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Junger Christ wegen Blasphemie bei ‘WhatsApp’ zum Tode verurteilt

17. September 2017 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Verfolgung von Christen in Pakistan.


Lahore (kath.net/ Fides)
Ein junger Christ wurde wegen Blasphemie von einem erstinstanzlichen Gericht in Gujrat (Punjab) zum Tode verurteilt. Gegen den 24jährigen Nadeem James, der in der christlichen Siedlung Yaqoobabad wohnt wurde Anklage erhoben, weil er im Juli 2016 über den Nachrichtendienst “WhatsApp” eine Nachricht mit blasphemischem Inhalt versendet haben soll. Yasir Bashir, ein Freund der Familie des jungen Christen hatte bei der Polizei in Sarai Alamgir Anzeige erstattet, und wurde dabei von zwei muslimischen Imamen unterstützt, die mit der für ihre extremistische Haltung bekannten Organisation “Sunni Tehreek” in Verbindung stehen.

Sie forderten die sofortige Festnahme Nadeems. Am 10. Juli 2016 wurde auf der Grundlage des so genannten Blasphemieparagraphen (Artikel 295a und 295c des pakistanischen Strafrechts) Anklage erhoben. Daraufhin versuchte Nadeem James zu fliehen und in seiner Abwesenheit nahmen die Polizeibeamten zwei seiner Schwestern fest, die sie durch Schläge dazu bringen wollten, den Aufenthaltsort ihres Bruders mitzuteilen.

Nun verurteilte das erstinstanzliche Gericht den jungen Christen zum Tode und verhängte eine hohe Geldstrafe. In einem 28seitigen Urteil bestätigt das Gericht, das Nadeem James blasphemische Inhalte über “WhatsApp” an Yasir Bashir sendete und deswegen zum Tode verurteilt wird.

In den vergangenen Wochen wurde in dem Dorf Jam Kayk Chattha bei Wazirabad (Punjab) auch der 18jährige Christ Asif Masih wegen Blasphemie festgenommen. Er soll Seiten aus dem Koran verbrannt haben. Nach seiner Festnahme forderten rund 200 aufgebrachte Männer vor der Polizeistation seine Hinrichtung.

Wie “Kommission für Menschenrechte in Pakistan” betont, warten rund 40 Angeklagte in pakistanischen Gefängnissen auf die Vollziehung der Todesstrafe wegen Blasphemie, während seit 1990 insgesamt 71 Personen ohne Gerichtsurteil von extremistischen Gruppen oder Einzelpersonen ermordet wurden.

Im vergangenen April wurde der muslimische Student Mashal Khan in Mardan wegen angeblicher Blasphemie von Studienkameraden getötet. Danach wurde in der Öffentlichkeit erneut über die Reform des Gesetzes zur Verhinderung von Missbrauch debattiert.

Nasir Saeed von der Nichtregierungsorganisation “Centre for Legal Aid, Assistance and Settlement” (CLAAS) betont in diesem Zusammenhang: “Das Blasphemiegesetzt trifft nicht nur unschuldige religiöse Minderheiten in Pakistan sondern auch muslimische Staatsbürgern. Es trägt zu einer Verschlechterung der internationalen Beziehungen bei und schadet dem Image Pakistans in der Welt. Eine Reform ist zum Wohl des Landes dringend notwendig”.


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Lesermeinungen

 Konrad Georg 19. September 2017 
 

Das hilft doch alles nichts!

Die Christen dort müssen zur Selbsthilfe greifen nach dem Motto: "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott."
Beten, unablässig beten für die Anderen! Ich weiß es sicher.

"Lieber Gott, Herr Jesus Christus, Du weißt, was ich brauche. Das muß ich nicht aufzählen. Schau auf die vielen Menschen in unserem Land, die alle Dich nicht kennen und dazu noch Böses tun. Hilf ihnen, oh Herr, daß sie nicht in die Hölle kommen, dann ist auch uns geholfen. Aus Liebe zu Dir will ich alle meine Lebensumstände geduldig ertragen. Herr erbarme Dich aller,
Amen."
Dieses natürlich verbesseungswürdige Gebet als Vorspann zum Rosenkranz.


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 goegy 18. September 2017 
 

Skandal ist, wie wenig sich die Regierungen der einstmals christlichen Nationen für die ihres Glaubens wegen Verfolgten und Schikanierten einsetzen.

Dies gilt ebenso für Pakistan wie China und natürlich auch Nord-Korea!
Bei den beiden erst Genannten könnte Druck nach dem "Steter Tropfen ...." Prinzip mit der Zeit Erfolg haben.

Übrigens: Die Katholikin ASIA BIBI sitzt in Pakistan noch immer in der Todeszelle, wegen angeblicher Blasphemie!


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 Jan Weber 18. September 2017 

Asyl gewähren

Ich würde mir wünschen, Herr James bekäme in Deutschland Asyl, denn er wird ja religiös verfolgt, und stattdessen schicken wir 10 junge Muslime in ihre Heimat zurück.


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