Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  3. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. Realitätsverlust im Bistum Chur
  8. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  9. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  10. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  11. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  12. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  13. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  14. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

Der Vorrang Gottes

22. Oktober 2017 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: Gott, dem Herrn des Menschen und der Geschichte, geben, was ihm gebührt. Oktober 2019: besonderer Missionsmonat. Die Sendung der Kirche unter dem Schutz des heiligen Papstes Johannes Paul II. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört“: das Sonntagsevangelium (Mt 22,15-21) von einem neuen Aufeinadertreffen zwischen Jesus und den Pharisäern stand im Mittelpunkt der Ansprache von Papst Franziskus vor dem Gebet des Angelus am 29. Sonntag im Jahreskreis, Festtag des heiligen Papstes Johannes Paul II.

Das Zahlen der Steuern an die Römer sei eine heikle Angelegenheit. Es habe verschiedene Positionen gegeben. Somit fragten die Pharisäer: „Ist es nach deiner Meinung erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht?“ (V. 17). Diese Frage stelle eine Falle für Jesus dar.

Der Herr aber antworte auch in diesem Fall ruhig auf die bösartige Frage, um eine wichtige Lehre zu erteilen und sich über die Polemiken zu erheben. Er sage: „Zeigt mir die Münze, mit der ihr eure Steuern bezahlt! Da hielten sie ihm einen Denar hin. Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten: Des Kaisers. Darauf sagte er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!“ (V. 1921).


Somit erkläre Jesus, dass die Rückerstattung an den Kaiser kein Akt des Götzendienstes, sondern gegenüber der irdischen Autorität notwendig sei. Andererseits erinnere er an den Vorrang Gottes und fordere sie auf, Gott, dem Herrn des Menschen und der Geschichte, zu geben, was ihm gebühre.

Die Erinnerung an das Bild des Kaisers auf der Münze lasse symbolisch auch an das Bild Gottes denken, das in jedem Menschen eingeprägt sei. Gott sei der herr über alles, und wir „sind nach seinem Bild geschaffen und gehören vor allem zu ihm". So nutze jesus die ihm gestellte Frage, um eine radikalere und lebenswichtigere Frage zu stellen: „Zu wem gehöre ich?“.

Gott habe dem Menschen alles gegeben, was er habe. Somit könnten und müssten wir Tag für Tag unser Leben so leben, dass wir diese grundlegende Zugehörigkeit erkennten und Gott dankbar seien, der einen jeden von uns einzeln und unwiederholbar geschaffen habe, nach dem Bild seines geliebten Sohnes. Das „ist ein wunderbares Geheimnis“.

Der Christ sei aufgerufen, sich konkret in den menschlichen und sozialen Wirklichkeiten zu engagieren, ohne „Gott“ dem „Kaiser“ entgegenzusetzen, indem er die irdischen Wirklichkeiten mit dem Licht erhelle, das von Gott komme. Dies, verbunden mit der Hoffnung auf Gott, führe zu keiner Flucht vor der Wirklichkeit, sondern dazu, Gott zu erstatten, was ihm gehöre. Aus diesem Grund blicke der Gläubige auf die Wirklichkeit der Zukunft, auf die Wirklichkeit Gottes, um das irdische Leben in Fülle zu leben und mutig seinen Herausforderungen zu entsprechen.

Nach dem Angelus erinnerte der Papst unter anderem an den heutigen Weltmissionssonntag, der unter dem Thema steht: „Die Mission im Herzen der Kirche“. Franziskus mahnte dazu, die Freude der Mission in allen Lebensbereichen zu leben. Der Papst verwies auf seine Absicht, den Oktober 2019 als besonderen Missions-Monat einzusetzen, um den Eifer für die Evangelisierung der Kirche „ad gentes“ zu mehren: „Am Festtag des liturgischen Gedenkens des heiligen Johannes Paul II., des missionarischen Papstes, empfehlen wir seiner Fürsprache die Sendung der Kirche in der Welt“.





Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  5. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. Realitätsverlust im Bistum Chur
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  11. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  12. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  13. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  14. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  15. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz