Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  3. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  6. Beschließen ohne zu entscheiden?
  7. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  8. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  11. Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten
  12. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  13. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  14. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit
  15. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an

Kardinal Burke: Verwirrung, Spaltung, Irrtümer in der Kirche

12. August 2017 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Diese könnten Zeichen der Endzeit sein. Die Kirche sei bis in höchste Ebenen von den Irrtümern der Gegenwart beeinflusst, sagt Kardinal Burke.


Louisville (kath.net/LSN/jg)
Die Verwirrung, Spaltung und die Irrtümer, welche innerhalb der katholischen Kirche von deren Hirten verbreitet werden, könnten ein Zeichen der Endzeit sein. Das sagte Raymond Kardinal Burke bei einer Konferenz am 22. Juli in Louisville (US-Bundesstaat Kentucky).

Jene Übel, die in den Kulturen des Westens weitgehend akzeptiert seien, hätten auch in der Kirche bis in die höchsten Ebenen Einfluss gewonnen. Die Kirche nähere sich diesen Kulturen an und vergesse dabei ihre eigene Identität und Aufgabe, befürchtet Burke. Offenbar fehlten ihr die Klarheit und der Mut, um „das Evangelium des Lebens und der göttlichen Liebe der radikal säkularisierten Kultur“ zu verkünden, sagte er.

Als Beispiel führte er eine Bemerkung von Kardinal Marx an, der in der jüngst vom Deutschen Bundestag beschlossenen „Ehe für alle“ keinen Dammbruch sehe. Vielmehr habe der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz beklagt, dass die Katholische Kirche nicht mehr gegen die Diskriminierung von Homosexuellen getan habe. Kath.net hat berichtet.


Viele Hirten würden die dramatische Situation der Kirche nicht ansprechen oder hätten die Klarheit der kirchlichen Botschaft zugunsten der Verwirrung und des Irrtums aufgegeben. Auf diese Weise nährten sie die falsche Hoffnung, den Zusammenbruch der christlichen Kultur aufhalten zu können. Ein klares Signal, dass die Kirche ihrer Mission nicht nachkomme, sei das Fehlen von Angriffen der säkularen Medien, die es während des Pontifikats von Benedikt XVI. gegeben habe, sagte der Kardinal.

Säkulare Stimmen wollten Papst Franziskus zum „Reformer, der ein Revolutionär ist“ stilisieren, also ihn als jemand darstellen, der die Kirche reformieren wolle indem er die Überlieferung der Kirche verlasse. Viele seien der Ansicht, dass alle Äußerungen von Papst Franziskus lehramtlichen Charakter hätten. Der Papst sei für diese Entwicklung mit verantwortlich, weil er sich oft spontan äußere und seine Formulierungen häufig ungenau seien.

Die Katholiken hätten die Aufgabe, zwischen den „Worten des Mannes der Papst ist und den Worten des Papstes als Stellvertreter Christi“ zu unterscheiden. Ohne diese Unterscheidung würde der Respekt für das Amt des Papstes leicht verloren gehen. Eine andere Gefahr sieht der Kardinal darin, dass Menschen, die mit persönlichen Ansichten des Mannes, der das Papstamt bekleidet, nicht einverstanden sind, aus diesem Grund der Ansicht seien, nicht in der Gemeinschaft mit der Kirche zu sein.

Katholiken sollten nicht in eine „Idolatrie des Papsttums“ verfallen, in der jedes Wort des Papstes als lehramtliche Aussage zu gelten habe, selbst wenn sie dem Wort Christi widerspreche. Äußerungen des Papstes seien stets im Kontext der beständigen Lehre und Praxis der Kirche zu verstehen, betonte Kardinal Burke.

Im Anschluss richtete er eine Warnung an alle Katholiken, die mit der gegenwärtigen Situation unzufrieden seien. Sie sollten nicht einmal daran denken, sich von der katholischen Kirche in der Hoffnung zu trennen, eine bessere Kirche schaffen zu können. „Ein Schisma ist die Frucht eines weltlichen Denkens“, eines Denkens, das die Kirche in der Hand des Menschen und nicht in der Hand Christi sieht. „Die Kirche unserer Zeit steht vor der Aufgabe, sich von jeder Art weltlichen Denkens zu reinigen“, sagte er wörtlich.


Link zum Vortrag von Raymond Kardinal Burke (englisch):

Developing Lives of Peace after the Heart of Mary


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  3. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  6. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  7. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  8. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  9. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  10. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  5. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  6. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  7. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  8. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  9. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  10. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  11. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  12. Beschließen ohne zu entscheiden?
  13. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  14. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz