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Euthanasie war Motiv für Jägerstätters Kriegsdienstverweigerung

13. August 2017 in Österreich, 2 Lesermeinungen
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St. Pöltner Kirchenzeitung "Kirche bunt": Jägerstätter 1941 in Ybbs mit Euthanasie-Programm der Nazis in Berührung gekommen.


St. Pölten (kath.net/ KAP)
Über ein kaum bekanntes Ereignis im Leben des Seligen Franz Jägerstätter (1907-43), das aber wichtig für seine ablehnende Haltung zum Nationalsozialismus war, berichtet die St. Pöltner Kirchenzeitung "Kirche bunt" in ihrer aktuellen Ausgabe: Jägerstätter kam 1941 zufällig nach Ybbs und erfuhr dort von den Euthanasie-Aktivitäten der Nazis. "In der Biografie von Jägerstätter bildet Ybbs nur eine Fußnote. Doch zu der Reihe von Motiven, die zu seiner Kriegsdienstverweigerung führten, gehört die Konfrontation mit der Euthanasie ganz wesentlich dazu", heißt es in der aktuellen Ausgabe der Zeitung.

Jägerstätter wurde im Oktober 1940 nach Enns in die Alpenjägerkaserne einberufen, um seine militärische Grundausbildung zu absolvieren. Im Rahmen einer Übung war ein Tross an Wagen und Soldaten ins Waldviertel nach Hirschbach unterwegs. Jägerstätter musste ein Pferdegespann lenken und die Tiere betreuen. Der Konvoi machte am 27. Februar 1941 für eine Übernachtung in Ybbs Halt. Dabei erfuhr er von einem Bauern über das Euthansieprogramm der Nazis, wovon auch die Pflegeanstalt Ybbs betroffen war.

Zwar seien weder der Name des Bauern noch dessen konkrete Informationen heute noch auszumachen, Eckpunkte dessen, was Jägerstätter erfahren hat, ließen sich sich aber festmachen, heißt es in "Kirche bunt". So seien die Daten der Transporte der Ybbser Patienten genau dokumentiert. In insgesamt 31 Transporten wurden 2.277 Personen von Ybbs nach Hartheim gebracht, um dort im Rahmen des Eutha­nasie-Programms der Nationalsozialisten vergast zu werden. In dieser Zahl sind auch 913 Personen aus der Pflegeanstalt "Am Steinhof" (Wien) enthalten, für die der Aufenthalt in Ybbs eine Durchgangsstation nach Hartheim war. Der erste Transport mit 100 Personen verließ Ybbs am 20. August 1940, der letzte am 16. Mai 1941.

Für Jägerstätter sei diese, wenn auch nur kurze Begegnung in Ybbs zu einem "aufrüttelnden Erlebnis - zu einem Baustein für seine Kriegsdienstverweigerung" geworden, heißt es in der Kirchenzeitung. Er sei zu der Entscheidung gelangt, dass er als gläubiger Katholik dem gottlosen Hitler-Regime nicht mit der Waffe in der Hand dienen dürfe. Am 9. August 1943 wurde Jägerstätter wegen Wehrkraftzersetzung in Brandenburg bei Berlin enthauptet, am 26. Oktober 2007 seliggesprochen.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Rosenzweig 14. August 2017 

Danke werter @ Diasporakatholik..

für Ihren Hinweis auf das Buch
”Die Suche nach Jägerstätter”..! –

Ja wollen wir unsere glaubensstarken christlichen Märtyrer der Neuzeit als Vorbild + Wegweiser in unserer jetzigen so bedrängten Zeit in KIRCHE + WELT – oftmals-
GOTT dankend - im Gedenken + Gebet um Fürsprache anrufen!

Sie werden uns helfend beistehen +
mogen SIE im Besonderen unserer oft so "alleingelassenen" JUGEND stärkendes VOR!-Bild sein..!

So dankbar verbunden...


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 Diasporakatholik 14. August 2017 
 

Ein sehr lesenswertes Buch

In dem von mir bereits im anderen Thread zitierten biographischen Roman von Kurt Benesch "Die Suche nach Jägerstätter" wird auf S. 181f sehr eindrücklich beschrieben, wie dieser Märtyrer Kenntnis von den Euthanasie-Morden und auch von Gräueltaten in den KZs bekam.
Dieses bestätigte ihn in seinem Entschluss, für dieses verbrecherische Naziregime nicht mit der Waffe zu kämpfen - auch wenn es ihn das Leben kosten würde.
Ein sehr lesenswertes Buch.


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