Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vertrauenskrise in der Kirche
  2. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  3. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  4. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  5. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  6. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  7. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  8. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  9. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  10. MAGNIFICA HUMANITAS
  11. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  12. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  13. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  14. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  15. Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘

Orthodoxie erwartet von Franziskus Durchbruch in Primatfrage

3. August 2017 in Weltkirche, 27 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Emeritierter Grazer Ökumeniker Larentzakis auf orthodoxer Website: Paul VI. hatte schon vor 50 Jahren Patriarch Athenagoras Lösung zu Papstdogmen des Ersten Vatikanischen Konzils angeboten


Graz (KAP) Mit dem gerade beim aktuellen Dialog von Katholiken und Orthodoxen wieder sperrigen Thema des päpstlichen Primats hat sich der emeritierte orthodoxe Grazer Theologe Grigorios Larentzakis auf der patriarchatsnahen Website "amen.gr" beschäftigt. Von Papst Franziskus könne diesbezüglich ein Durchbruch erwartet werden.

Unter dem Titel "Die Sache mit dem Primat des Papstes" erinnert Larentzakis daran, dass Paul VI. schon vor 50 Jahren - beim Istanbulbesuch am 25.7.1967 - Patriarch Athenagoras eine Lösung zu den Papstdogmen des Ersten Vatikanischen Konzils (1870) über den globalen Jurisdiktionsprimat und die Unfehlbarkeit des Bischofs von Rom angeboten hatte. Dies gehe nicht nur aus den Ansprachen in der Kirche Hagios Georgios hervor, sondern sei vor allem im Päpstlichen Breve - eine kürzere Papsturkunde - enthalten.


Das Breve hatte Paul VI. beim zweiten Treffen am Abend des 25. Juli in der Nuntiatur verlesen. Im Anschluss war es Athenagoras I. überreicht wurde. Dieses Breve sei in der Folge eingehend von Emmanuel Lanne OSB (1913-2010) von der belgischen Abtei Chevtogne analysiert worden.

Larentzakis kommt zu dem Schluss, dass dieser "Rundum-Ökumeniker" - er war auch einer der ersten katholischen Mitarbeiter beim Weltkirchenrats-Gremium "Glaube und Kirchenverfassung" - dabei zu der Überzeugung gelangte, dass bei beiderseitiger Rezeption der Aussagen dieses Päpstlichen Kurzdokuments "schon tags darauf die volle Kirchengemeinschaft zwischen Rom und Konstantinopel wieder aufgenommen werden könne".

Auf diesem Fundament stehe auch die von Joseph Ratzinger 1974 gewagte Aussage, die Larentzakis in "amen.gr" erneut zitierte: "Rom muss vom Osten nicht mehr an Primatslehre fordern, als auch im ersten Jahrtausend formuliert und gelebt wurde. Wenn Patriarch Athenagoras 1967 beim Besuch des Papstes im Phanar diesen als Nachfolger Petri, als den ersten an Ehre unter uns, den Vorsitzenden der Liebe, benannte, findet sich im Mund dieses großen Kirchenführers der wesentliche Gehalt der Primatsaussagen des ersten Jahrtausends. Und mehr muss Rom nicht verlangen."

Larentzakis bedauert, dass es Ratzinger als Papst Benedikt XVI. nicht vergönnt war, ekklesiologische und kirchenrechtliche Konsequenzen aus dieser seiner Einsicht zu ziehen. Er habe das als Erbe seinem Nachfolger Franziskus hinterlassen: "Von ihm aber erwarten wir Orthodoxen nun aber umso mehr."


Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Orthodoxie

  1. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  2. Orthodoxe Christen feiern am kommenden Sonntag Ostern
  3. Papst Leo XIV. wirbt für engere Zusammenarbeit mit Ostkirchen
  4. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  5. Ökumenisches Patriarchat weist Vorwürfe Russlands zurück
  6. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  7. „Mit den beiden Lungenflügeln atmen“, singen und beten
  8. Der Augenblick Gottes: Die Begegnung von Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras
  9. Die Ost- und Westkirche – „Schwesterkirchen“ - Die Brüder Andreas und Petrus treffen sich
  10. Einladung aus orthodoxer Mönchsrepublik Athos für US-Präsident Trump






Top-15

meist-gelesen

  1. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  2. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  5. MAGNIFICA HUMANITAS
  6. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  7. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  8. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  9. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  10. 'Ich denke, dass Gott der Größte ist! Er kann alle Türen für uns öffnen'
  11. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  12. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  13. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  14. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  15. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz