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'imperium.de hat wieder zugeschlagen'

10. Oktober 2017 in Kommentar, 8 Lesermeinungen
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„Der emeritierte Papst ist für dortiges Denken eine dunkle Bedrohung. Ein Erzbischof, der sich in zwei Ämtern aufreibt und einen Hörsturz erleidet, dient angeblich zwei Herren. Das wird unterm Strich als Satire verkauft.“ Von Peter Winnemöller


Köln (kath.net/Blog „katholon“/pw) imperium.de hat zugeschlagen. Der emeritierte Papst ist für dortiges Denken eine dunkle Bedrohung. Ein Erzbischof, der sich in zwei Ämtern aufreibt und einen Hörsturz erleidet, dient angeblich zwei Herren. Man kann sich das nicht ausdenken und es wird unterm Strich als Satire verkauft. Wer es denen abkauft, ist selber schuld.

Das Lachen bleibt einem im Halse stecken. Satire? Ne, das geht anders. Egal. Eigentlich erwartet man nun von einem dunkelkatholischen Blogger die gnadenlose Abreibung, den ultimativen Konter, um den eigenen Herrn, welcher nach dortiger Sicht dunkle Bedrohung Teil XVI ist, zu verteidigen. Das Laserschwert bleibt abgeschaltet am Gürtel. Die Bloggergiftspritze bleibt im Medizinschrank. Manchmal ist man nämlich einfach nur noch müde. Ja, ich bin davon überzeugt, dass ein nennenswerter Anteil der Mitarbeiter jenes Portals tatsächlich Benedikt XVI. – selbst noch emeritiert und gebrechlich – als Bedrohung empfindet. Welch eine geistliche Kraft geht doch von dem alten Mann in schlichtem Weiß, der still im Garten des Vatikans lebt, aus?

Wir bezahlen dieses umstrittene „offizielle“ Portal der katholischen Kirche in Deutschland nicht mit unserer Kirchensteuer. Es wird aber trotzdem aus den Talerchen bezahlt, die Gläubige erwirtschaftet haben. Vor unendlich vielen Jahren, als Bildschirme immer Fernseher waren, träumte ein Teil des deutschen Episkopats davon, einen Fernsehsender zu gründen.

Damit sie das bezahlen können, haben sie in einem Hinterzimmer des VDD ein Sparschweinchen aufgestellt, das kleine possierliche Tierchen haben sie „Treuhandfond Medien“ genannt und dem Vernehmen nach 2 Milliarden blankgeputzte katholische Talerchen darin gesammelt. Diese sollen nicht nur aus der Kirchensteuer, sondern auch aus dem Weltbild-Konzern gekommen sein, hört man aus informierten Kreisen. Und weil die Talerchen nicht vor Langeweile sterben sollten, haben Finanzexperten des VDD diese Talerchen arbeiten lassen, woraufhin sie jährlich viele, viele neue Talerchen produzieren.


Zum Glück ist die Episkopalbürokratie in Deutschland so träge, dass ihr eine amerikanische Nonne eine Nase drehte und lieber selber einen internationalen katholischen Fernsehsender gründete, der schon lange in Deutschland präsent war, als der deutsche Episkopat immer noch darum, ob sie es denn tun sollen oder nicht.

Was die ehrwürdige Schwester von dem liberalen Geist hielt, der in ähnlicher Weise auch den deutschen Episkopat prägt, hat sie einmal so ausgedrückt:

Ich habe die Nase voll von eurer liberalen Kirche, … eurem ichbezogenen Gebet, eurer erdhaften Spiritualität. Ich habe die Nase voll von euren „Aufbrüchen“, denn das erste, was von einem solchen Auf-Bruch zurückbleibt, ist ein Loch, in das wir alle hineinfallen.

Ich habe die Nase voll von euren Theologen, die nichts anderes tun, als spalten und zerstören… Sie wissen, wie schrecklich schweigsam wir loyalen Katholiken in all diesen Jahren gewesen sind…wir haben eure Ansichten über Gott nun dreißig Jahre lang runtergeschluckt.

Ihr habt keinen Gott, kein Dogma, keine Glaubenslehre und keine Autorität. Ich empöre mich über eure Versuche, den Katholizismus der Kleinen, Armen und Älteren zu zerstören. Eure Katechismen sind so verwässert, dass sie nichts anderes mehr besagen, als „liebe deinen Nächsten“. Nein, zuerst muss man Gott lieben!

Ihr habt mitgeholfen, dieses Land heidnisch werden zu lassen, weil ihr keine Spiritualität besitzt, die anziehend ist. Quelle.


EWTN hat seinen Platz in der internationalen Senderlandschaft gefunden und ist als Nischensender durchaus anerkannt. Man sendet dort ein katholisches Programm, das sich sehen lassen kann.

Die Deutschen Bischöfe haben immer noch keinen Fernsehsender. Deo gratias!

Doch inzwischen gibt es ja da Internet. Und statt eines Fernsehsenders machte man jetzt doch lieber Internet. Das ist ja auch ein Bildschirm. Videos kann man auch im Internet machen und macht sie auch. Im Medienhaus, das der Medienhaus GmbH gehört, welche dem VDD gehört, gibt es ein Studio.

Nach viel Gerangel und Gezerre gibt es nun seit ein paar Jahren das neue „katholisch.de“. Statt eines Fernsehsenders betreibt man jetzt aus den Erträgen des Treuhandfonds Medien des VDD ein Internetportal. Die APG, auch im Besitz des VDD ist Betreiberin des Portals. Zwar bezeichnet sich dieses als „offizielles Portal“ der katholischen Kirche in Deutschland. Als Mündel einer Tochter eines Rechtsträgers sozusagen ist katholisch.de allerdings in Wirklichkeit nur noch eine entfernte Verwandte. In dem Geflecht aus Körperschaften und Kapitalgesellschaften, die sozusagen die „oberste“ Ebene der katholischen Kirche in Deutschland bildet, hat bekanntlich nichts etwas mit nichts zu tun. So ist es leicht, sich zu gegebener Zeit von allem zu distanzieren. Bei passender Gelegenheit tut der Pressesprecher der DBK dies auch schon mal und distanziert sich von katholisch.de. kath.net hat berichtet.

Und was dem Pressesprecher der DBK recht ist, das ist dem katholischen Blogger billig. Das Portal katholisch.de, das von der APG betrieben wird, hat mit der katholischen Kirche – allen anders lautenden Behauptungen im Impressum – nichts zu tun. Katholisch ist, wer glaubt und sich taufen lässt. Das ist die paulinische Definition. Wer eines davon nicht hat, den Glauben oder die Taufe, ist nicht katholisch. Ein Internetportal kann nun schlechthin getauft sein. Die Macher dahinter durchaus. Die Taufscheine werden wohl bei Einstellung vielleicht kontrolliert worden sein. Vielleicht … Den Glauben zu beurteilen ist nicht meine Aufgabe. Dazu gibt es die Bischöfe und die Glaubenskongregation in Rom.

Doch eines kann jeder für sich klären. Das ist die Frage, ob der Konsum der Inhalte eines bestimmten Portals dem Glauben dienlich ist oder nicht. Aus meiner Sicht ist die Lektüre der Inhalte von katholisch.de zu einem erheblichen Teil dem Glauben nicht dienlich. Darüber hinaus betrachte ich manche Inhalte des Portals sogar als schädlich. Diese persönliche Einschätzung steht mir zu. Merke: Sie ist persönlich und sie hat mit der katholischen Kirche nichts zu tun! Auf Grund dieser Einschätzung achte ich darauf, Inhalte dieses Portals möglichst nicht zur Kenntnis zu nehmen. Gleiches rate ich anderen ebenfalls.

Dank der sozialen Medien stolpere ich ab und an über Inhalte dieses Portals und komme, weil ich womöglich direkt darauf angesprochen werde, um eine Stellungnahme zu einem konkreten Artikel nicht herum. Das bedauere ich sehr, denn mein Urteil dient dann ebenfalls nicht der Erbauung.

Schade, doch das ist nicht mein Problem. Fazit: Verschont mich doch bitte mit dem Mist. Realitycheck: Natürlich geht das nicht. Denn ein großer Teil der Öffentlichkeit nimmt das von einer Kapitalgesellschaft im Eigentum des Verbands der Diözesen Deutschlands in Eigenverantwortung betriebene Portal katholisch.de als offizielles Portal der katholischen Kirche in Deutschland wahr. Damit wurde eine Pseudorelevanz generiert, die ein Ärgernis darstellt.

Zum Glück für alle Blogger und andere gläubige Katholiken gibt es die „katholische Kirche von Deutschland“ nicht. (… ssst! Nicht verraten! Nationalkirchen sind nämlich gar nicht katholisch…)

Mag man also Schmähartikel mit blasphemischem Einschlag dort als Satire verkaufen. Es muss unsereinen nicht kümmern. Aber im Sinne von Papst Franziskus müsste man schon mal fragen können, was man mit den 2 Mrd. Talerchen aus dem Geldspeicher des VDD alles für die Armen tun könnte, oder???

Zur Dokumentation: ´Satire´ von Björn Odendahl auf katholisch.de mit dem Titel: ´Benedikt: Episode XVI – Die dunkle Bedrohung´


Foto (c) katholisch.de/Screenshot


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