27 September 2017, 12:01
Die christliche Hoffnung – Die Feinde der Hoffnung
 
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Franziskus: Wenn Jesus die Welt besiegt hat, ist er fähig, in uns alles zu besiegen, das sich dem Guten widersetzt. Eröffnung der Kampagne der Caritas für Migranten und Flüchtlinge: ‚Wir wollen die Reise miteinander teilen’. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Übe dich in der Frömmigkeit! Denn körperliche Übung nützt nur wenig, die Frömmigkeit aber ist nützlich zu allem: Ihr ist das gegenwärtige und das zukünftige Leben verheißen. Dieses Wort ist glaubwürdig und wert, dass man es beherzigt. Dafür arbeiten und kämpfen wir, denn wir haben unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt, den Retter aller Menschen, besonders der Gläubigen“ (1 Tim 4,8-10).

In Fortsetzung seiner Katechesenreihe über die christliche Hoffnung stellte Papst Franziskus bei der heutigen Generalaudienz seine Katechese unter das Thema: „Die christliche Hoffnung — Die Feinde der Hoffnung“.

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Die Hoffnung halte das Leben aufrecht und mache es stark, so der Papst. Sie treibe das Herz an, aufzubrechen und sich auf die Suche nach einem besseren Leben zu machen. Sie lasse alle, die ein offenes Herz haben, den anderen aufnehmen und ihn kennenlernen. So sei die Hoffnung der Antrieb, den Lebensweg zu teilen.

Die Hoffnung sei der Drang im Herzen dessen, der aufbreche und sein Haus, sein Land, bisweilen seine Familie verlasse, um ein besseres, würdigeres Leben zu suchen. Die Hoffnung sei auch der Antrieb im Herzen dessen, der aufnehme, das Verlangen einander zu begegnen, sich kennenzulernen, miteinander zu reden. Die Hoffnung „ist der Drang dazu, die Reise zu teilen, wie die Kampagne der Caritas Internationalis in Erinnerung ruft, die wir heute eröffnen. Brüder und Schwestern, wir wollen keine Angst haben die Reise zu teilen! Wir wollen keine Angst haben, die Hoffung zu teilen!“.

Doch wie jedes Gut in der Welt habe auch die Hoffnung ihre Feinde. Ein Feind sei die Sattheit. Wer vom Leben schon alles gehabt habe, sei oft nicht mehr fähig, sich vom Leben etwas zu wünschen.

Ein weiterer Feind sei die Leere der Seele. Diese „ist eines der schlimmsten Hindernisse für die Hoffnung, gerade auch für das geistliche Leben eines Christen“. Die Mönche der frühen Kirchen hätten diesen Widersacher des Eifers im Guten „Mittagsdämon“ genannt: es sei dies das Laster der „Akedia“, die einen besonders in der Hitze des Tages überkomme und sich als Trägheit, Lustlosigkeit, Überdruss, Unruhe und Unfähigkeit, bei einer Sache zu bleiben, äußere.

„Wenn unsere Kräfte schwach werden“, so Franziskus, „und der Kampf gegen diese innere Erosion unseres Lebens schwer ist, können wir stets zum Namen Jesu Zuflucht nehmen und beten: ‚Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme dich meiner!’“.

Wenn Jesus die Welt besiegt habe, sei er fähig, in uns alles zu besiegen, das sich dem Guten widersetze. Wenn Gott mit uns sei, „wird uns keiner jene Tugend rauben, deren wir absolut bedürfen, um zu leben. Keiner wird uns die Hoffnung rauben“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Von Herzen grüße ich die Pilger deutscher Sprache. Besonders heiße ich die vielen Jugendlichen willkommen, vor allem die Schülerinnen und Schüler der Coelestin-Maier-Realschule Vilshofen, der Paulus-Schule Oldenburg und der Domschule Osnabrück. Gott ist uns immer nahe, auch in den Schwierigkeiten und Prüfungen des Alltags. Mit ihm können wir alle Verzweiflung überwinden. Wenn Gott mit uns ist, kann uns niemand die Hoffnung rauben. Der Heilige Geist erfülle euch mit seiner Freude.









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