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Indien: Neun Jahre nach Christenverfolgung noch keine Gerechtigkeit

20. September 2017 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Radikale Hinduisten machten Orissa zum Schauplatz der größten Welle antichristlicher Gewalt in der indischen Geschichte.


Orissa (kath.net/fides) Die Herausforderung des hinduistischen Extremismus in allen Teilen des Landes ist eines der Themen, die im Mittelpunkt der politischen und sozialen Debatte stehen und betrifft das Leben der religiösen Minderheiten, insbesondere der Muslime und Christen aus nächster Nähe. Radikale Gruppen, die auf der Seite der Regierungspartei Baratiya Janata Party des Premierministers Premier Narendra Modi stehen, verbreiten Gewalt, Hass und Intoleranz und berufen sich dabei auf die “Hindutva”-Ideologie, die für alle indischen Bürger den Hinduismus als Religion fordert. In diesem Kontext sind die Wunden, die der christlichen Bevölkerung im Staat Odisha (bis 2011 Orissa) zugefügt wurden, Schauplatz größten Welle antichristlicher Gewalt in der Geschichte.


Die einheimische Bevölkerung gedenkt seit einigen Jahren dieser Ereignisse am 26. August, dem so genannten "Tag der Märtyrer”. Auch 2017 kamen Tausende Menschen in Kandhamal (Erzdiözese Cuttack-Bhubaneswar) zusammen, um an diese größte antichristliche Gewalt in der modernen Geschichte Indiens zu erinnern des Landes war: die antichristlichen Massaker des Jahres 2008.


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