Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  2. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  3. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  6. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  7. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  8. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  9. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  10. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  11. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  12. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  13. Streit um Papstkreuz im Wiener Donaupark
  14. Zeitliche und ewige Zukunft
  15. Papst trauert um Opfer der Brandkatastrophe in der Schweiz

Orthodoxie erwartet von Franziskus Durchbruch in Primatfrage

3. August 2017 in Weltkirche, 27 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Emeritierter Grazer Ökumeniker Larentzakis auf orthodoxer Website: Paul VI. hatte schon vor 50 Jahren Patriarch Athenagoras Lösung zu Papstdogmen des Ersten Vatikanischen Konzils angeboten


Graz (KAP) Mit dem gerade beim aktuellen Dialog von Katholiken und Orthodoxen wieder sperrigen Thema des päpstlichen Primats hat sich der emeritierte orthodoxe Grazer Theologe Grigorios Larentzakis auf der patriarchatsnahen Website "amen.gr" beschäftigt. Von Papst Franziskus könne diesbezüglich ein Durchbruch erwartet werden.

Unter dem Titel "Die Sache mit dem Primat des Papstes" erinnert Larentzakis daran, dass Paul VI. schon vor 50 Jahren - beim Istanbulbesuch am 25.7.1967 - Patriarch Athenagoras eine Lösung zu den Papstdogmen des Ersten Vatikanischen Konzils (1870) über den globalen Jurisdiktionsprimat und die Unfehlbarkeit des Bischofs von Rom angeboten hatte. Dies gehe nicht nur aus den Ansprachen in der Kirche Hagios Georgios hervor, sondern sei vor allem im Päpstlichen Breve - eine kürzere Papsturkunde - enthalten.


Das Breve hatte Paul VI. beim zweiten Treffen am Abend des 25. Juli in der Nuntiatur verlesen. Im Anschluss war es Athenagoras I. überreicht wurde. Dieses Breve sei in der Folge eingehend von Emmanuel Lanne OSB (1913-2010) von der belgischen Abtei Chevtogne analysiert worden.

Larentzakis kommt zu dem Schluss, dass dieser "Rundum-Ökumeniker" - er war auch einer der ersten katholischen Mitarbeiter beim Weltkirchenrats-Gremium "Glaube und Kirchenverfassung" - dabei zu der Überzeugung gelangte, dass bei beiderseitiger Rezeption der Aussagen dieses Päpstlichen Kurzdokuments "schon tags darauf die volle Kirchengemeinschaft zwischen Rom und Konstantinopel wieder aufgenommen werden könne".

Auf diesem Fundament stehe auch die von Joseph Ratzinger 1974 gewagte Aussage, die Larentzakis in "amen.gr" erneut zitierte: "Rom muss vom Osten nicht mehr an Primatslehre fordern, als auch im ersten Jahrtausend formuliert und gelebt wurde. Wenn Patriarch Athenagoras 1967 beim Besuch des Papstes im Phanar diesen als Nachfolger Petri, als den ersten an Ehre unter uns, den Vorsitzenden der Liebe, benannte, findet sich im Mund dieses großen Kirchenführers der wesentliche Gehalt der Primatsaussagen des ersten Jahrtausends. Und mehr muss Rom nicht verlangen."

Larentzakis bedauert, dass es Ratzinger als Papst Benedikt XVI. nicht vergönnt war, ekklesiologische und kirchenrechtliche Konsequenzen aus dieser seiner Einsicht zu ziehen. Er habe das als Erbe seinem Nachfolger Franziskus hinterlassen: "Von ihm aber erwarten wir Orthodoxen nun aber umso mehr."


Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Orthodoxie

  1. „Mit den beiden Lungenflügeln atmen“, singen und beten
  2. Der Augenblick Gottes: Die Begegnung von Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras
  3. Die Ost- und Westkirche – „Schwesterkirchen“ - Die Brüder Andreas und Petrus treffen sich
  4. Einladung aus orthodoxer Mönchsrepublik Athos für US-Präsident Trump
  5. Katharinenkloster-Abt Simeon zum Bischof geweiht
  6. Orthodoxe Fastenzeit beginnt am kommenden Montag
  7. Ungarns russisch-orthodoxer Bischof: Fiducia supplicans ist ‚gefährlich’
  8. Ökumenischer Patriarch Bartholomaios: ‚Stoppt diesen Horror! Stoppt diesen Krieg jetzt!’
  9. Kein Ende im orthodoxen Kirchenstreit um Afrika
  10. Franziskus lobt Reichtum und Tradition ostkirchlicher Liturgie






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  4. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  5. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  6. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  7. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  8. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  9. Ermittlungen im Fall Orlandi offenbar an einem Wendepunkt
  10. Die Lügen der österreichischen SPÖ-Frauen-Ministerin
  11. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  12. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  13. United Airlines einigt sich mit entlassenem Mitarbeiter, der LGBT-Ideologie kritisiert hat
  14. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  15. Ein Frühstück für den Verleugner

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz