau so ist`s gemeint).

www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/joh1.html


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 Mass und Mitte 4. November 2017 
 

@Montfort

Ich habe sehr gut durchdacht, was ich geschrieben habe. Und ich stehe dazu. Katholisch bedeutet allumfassend. Dies nicht in dem Sinne, dass es keine Richtlinien gibt, sondern das akzeptiert wird, dass in gewissen Fragen Katholiken unterschiedliche Meinungen haben dürfen. Wie oft hat beispielsweise ein Papst das Unfehlbarkeitsdogma in Anspruch genommen? Einmal! Wenn es so wäre, dass wir über jede Sache die gleiche Meinung haben müssten als Katholiken, dann könnte der Papst ständig davon Gebrauch machen. Ganz wichtig ist zu verstehen, dass es der Papst ist, welcher von diesem Dogma Gebrauch machen kann und kein Kardinal Brandmüller, Weilandy, Kardinal Burke, etc.


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 Montfort 4. November 2017 

@Mass und Mitte - Haben Sie vorher durchdacht oder wenigstens nachher gelesen, ...

... was Sie in Ihren letzten beiden Kommentaren zu @kreuz üb @hape geschrieben haben? Das strotzt ja nur so von widersprüchlichen Behauptungen ohne vernünftige Zusammenhänge. Zusammenfassen kann Ihre Konvolute nur so: "Ic habe ja kein Problem damit, wenn jeder meint und tut, wie er will - Hauptsache, alle halten sich an die reine Lehre, in der Platz ist für jegliche Änderung, und akzeptieren jede Meinung anderer - wir sind doch alle katholisch."

"Katholisch" heißt nicht, dass darin jeglicher Widerspruch Platz hätte - letzteres wäre eher "diabolisch" zu nennen.

Heiliger Michael, verteidige uns ...!


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 Mass und Mitte 4. November 2017 
 

@Hape (Teil 2)

Mir ist klar, Sie werden einwenden, dass der Papst eine klare Antwort geben sollte. Nur muss man akzeptieren können, wenn er dies nicht tut. Wenn er es nicht tut, dann hat dies einen Grund. Ich lese AL so, dass Papst Franziskus die Kompetenz darüber zu entscheiden, ob wvG an der Kommunion teilnehmen dürfen, an die Ortsbüsterm abgeben möchte. Er hat also etwas vollzogen, was de facto jetzt schon so gehandhabt wird, da es ja wirklich sehr, sehr grosse Unterschiede diesbezüglich gibt in den Bistümern. Dazu kommt, dass ja durch die grosse Anonymität und Mobilität, was die Gottesdiensbesuche anbelangt (niemand ist an seine Pfarrei gebunden), es fast nicht möglich ist für einen Priester zu wissen, in welchen Verhältnissen jemand lebt. Anstatt hier eine Lehre aufrechtzuerhalten, welche nicht umsetzbar ist, sagt der Papst, dass dort, wo die Ehen geschlossen werden, mehr Hinwendung und Unterscheidung erfolgen soll. Father Weinandy soll sich nun bei den Bistümern für die Lehre einsetzen.


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 Mass und Mitte 4. November 2017 
 

@Kreuz und Hape

@Kreuz: Für mich vertritt vor allem jemand die reine Lehre, wenn er danach handelt. Das persönliche Handeln eines Menschen zeigt mir, ob jemand die reine Lehre vertritt. Weder Sie noch ich können beurteilen, ob Kardinal Brandmüller dies tut. Das können wir auch bei Papst Franziskus nicht per se abschätzen. Aber es muss doch klar sein, dass das Christentum vor allem eine Religion der Tat ist und nicht der Worte. Ich habe übrigens auch kein Problem damit, wenn Sie denken, dass Herr Kardinal Brandmüller die reine Lehre vertritt und Sie danach handeln. Katholisch bedeutet allumfassend, da muss es Platz für mehrere Meinungen haben. Lieber Hape, ich habe mit niemandem Mühe, der nach seinem Gewissen für die Wahrheit eintritt, auch wenn er Meinungen vertritt, die meiner entgegenstehen. Wirklich nicht. Ich kritisiere nur die Form. Heutzutage wird schon in der Gesellschaft und Politik alles nach aussen getragen. Weshalb müssen wir Katholiken da mitmachen?


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 kreuz 3. November 2017 

einen kleinen Teil Ihres Kommentars

kann ich ihnen beantworten, @ Mass und Mitte:
Kardinal Brandmüller vertritt die reine Lehre.

www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kardinal-walter-brandmueller-ueber-den-streit-um-amoris-laetitia-15266671.html


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 Mr. Incredible 3. November 2017 
 

"Martyrium" oder "Fehler"?

Ich halte von dem aktuell dargebotenen Verhalten und Tun/Sprechen des Vatikan (Papst und seine Helfershelfer) wenig. Ich bin römisch-katholisch. Insofern leide ich darunter, denn ich bin treu zum Papst. Ubi Petrus ibi ecclesia. Das sind dunkle Zeiten, aber es wird auch wieder anders werden, denn der Herr lässt seine Kirche nicht allein (siehe Äußerung von Card. Caffarra).
Wenn der Pater diese Dinge dem Papst schreiben will, so soll er‘s tun. Inhaltlich kann man da einigem zustimmen. Wenn er sieht, dass er Herr ihn zum Martyrium ruft, dann soll er an die Presse gehen, er wird zu 100% abgesägt. So sind die Zeiten heute in der Kirche. Leider. Sofern er nur den Ruf hatte, seine Gedanken dem Papst mitzuteilen, dann war der Gang an die Öffentlichkeit m.E. allerdings falsch, wenn nicht gar eitel.
Andere Pontifikate sind, da inhaltlich gehaltvoller, mit solchen Dingen souveräner umgegangen. Aber die Südamerika-Connection handelt bzw. beeinflusst, wie ich es mittlerweile von Ihnen erwarte.


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 Montfort 3. November 2017 

@wedlerg u.a. - Unter dem Nick @Mass und Mitte scheint @A.Reik seelenverwandt zu sein

Unter dem Deckmantel "katholisch" verbreitet er MASSenhaft Verwirrung und verMITTElt Antikatholisches.

Die Diskussion mit ihm scheint eher Zeit- und Energievergeudung und gibt ihm eine Bühne.

Heiliger Michael, verteidige uns ...!


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 GerogBer 3. November 2017 

Wer die

Wahrheit spricht, braucht ein schnelles Pferd. Indianisches Sprichwort.
Das ist in unserer geliebten Kirche (leider) nicht anders als anderswo.


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  3. November 2017 
 

Die Pharisäer von Rom

Regieren im Vatikan die Pharisäer? Nach außen schön getüncht und breit gegürtet, immer auf das Rampenlicht und den Vorteil bedacht, jedoch innerlich voller Fäulnis. Sie machen anderen Vorschriften, die es einzuhalten gilt und halten sich nicht selbst daran. Wer das kritisiert, die Wahrheit klar ausspricht, wird ausgegrenzt, kommt vor das Gericht oder wird gekreuzigt. Nicht fähig zu einer plausiblen Erklärung wird ohne Selbstkritik oder Barmherzigkeit geurteilt. Danke Pater Weinandy für ihre mutigen Worte, sie scheinen ihnen tatsächlich vom Heiligen Geist dem Werkzeug Gottes anvertraut worden zu sein. Bleiben die Pharisäer blind?


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 Archangelus 3. November 2017 

Beten wir immer mehr zum Herrn um den rechten Weg


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 leibniz 3. November 2017 
 

Barmherzigkeit?

Aha, in diesem Falle soll also Gerechtigkeit gelten? Ich dachte, die Barmherzigkeit sei das neue geltende Prinzip? Ach so, ich verstehe: Leute, die nicht meiner Meinung sind, haben keine Barmherzigkeit verdient. (Ironieknopf aus)


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 wedlerg 3. November 2017 
 

@Mass und Mitte: fällt da die Maske?

Sehr viel Maß und Mitte springt aus Ihren Kommentaren ja nicht. Jetzt soll es die "Gerechtigkeit" sein, die Pater Weinandy also zuteil werden soll.

Hat nicht Franziskus selbst dazu aufgefordert frei zu sprechen, dazu, dass jeder angehört werden müsse? Angehört werden indes nur solche, die links stehen, meist so weit links, dass sie jenseits der LINKEN in dt. Bundestag stehen. Auch Pater Weinandy hat keine AW aus Rom erhalten, als er sich direkt an den Papst wendete.

Dass er jetzt seine Sorgen an die Öffentlichkeit trägt, ist er Christus und der Kirche schuldig. Solchen Mut mit Repressionen beantworten ist nicht gerecht oder gar barmherzig - das ist totalitär. Wenn das Ihr Maß ist, wie schaut dann Ihre Mitte aus?


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 Genesis 3. November 2017 

@Mass und Mitte

Hoffentlich haben Sie auch so kommentiert unter dem Pontifikat Benedikt XVI. Denn was da so alles "abgelaufen" ist, war weitaus mehr als - ich zitiere Ihre Worte - alles andere als katholisch.


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 Herbstlicht 3. November 2017 
 

deprimierend!

Zivilcourage, der Mut, ein offenes Wort zu sprechen, sich einsetzen, dies alles wird heute zu Untugenden erklärt und führt zu Strafe, zu Entlassung, zu Ausgrenzung.

Diese mittlerweile schon beinahe vorhersagbare Reaktion der kirchlichen Obrigkeit Kritikern gegenüber erinnert mich an einen anderen aktuellen Beitrag von kath.net:
"Keine Meinungsfreiheit für Katholiken"

http://kath.net/news/61512

Es sieht aus, als ob die Problematik, die dort angesprochen wird, sich inzwischen fast mühelos auch auf Teile der katholischen Kirche übertragen lässt.
Und das soll positiv sein?


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 Kostadinov 3. November 2017 

@Elija-Paul - schliesse mich Ihnen vollumfänglich an

es ist tröstlich zu wissen, dass man mit seinen Eindrücken über das aktuelle Pontifikat nicht allein ist. Und was die Aufregung von Maß&Mitte angeht: in den beiden Vorgängerpontifikaten war es doch geradezu Volkssport unter den Theologen, über den Papst zu meckern oder ihn gar lächerlich zu machen. Warum jetzt plötzlich so empfindlich, noch dazu wenn Sie selber schreiben, dass mit der bisher gültigen Lehre gebrochen werden soll?


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 Elija-Paul 3. November 2017 
 

Falsche Einschätzung!

@ Mass und Mitte

Ich glaube Sie können leider nicht erkennen in welche Abgründe dieses Pontifikat führt und merken daher nicht, daß die Information über die Öffentlichkeit denen dient, welche diesselben Fragen haben! So hat es auch der Pater erklärt! Man kann ihm dankbar sein, daß er - wie er es beschreibt - auf Gott gehört hat! Es geht nicht darum einen Helden aus ihm zu machen, aber doch wahrzunehmen, daß er den Mut hatte klare Dinge zu sagen, die nicht wenige Gläubige sehen! Hoffentlich werden es noch mehr! Das werden Sie nicht so sehen! Dieses Pontifikat öffnet leider vielen modernen Ansichten die Türe und dahinter werden dann Krafte der Zerstörung sichtbar! Deshalb braucht es auch eine Kommunikation, die sonst nicht üblich sein muß! Doch wenn man das Feuer sieht muß man auch warnen! Das tut der Pater! Es wäre gut, wenn sich die amerikanische Bischofskonferrenz daran ein Beispiel nimmt und ihre eigene Position wirklich einmal besser durchklärt, wie es die polen taten!


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 Chris2 3. November 2017 
 

Warum werden immer nur konservative


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 Mass und Mitte 3. November 2017 
 

Absolut neuer Vorgang

Ich muss ein wenig zynisch auf viele der Voten hier reagieren: Denn es ist wirklich einmalig, dass in der katholischen Kirche nun Theologen gefeiert werden, die sich öffentlich per Zeitung exponieren und so der Heiligen Kirche schaden. Es ist einmalig, dass man den Heiligen Vater kritisiert, weil die amerikanische Bischofskonferenz diesen Theologen entlässt. Wo bleibt hier irgendein Sinn für Gerechtigkeit? Ich kenne diesen Theologen, Pater Weinandy, nicht. Aber ich finde es mehr als lächerlich, wenn man ihn nun zum Helden hochjubelt. Für was genau??? Seine Meinung kann man respektieren, die Art und Weise der Kommunikation sicherlich nicht. Das ist alles andere als katholisch.


3

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 benedetto05 3. November 2017 
 

Bitte an Kath.net:

Bitte an kath.net:
Übersetzt diesen Brief vollständig und bringt ihn bei Euch heraus, damit auch
die des Englischen nicht so gut Kundigen sich ein vollständiges Bild machen
können.

Ansonsten sage ich noch einmal: der Druck auf PF muss weiter wachsen, weil
sein Pontifikat zu viel zerstört. Er muss einen Orkan als Gegenwind spüren,
der ihn zum Rücktritt zwingt, anders läßt sich der Schlamassel nicht über-
winden.

Gott segne Pater Weinandy.Amen.


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 Ginsterbusch 3. November 2017 

[email protected]

Ich weiß, was Sie meinen, schließe mich aber @SpatzInDerHand an.
Selbst wenn der Papst
a) nicht lesen könnte
b) nicht schreiben könnte (würde die fehlende Antwort der Dubia erklären)
c) die Öffentlichkeit meiden würde und wie ein Eremit leben würde.....
Dann könnte er, als HEILIGER VATER, sehr wohl reagieren und zwar schnell.
Er kann nämlich durchaus
a) Pressekonferenzen im Flugzeug geben
b) zum Telefonhörer greifen
c) Twittern


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 SpatzInDerHand 3. November 2017 

@mirjamvonabelin: Ihr Vertrauen in Papst Franziskus ehrt Sie zwar,

aber ich kann es leider nicht teilen. Sachen bewusst im Zweideutigen zu halten und dadurch eine Entwicklung in eine Richtung zu fördern, die man selbst befürwortet - das ist klassische "jesuitische Schläue".


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 mirjamvonabelin 3. November 2017 
 

Ich habe den starken Verdacht

das Papst Franziskus von alldem nichts weiß.

Es ist nicht der Papst der die Briefe persönlich vom Briefträger entgegennimmt.

Wer sind die Leute dazwischen?
Wer berichtet ihm was die Zeitungen schreiben? Liest er selber? Sucht er selber die Zeitungen aus?
Wer bestimmt wer eine Audienz beim Papst bekommt?
Mit wem redet der Papst persönlich?

Es sind nicht Persönliche Antworten vom Papst sondern nur von Sekretären geschrieben.

Wem vertraut Papst Franziskus?


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 wedlerg 2. November 2017 
 

@hape: Das ist Hegelsche bzw. Darwinistische Ideologie reinsten Wasser

Was Hagenkord hier schreibt, ist nichts Neues. Wenn das stimmt, dann folgt Franziskus der dialektischen Ideologie, die Hegel initiiert und die Darwinisten perfektioniert haben. Befreiungstheologen sind ein Relikt dieser Ideologien des 18. und 19. Jh.

Das ganze ist zwar angestaubt, gibt sich aber modernistisch. Die Gefahr ist riesig, wie man nichts zuletzt am fatalen Siegeszug des Sozialismus gesehen hat.


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 wedlerg 2. November 2017 
 

erinnert fatal an die Maoschen Wandzeitungen

Als Mao in China an die Macht kam, gab es das Prinzip der Wandzeitungen. Jeder, der die neuen Zeitungen, die als Aushänge an der Wand hingen nicht las, wurde umgehend aus Partei und Öffentlichkeit entfernt bzw. musste mit Repressionen rechnen.

Heute herrscht in der Kirche exakt dieser Geist. Gut, es gibt noch keine Verhaftungen oder verschwundene Genossen. Aber das Klima ist das gleiche: wer etwas werden will, sagt nichts gegen die modernistische Linie aus Rom. Denunzianten (von aufrechten Verfechtern des Evangeliums) treten überall auf. Die Verfolgung innerhalb der Kirche ist bereits beispiellos. Prof. Seifert, die Mitglieder der Glaubenskongregation, diverse Orden, die Mitglieder des Familieninstituts, etc. Im Namen der "Barmherzigkeit" wird Schrecken verbreitet und es kommen Kräfte ans Ruder, die keine christlichen Positionen und Ziele haben.


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 Montfort 2. November 2017 

Gott sei gepriesen für solch einen "Nachfolger" des HEILIGEN FRANZISKUS, ...

... der P. Weinandy ist!

Kapuziner, Theologe, mutiger und demütiger Christ.


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 kreuz 2. November 2017 

danke @ Christian24 fürs Übersetzen

“There was no longer any doubt in my mind that Jesus wanted me to write something,” Weinandy said."

ich habs gestern in Englisch gelesen (link) und war beeindruckt vom Zustandekommen der Veröffentlichung.

"“I have done what I believe God wanted me to do,” he said."

am Nachdenklichsten machte mich der Satz am Eingang:

[Weinandy] has written Pope Francis to say that his pontificate “has given those who hold harmful theological and pastoral views the license and confidence to come into the light and expose their previously hidden darkness,” which, one day, will have to be corrected.

cruxnow.com/vatican/2017/11/01/ex-bishops-doctrine-chief-says-darkness-coming-light-francis/


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 Smaragdos 2. November 2017 
 

Jetzt mal eine ernsthafte Frage: Wird die katholische Kirche unter Papst Franziskus zu einer Diktatur?


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 Smaragdos 2. November 2017 
 

Selig ist er, P. Weinandy!

"Viele befürchten, dass wenn sie frei sprächen, dass sie dann an den Rand gedrängt werden würden oder sogar Schlimmeres.“

Dieses Schlimmere ist für P. Weinandy prompt eingetreten... doch wie hieß es gestern, Allerheiligen, im Evangelium? Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihnen gehört das Himmelreich!


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 Hadrianus Antonius 2. November 2017 
 

P.Weigandy: über die ganzen Linie hat er recht

Mittelfristig das Gefährlichste sind die personelle Entscheidungen.
Mit großem Unbehagen stellt man fest, daß sowohl in Rom (urbs) als in der Welt draussen (orbis) gerade Personen mit Involvierung in Homo- und Pädosexualität Hochkonjunktur haben.
I Belgien nich nur in Brüssel bei ard. DeKesel;
in Brügge wurde soeben der schwerst komprommitierte Kirchenjurist Degrieck zu Kanonikus der Salvatorskathedrale ernannt.
"The old guys are back".
Es stinkt bestialisch.


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 Kostadinov 2. November 2017 

@Gandalf - auf Linie bleiben

ist besonders schwierig, wenn sich die Linie geändert hat, ohne dass die Änderung zugegeben, beschrieben und begründet wird - und auf Nachfragen, wo denn die Linie nun sei, beharrlich geschwiegen wird. Naja, die Herrschaft der peronistischen Camarilla wird immer offenkundiger


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 garmiscj 2. November 2017 

Auf Linie

@Chris2
"auf Linie" bedeutet z.B. Freude haben an Unverbindlichkeit,an beliebigem Interpretationsspielraum wichtiger Glaubensinhalte, an blindem Gehorsam (und deshalb keine Antworten begehren), an eher linken Gesellschaftsmodellen,...


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 Diadochus 2. November 2017 
 

Stille Bischöfe

Pater Weinandy schreibt, die Bischöfe seien auf der ganzen Welt still geworden. Es ist schon ein seltsames Pontifikat, das solche Reaktionen hervorruft. Ja, bleibt still, liebe Bischöfe, die Kirche braucht euch, sie braucht euch auf dem Bischofssitz, und nicht in der Versenkung.


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 Christian24 2. November 2017 
 

Erläuterung von P. Weinandy #5

Angesichts der Erfüllung meiner anspruchsvollen "Zeichenbitte" möchte ich noch zwei Anmerkungen machen: Erstens: ich beschloss, Papst Franziskus einen Brief zu schreiben, den ich dann veröffentlichen wollte, wenn er nicht adäquat auf die von mir angesprochenen Themen eingehen würde. Fast zwei Monate nachdem sie meinen Brief erhalten hatten, erhielt ich vom Vatikanischen Staatssekretariat eine Eingangsbestätigung. Das war einfach eine Bestätigung und keine Antwort auf meine Bedenken. Zweitens: ich finde es bedeutsam, dass der Herr nicht nur meine Forderung nach einem Zeichen erfüllt hat, sondern dies auch auf m. E. ganz besondere Weise, nämlich durch einen Erzbischof vollbracht hat. Durch die Einschaltung eines Erzbischofs, so glaube ich, hat Jesus die Erfüllung meiner Bitte mit einem apostolischen Mandat verbunden.


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 Christian24 2. November 2017 
 

Erläuterung von P. Weinandy #4

Wir sprachen über seine Ankunft in Rom und erzählten uns, was wir taten. Ich stellte ihn dann meinem Seminarfreund vor. Er sagte zu meinem Freund, dass wir uns vor langer Zeit getroffen hätten und dass er damals gerade mein Buch über die Unveränderlichkeit Gottes und die Menschwerdung gelesen hätte. Er erzählte meinem Freund, dass es ein ausgezeichnetes Buch gewesen sei, dass es ihm geholfen hätte, das Problem zu durchdringen und zu lösen, und dass mein Freund das Buch lesen sollte. Dann wandte er sich an mich und sagte: " Schreibe weiter Deine guten Texte."


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 Christian24 2. November 2017 
 

Erläuterung von P. Weinandy #3

Am nächsten Morgen tat ich alles Genannte, und als ich meinen Seminarfreund zum Mittagessen traf, dachte ich nicht mehr an das, was ich dem Herrn in der Nacht gesagt hatte. Gegen Ende der Mahlzeit erschien jedoch ein Erzbischof zwischen zwei geparkten Autos direkt vor unserem Tisch (wir saßen draußen). Ich hatte ihn seit über zwanzig Jahren nicht mehr gesehen, lange bevor er Erzbischof wurde. Wir haben uns sofort erkannt. Was sein Erscheinen noch ungewöhnlicher machte, war, dass ich aufgrund seiner aktuellen persönlichen Situation nie erwartet hätte, ihn in Rom oder sonst irgendwo außerhalb seiner eigenen Erzdiözese zu sehen. (Er stammte aus keinem der oben genannten Länder.)


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 Christian24 2. November 2017 
 

Erläuterung von P. Weinandy #2

In dieser Nacht konnte ich nicht einschlafen, was für mich sehr ungewöhnlich ist. Es lag an allem, was ich in Bezug auf die Kirche und Papst Franziskus dachte. Um 1:15 Uhr stand ich auf und ging für kurze Zeit nach draußen. Als ich zurück in mein Zimmer ging, sagte ich zum Herrn: "Wenn du willst, dass ich etwas schreibe, musst du mir ein klares Zeichen geben. Das muss das Zeichen sein: Morgen früh gehe ich nach Sta. Maria Maggiore, um zu beten, und dann gehe ich nach St. Johannes im Lateran. Danach komme ich zurück nach St. Peter, um mit einem Seminarfreund von mir zu Mittag zu essen. In dieser Zeit muss ich jemanden treffen, den ich kenne, aber seit sehr langer Zeit nicht mehr gesehen habe, und den in Rom zu sehen ich nie erwarten würde. Diese Person darf nicht aus den Vereinigten Staaten, Kanada oder Großbritannien kommen. Darüber hinaus muss mir diese Person im Laufe unserer Unterhaltung sagen: "Schreibe weiter Deine guten Texte".


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 Christian24 2. November 2017 
 

Erläuterung von P. Weinandy (Übersetzung des Links von Kurti) #1

Ende Mai war ich in Rom, um an einer Sitzung der Internationalen Theologischen Kommission teilzunehmen, der ich angehöre. Ich wohnte im Domus Sanctae Marthae. Da ich früh ankam, verbrachte ich den größten Teil des Sonntagnachmittags vor dem Treffen am Montag im Gebet in der Eucharistischen Kapelle in St. Peter. Ich betete über den gegenwärtigen Zustand der Kirche und die Ängste, die mir das gegenwärtige Pontifikat bereitete. Ich bat Jesus und Maria, den hl. Petrus und all die heiligen Päpste, die dort begraben sind, etwas zu tun, um die Verwirrung und den Aufruhr in der heutigen Kirche zu beheben - ein Chaos und eine Unsicherheit, die nach meinem Eindruck Papst Franziskus selbst verursacht hatte. Ich dachte auch darüber nach, ob ich etwas schreiben und veröffentlichen sollte, das meine Bedenken und Ängste zum Ausdruck bringt. Am folgenden Mittwochnachmittag, am Ende meines Treffens, ging ich noch einmal nach St. Peter und betete auf die gleiche Weise.


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 Chris2 2. November 2017 
 

@Gamdalf

Schön formuliert, "nicht 100 % auf Linie". Bleibt zu klären, was "auf Linie" denn nun bedeutet...


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 Gandalf 2. November 2017 

Ein Trauerspiel!

Solche Vorfälle gab es in den letzten Jahrzehnten nie, was für eine Tragödie, wie die Kirche mit allen umgeht, die nicht 100 % auf Linie sind.


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 Elija-Paul 2. November 2017 
 

Den ganzen Artikel lesen!

Es lohnt sich den ganzen Artikel zu lesen!

Father Weinandy trifft die kritischen Punkte dieses Pontifikats recht genau! Eigentlich ein Augenöffner, wenn man hören und sehen will! Die Zeit des Zuwartens ist vorbei. Die Stimmen werden mehr und klarer, allerdings mit den zu erwartenden Konsequenzen: Prof.Seifert,Prof.Stark,
Father Weinandy und es gibt noch mehr!

Auch Kardinal Brandmüller hat klar gesprochen. Ob die Correctio der Kardinäle schon unterwegs ist?

Es geht nicht um Angriffe gegen den Papst, sondern um die legitime Verteidigung des Glaubens und der aus dem Glauben und der rechten Lehre kommenden Praxis!

Interessant ist übrigens auch wie Father
Weinandy zur Entscheidung kam, diesen Brief zu schreiben!

Möge der Herr noch mehr Priester und Hirten ermutigen klar zu sprechen. Danke für alle, die es tun! Es ist hohe Zeit!


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 carolus romanus 2. November 2017 

Ja, ja, mit der Barmherzigkeit

ist es so eine Sache....


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 Kurti 2. November 2017 
 

Unten dazu ein interessanter Link:

http://www.catholicworldreport.com/2017/11/01/fr-thomas-g-weinandy-explains-his-critical-letter-to-pope-francis/


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 hape 2. November 2017 

Prozesse anstoßen

Pater Bernd Hagenkord: „ … Franziskus habe mit seiner Art das Amt zu führen, ‚Räume geöffnet’ und neue Diskussionen ermöglicht. Er sei aber niemand, der dann ein Machtwort spreche. Dies sei nicht seine Vorgehensweise. Er wolle Prozesse anstoßen.“ -

Ein bemerkenswerter Prozess, den Papst Franziskus da angestoßen hat. Sogar mit einer ganz eigenen Art von Barmherzigkeit: Disziplinierung ohne Machtwort. Sozusagen ein Selbstläufer, wenn man die Reihe namhafter Entlassungen so vor dem geistigen Auge vorbei ziehen lässt.

„Es sei dann die Rolle des ‚nächsten oder übernächsten Papstes diese zu Ende zu führen“. So Hagenkord weiter (https://www.domradio.de/themen/papst-franziskus/2017-03-28/vatikan-experte-franziskus-hat-papsttum-entmythologisiert).

Ja, wenn das so ist, dann haben wir ja noch Chancen, dass es nicht zum López-Effekt kommt (José Ignacio López, erst Supermanager bei Opel und VW, dann Synonym für mangelhafte Bauteile).


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 antonius25 2. November 2017 
 

Gefeuert werden gibt ihm Recht,

Wenn noch ein Beweis für seine Behauptungen gefehlt hätte - er folgt umgehend, indem man den Kritiker entlassen hat.


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