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Generalvikar des Opus Dei kritisiert ‚correctio filialis’

6. Oktober 2017 in Weltkirche, 89 Lesermeinungen
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Die ‚kindliche Zurechtweisung’ sei ein Angriff auf Papst Franziskus. Jeder könne dem Papst sagen, was er für die Kirche für gut halte, aber eine öffentliche Korrektur verstoße gegen die Einheit der Kirche, sagt Mariano Fazio.


Rom (kath.net/LSN/jg)
Msgr. Mariano Fazio, der Generalvikar des Opus Dei, hat die „correctio filialis“ verurteilt. Die Unterzeichner würden „den Papst attackieren“ und die schmutzige Wäsche der Kirche in der Öffentlichkeit waschen, warf Fazio den mehr als 200 Personen vor, die sich der „kindlichen Zurechtweisung“ angeschlossen haben.

Die „correctio filialis“ sei einerseits ein Beispiel für die Meinungsfreiheit, die in der Kirche existiere und die der Papst respektiere. Andererseits sei sie der falsche Weg, betonte Fazio in einem Interview mit der argentinischen Zeitung La Nacion. Ein Kind würde seinen Vater nie öffentlich korrigieren, sagte Fazio mit Bezug auf das „kindliche Verhältnis“, das die Verfasser gegenüber dem Papst annehmen würden.


Jeder Gläubige könne dem Papst mitteilen, was er für die Kirche für gut halte, doch sei es nicht richtig, dies öffentlich zu tun. Dies sei ein Zeichen der Uneinigkeit und damit ein Ärgernis für die Kirche, kritisierte Fazio.

Seine Kritik gelte auch für Ettore Gotti Tedeschi, den früheren Präsidenten der Vatikanbank IOR, der Supernumerarier des Opus Dei ist. „Ich bin der Ansicht, er hat einen Fehler gemacht, wie die anderen, die unterschrieben haben“, antwortete Fazio wörtlich auf eine Nachfrage des Redakteurs von La Nacion.

Mariano Fazio ist seit Januar 2017 Generalvikar der Personalprälatur Opus Dei und damit einer der wichtigsten Mitarbeiter des Prälaten, Msgr. Fernando Ocariz.


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