Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  4. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  5. "Vaccine Amen"
  6. Spanien am moralischen Abgrund
  7. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  8. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  9. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  10. Die ÖVP - eine "Wählertäuschung"
  11. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  12. Besser keine Laienpredigt
  13. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  14. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  15. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt

Junger Christ wegen Blasphemie bei ‘WhatsApp’ zum Tode verurteilt

17. September 2017 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Verfolgung von Christen in Pakistan.


Lahore (kath.net/ Fides)
Ein junger Christ wurde wegen Blasphemie von einem erstinstanzlichen Gericht in Gujrat (Punjab) zum Tode verurteilt. Gegen den 24jährigen Nadeem James, der in der christlichen Siedlung Yaqoobabad wohnt wurde Anklage erhoben, weil er im Juli 2016 über den Nachrichtendienst “WhatsApp” eine Nachricht mit blasphemischem Inhalt versendet haben soll. Yasir Bashir, ein Freund der Familie des jungen Christen hatte bei der Polizei in Sarai Alamgir Anzeige erstattet, und wurde dabei von zwei muslimischen Imamen unterstützt, die mit der für ihre extremistische Haltung bekannten Organisation “Sunni Tehreek” in Verbindung stehen.

Sie forderten die sofortige Festnahme Nadeems. Am 10. Juli 2016 wurde auf der Grundlage des so genannten Blasphemieparagraphen (Artikel 295a und 295c des pakistanischen Strafrechts) Anklage erhoben. Daraufhin versuchte Nadeem James zu fliehen und in seiner Abwesenheit nahmen die Polizeibeamten zwei seiner Schwestern fest, die sie durch Schläge dazu bringen wollten, den Aufenthaltsort ihres Bruders mitzuteilen.


Nun verurteilte das erstinstanzliche Gericht den jungen Christen zum Tode und verhängte eine hohe Geldstrafe. In einem 28seitigen Urteil bestätigt das Gericht, das Nadeem James blasphemische Inhalte über “WhatsApp” an Yasir Bashir sendete und deswegen zum Tode verurteilt wird.

In den vergangenen Wochen wurde in dem Dorf Jam Kayk Chattha bei Wazirabad (Punjab) auch der 18jährige Christ Asif Masih wegen Blasphemie festgenommen. Er soll Seiten aus dem Koran verbrannt haben. Nach seiner Festnahme forderten rund 200 aufgebrachte Männer vor der Polizeistation seine Hinrichtung.

Wie “Kommission für Menschenrechte in Pakistan” betont, warten rund 40 Angeklagte in pakistanischen Gefängnissen auf die Vollziehung der Todesstrafe wegen Blasphemie, während seit 1990 insgesamt 71 Personen ohne Gerichtsurteil von extremistischen Gruppen oder Einzelpersonen ermordet wurden.

Im vergangenen April wurde der muslimische Student Mashal Khan in Mardan wegen angeblicher Blasphemie von Studienkameraden getötet. Danach wurde in der Öffentlichkeit erneut über die Reform des Gesetzes zur Verhinderung von Missbrauch debattiert.

Nasir Saeed von der Nichtregierungsorganisation “Centre for Legal Aid, Assistance and Settlement” (CLAAS) betont in diesem Zusammenhang: “Das Blasphemiegesetzt trifft nicht nur unschuldige religiöse Minderheiten in Pakistan sondern auch muslimische Staatsbürgern. Es trägt zu einer Verschlechterung der internationalen Beziehungen bei und schadet dem Image Pakistans in der Welt. Eine Reform ist zum Wohl des Landes dringend notwendig”.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  2. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  3. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  4. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  5. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  6. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  7. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“
  8. Brutaler Polizeiangriff auf einen katholischen Priester in Sri Lanka: Kirche fordert Aufklärung
  9. Weltverfolgungsindex 2026: Die Christenverfolgung ist weltweit auf neuem Höchststand
  10. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“






Top-15

meist-gelesen

  1. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Spanien am moralischen Abgrund
  4. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  5. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  6. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  7. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  8. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  9. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  10. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  11. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  12. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  13. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  14. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  15. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz