18 Oktober 2017, 12:08
Medien: Polnische Bischofskonferenz kritisch gegenüber Amoris laetitia
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Kirche'
Bisher unbestätigten Medienberichten zufolge wird die polnische Bischofskonferenz das Franziskus-Schreiben Amoris laetita in voller Übereinstimmung mit dem Schreiben „Familiaris Consortio“ von Johannes Paul II. interpretieren.

Rom (kath.net/pl) Die polnische Bischofskonferenz hat sich in einem Treffen in Lublin mit dem Papstschreiben Amoris laetitia befasst. Bisher ist unbekannt, wann sich die Bischöfe dazu in einem offiziellen Schreiben äußern werden, aber italienischen Medien zufolge sickerte bereits durch, dass Amoris laetitia in Polen in voller Übereinstimmung mit dem Schreiben „Familiaris Consortio“ von Johannes Paul II. interpretiert werden soll. Das berichtet „La nuova Bussola Quotidiana“, eine Medieninitiative katholischer italienischer Journalisten, und kommentiert, dass dadurch „immer deutlicher wird, wie peinlich und eklatant das Schweigen des Papstes zu den Klärungsanträgen“ sei.

Werbung
messstipendien


Im Einzelnen sei durch informierte Quellen bereits bekannt geworden, dass die polnischen Bischöfe die Kommunion sowohl für unverheiratete Paare wie auch für zivilrechtlich wiederverheiratete Paare (nach nichtannulierter Ehe) ablehnen werden, die nicht wie Bruder und Schwester, sondern wie Mann und Frau zusammen leben. Diese Paare könnten weder auf die konkrete Sakramentsgemeinschaft noch auf die geistliche Kommunion zurückgreifen, da sie sich in einer existenziellen Situation befänden, die sich offen gegen die Eucharistie stelle. Denn Ehegatten bildeten die unauflösliche und fruchtbare Beziehung des Herrn zu seiner Kirche ab.

Gleichzeitig betonten die Bischöfe auch, dass die Kirche nicht beabsichtige, unverheiratete oder wiederverheiratete Menschen zu diskriminieren. Vielmehr werden ihnen viele Mittel des Heiles angeboten: Die Heilige Schrift, Exerzitien, Ausbildungen, Anbetung, Messteilnahme). Allerdings dürften sie weder die Kommunion empfangen noch Taufpaten werden, sie dürften auch da, wo Laien das Leiten einer Gemeinschaft erlaubt ist, die Funktion nicht übernehmen, und sie dürfen die katholische Doktrin nicht lehren, auch nicht den Katechismus. Die Priester werden gebeten, diese Menschen und ihre Familien pastoral zu begleiten.

Amoris Laetitia - TEXT als PDF




Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!









kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram

meist kommentierte Artikel

Affären, Macht und Intrigen? (97)

ÖBK-Mitglied ruft zum gemeinsamen Kommunionempfang auf (79)

Verkündigung – Dienst – Unentgeltlichkeit (66)

Australien berät Aufhebung des Beichtgeheimnisses bei Missbrauch (51)

Eine Märchenstunde von Bischof Feige (42)

Die Beleidigung tötet die Zukunft des anderen (39)

"Was die Nazis machten, heute tun wir das mit weißen Handschuhen" (38)

Die neue Würde, die Jesus der Frau schenkt (37)

Lohnt sich der Kinofilm über Papst Franziskus? (34)

Abendmahl und Eucharistie (27)

Irland möchte katholische Krankenhäuser zur Abtreibung zwingen (26)

Eucharistie für alle: Warum um den heißen Brei geredet wird (20)

Amazonas-Synode: Ämterfrage wird Thema (18)

"Ausnahme nicht zur Regel machen" (17)

Deutsche Grüne: Miss-Wahl nicht nur schöne Frauen (16)