Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  12. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  13. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  14. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

'Nicht der Tod ist das Ende des Lebens der Menschen'

16. August 2017 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Berliner Erzbischof Koch: „Ohne das lebendige, engagierte, hoffnungsvolle Zeichen unseres Lebens drohen alle christliche Zeichen etwa auf unseren Gebäuden zu leeren Symbolen zu werden.“


Berlin (kath.net/peb) Der Berliner Erzbischof Heiner Koch geht in seiner Predigt zum Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel in der Hedwigskathedrale auf die Diskussion um das Kreuz als öffentliches Zeichen ein.

kath.net dokumentiert die Predigtgedanken des Erzbischofs, es gilt das gesprochene Wort:

Die Diskussion um das Kreuz auf der Kuppel des Stadtschlosses in unserer direkten Nachbarschaft hier und die Entscheidung zu seinen Gunsten ist vielen in Erinnerung. Manche machen sich große Sorgen, dass sich Angehörige der verschiedenen Religionen durch Zeichen einer Religion, in diesem Fall der christlichen, an nicht-religiösen Gebäuden in unserer Gesellschaft benachteiligt fühlen. Obwohl ich dieses Anliegen in vielen Gesprächen hier im interreligiösen Dialog Berlins thematisiert habe, wurde diese Sorge von keinem Religionsvertreter mir gegenüber geteilt. Eher schon begegne ich Vertretern nicht-religiöser Weltanschauungen, die – über die Diskussion um das Berliner Schloss hinausgehend – religiöse Zeichen aus dem gesellschaftlichen, vor allem aber aus dem staatlichen Bereich, ausgeschlossen wissen wollen. Doch mit solch einem Ausschluss wäre das Anliegen mancher Atheisten erreicht: Statt der religiösen Zeichen bliebe nur die weltanschauliche Leerstelle übrig. Gott keinen Raum geben, den Religionen Ausdruckszeichen verweigern, nur das leere Nichts der Religionslosigkeit bliebe übrig: Kein Zeichen mehr für Gott. Der Staat hätte sich dann mit der Zurückweisung religiöser Zeichen die atheistische Weltanschauung zu eigen gemacht. Der Staat in seiner positiven, den Frei- und Wirkungsraum der Weltanschauungen fördernden Neutralität wird eine solche Bevorzugung nicht geben wollen. Deshalb stellt sich die Frage, über die wir uns wohl in unserer Gesellschaft intensiv austauschen müssen: Wie können wir die Präsenz religiöser Zeichen für den Glauben an Gott und für den atheistischen Glauben an die Nichtexistenz Gottes im gesellschaftlichen und staatlichen Bereich zum Ausdruck bringen?


Heute feiert die katholische Kirche das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel und zeigt damit ihre Glaubensbotschaft in den angesprochenen Alternativen auf. Im Leben und Sterben Mariens wird deutlich: Nicht der Tod ist das Ende des Lebens der Menschen. Wie Maria sind wir für das erfüllte und alles erfüllende Leben mit Gott bestimmt, für das Leben mit ihm im Himmel, wie wir im Bilde sagen. Diese Zukunft, dieser gute Gott, der in der Zukunft auf uns zukommt, ist unsere Hoffnung und Lebensperspektive. Diese Zukunft schenkt uns Trost und Zuversicht. Diese Zukunft, an die wir fest glauben, reißt uns heraus aus aller Lethargie zu einem engagierten Leben gerade für die Menschen, denen eine gute Zukunft schon für ihr Leben auf Erden verwehrt oder erschwert wird: für die Behinderten und Kranken, für die, die zerstritten sind und sich als ohnmächtig erleben, für die, die auf der Flucht sind und für die, die seelisch keine Heimat finden.

Sind wir Christen das gute Zeichen der Hoffnung für diese Menschen? Sind wir wie Maria das Zeichen des offenen Himmels für diese Welt? Ohne das lebendige, engagierte, hoffnungsvolle Zeichen unseres Lebens drohen alle christliche Zeichen etwa auf unseren Gebäuden zu leeren Symbolen zu werden, deren Inhaltslosigkeit für die Menschen keine Bedeutung mehr hat. Das Kreuz ist für mich das Zeichen der frohen Botschaft des christlichen Glaubens für alle Menschen. Das Kreuz zeigt an: Hier ist ein Ort, an dem diese Botschaft in besonderer Weise erfahrbar wird, ein Ort, der der Lebensentfaltung aller Menschen dienen soll. Lassen Sie es uns gemeinsam mit Leben füllen und in die Gesellschaft hinein tragen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzbistum Berlin

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Den 25.11.2024 notieren als den Todestag des Altarraums – nach langem, qualvollem Leiden. RIP“
  3. Berlin ist seit Sonntag um eine 'evangelische' Kirche reicher
  4. Der Erzbischof von Berlin ist rücktrittsreif!
  5. Berlin: Priester niedergeschlagen und während der Messe angegriffen
  6. „Souveränität im Umgang mit Kritik sieht aber wohl doch anders aus“
  7. Erzbischof Koch/Twitter: „Interessant auch, dass @MonsignoreCorpa @ErzbistumBerlin blockiert hat“
  8. Diese „Weihe ist Hingabe des Erzbistums Berlin und seiner Menschen an Jesus und Maria“
  9. Erzbistum Berlin plant Weihe „an das Heiligste Herz Jesu und Mariä“
  10. Erzbistum Berlin dementiert Fake-News über Erzbischof Koch







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Das Ende von Maria 2.0“
  3. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  4. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  9. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  10. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  11. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  12. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  13. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  14. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  15. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz