SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
- Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
- Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
- Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
- "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
- Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
- Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
- Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
- Ein Gott, der nichts mehr verlangt
- Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
- „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
- Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
- 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
- "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
- Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
| 
Die Anziehung der Muttergottes25. August 2017 in Kommentar, 1 Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Ja, ziehe uns zu Dir, Mutter und Jungfrau, und führe uns zu deinem Sohn sei gegrüßt, Maria! - BeneDicta am Freitag mit Gudrun Trausmuth
Wien (kath.net) Wissen S, ich bin heut 90! Ein rundes, sympathisches altes Gesicht, wache blaue Augen hinter einer runden Brille, Hände, die von viel körperlicher Arbeit erzählen, ein liebes Lachen. Dazu die lässige Kombination von Sakko und Jeans - ganz mein der Typ, der alte Herr, zu dem ich mich an diesem Fest Maria Königin in der Mariazeller Basilika auf die freistehende Holzbank setze. Während der Messe beugt er sich mehrmals zu mir herüber, erzählt mir kurz etwas; ich überlege traurig, wie einsam er sein muss, wenn er an seinem 90. Geburtstag allein hierher in die Basilika kommt und mit mir, einer ganz Fremden, sein Leben teilt. Doch da tauchen als Überraschung für den Jubilar - zwei Bekannte des alten Herrn auf, die mit ihm gemeinsam bei der Muttergottes von Mariazell seinen Geburtstag begehen möchten. Er greift mir ans Herz, der alte Herr, so wie er ist, wie unbändig er sich über die Überraschungsgäste freut und weil er da am Gnadenalter neben mir in der hl. Messe betet, singt und weint. Er bringt sich und sein Leben zur Muttergottes, wie ich es auch zu tun versuche, nach einem langen Sommer und vor einem intensiven Arbeitsjahr. Was für ein großes Geheimnis hinter all diesen Leuten, die zur Muttergottes pilgern, wie viele Biographien und Schicksale
. Das Paar vor mir küsst sich beim Friedengruß und sagt zueinander Auf die nächsten 47 Jahre! - Ein Mann schiebt mit Lächeln seinen erwachsenen Sohn, der ein Spielzeug in den Händen hat, im Rollstuhl in die Basilika, Was für ein Zeugnis der Hingabe und Tapferkeit, denke ich. 
Mariazell, Fatima, Lourdes, Tschenstochau
., überall habe ich diese unglaubliche Anziehung der Muttergottes erlebt. Dieses letzte Vertrauen, dass der Mutter Christi entgegengebracht wird, ihr, die es schon zu Lebzeiten ihres Sohnes übernahm, IHM die Leiden der Menschen zu referieren: Sie haben keinen Wein mehr (Joh 2,3) Sich bergen unter dem Mantel der Muttergottes, an ihrem Herzen zu ruhen, sich da zu stärken, hat eine ganz eigene Qualität: zur Mutter gehen, zur Mutter vom Guten Rat, zum Inbegriff von Güte und Barmherzigkeit. Oft ist sie eine letzte Zuflucht in vielerlei Sinn: sogar Menschen, die den lieben Gott einen guten Mann sein lassen, pilgern manchmal zur Muttergottes, und finden dann oft über die Mutter den Sohn
Maria, der Mensch, der ganz so war, wie Gott den Menschen geplant hatte. Die Erwählte des Höchsten, die Braut, die Jungfrau und Mutter, die Arche des Bundes, der Turm Davids. Sie, in der sich der Himmel der Erde zuwendet, bis zum heutigen Tag. Sie hält liebend und mahnend - der dunklen, verworrenen Welt die Treue, wie es eine Mutter ihren Kindern gegenüber tut, auch wenn die Kinder auf bedenklichen Wegen gehen. Am meisten bewundere ich an Maria, wie frei und wie bedingungslos sie ihrem Weg ergeben war. - Wie sehr das Schicksal der Menschheit an Marias Ja gebunden ist, illustriert wunderbar eine Passage des hl. Bernhard von Clairvaux aus den vier Predigten In laudibus virginis Matris. In diesen herrlichen Reden, wo die Rhetorik das Drama berührt, hält der Himmel gleichsam den Atem an, die ganze Schöpfung verharrt in banger Spannung und erwartet die Antwort der Jungfrau auf die Botschaft des Engels. Marias Fiat dann bringt den Himmel zum Jubeln! Selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ., wird Elisabeth, voll des Heiligen Geistes später Maria sagen, als die beiden ungeborenen Kinder einander erkennen. (Lk 1,44f) Und dann das unvergleichliche Gedicht, der inspirierte Lobpreis, mit dem Maria auf das Wort Elisabeths antwortet: Magnificat anima mea Dominum
! Meine Seele preist die Größe des Herrn
! - Gott in sich groß sein lassen, ein fast unfassbares Programm für uns, die wir aus so vielen Richtungen zur Selbstverwirklichung ohne Gott aufgefordert werden, bis hin zur absurden Selbstdefinition unserer geschlechtlichen Identität
. Entsprechend wird Maria in ihrer freien Hingabe vielen zur Provokation, gleichsam zum gefährlichen Gegenprogramm zu dem, was sich aggressiv zum absoluten Dogma unserer Gesellschaft aufschwingen möchte. Doch vergessen wir nicht, Maria ist nicht nur das hingegebene Mädchen, sie ist zugleich, in der Apokalypse des Johannes, die Frau, die der Schlange den Kopf zertritt, die machtvolle Kämpferin gegen den Satan. Gott in sich groß sein lassen, diesen Satz, der mich dieser Tage neu aufgerüttelt hat, reflektierte Benedikt XVI. in einer Predigt im Jahr 2005 folgendermaßen: Meine Seele "macht den Herrn groß", das nennt sie " preist die Größe des Herrn". Maria möchte, dass der Herr in der Welt, in ihrem Leben groß ist, dass er unter uns allen gegenwärtig ist. Sie hat keine Angst, dass der Herr ein "Konkurrent" in unserem Leben sein könnte, dass er uns durch seine Größe etwas von unserer Freiheit, unserem Lebensraum nehmen könnte. Sie weiß, dass wenn Gott groß ist, auch wir groß sind. Unser Leben wird nicht unterdrückt, sondern es wird erhöht und weitet sich: Gerade dann wird es groß im Glanz Gottes. So einfach und klar, und zugleich so schwer für uns! Und doch immer wieder die Erfahrung, dass Maria uns dabei hilft, unsere Grenzen zu erweitern, nach dem verzweifelten Stoßgebet Maria, hilf! in einer aktuellen Not, oder im ruhigen Blick auf ihr Leben, dem kein Leid fremd war. Neben dem Magnificat hängt mein Herz besonders am lateinischen Salve Regina, dieser trostvollen spätabendlichen Reverenz der Kirche an die Muttergottes, nach der in den Klöstern das große Schweigen bis zum nächsten Morgen beginnt.
o clemens, o pia, o dulcis virgo Maria! endet der Hymnus. Das dulcis, in der deutschen Übersetzung des Magnificat , süß ,übersetze ich innerlich lieber mit liebreich oder auch anziehend - Ja, ziehe uns zu Dir, Mutter und Jungfrau, und führe uns zu deinem Sohn sei gegrüßt, Maria!
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | Waldi 25. August 2017 | | | | Den himmlischen Glanz der Gottesmutter... habe ich vom 25. bis 31. Juli in Maria Vesperbild wieder schauen und erleben dürfen, an diesem herrlichen Wallfahrtsort, der mir inwischen über 30 Jahre zur geistigen Heimat geworden ist. Viele wunderbare Begegnungen sind mir dort zuteil geworden, so, als hätte die Rosenkranzkönigin von Fatima, deren Statue in Maria Vesperbild steht und hoch verehrt wird, die verbindenden Fäden gesponnen! Alles was ich dort erleben durfte, erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit und großer Zuversicht. |  8
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zuBeneDicta- Beschließen ohne zu entscheiden?
- Die große Täuschung
- Hoffnung schlägt Optimismus
- Kirche zwischen Riss und Rückbindung
- Freu dich, Gott liebt dich
- 'Sommer ist, was in deinem Kopf passiert'
- Denn der Glaube ist kein Leistungssport
- Das Glück dieser Welt kauft man nicht mit Geld
- Herabsteigen in die „Tiefe unseres Seins“
- Lächle einen Menschen an, der dich nervt!
| 






Top-15meist-gelesen- kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
- Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
- Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
- "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
- "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
- "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
- Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
- Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
- Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
- Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
- Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
- Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
- 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
- Ein Gott, der nichts mehr verlangt
- „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
|