23 Juli 2017, 09:10
Slowakisches Theaterfestival erinnert an Märtyrerin Selingova
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Heilige'
Gesamtslowakisches Festival christlichen Theaters in Gorazdov Mocenok verzeichnet Zuschauerrekord.

Bratislava (kath.net/ KAP)
Einen neuen Zuschauerrekord verzeichnete das diesjährige gesamtslowakische Festival christlichen Theaters in Gorazdov Mocenok. Militärbischof Frantisek Rabek, der in der Slowakischen Bischofskonferenz auch für kulturelle Angelegenheiten zuständig ist und geboren wurde, feierte am vergangenen Sonntag einen Festgottesdienst zum Abschluss des einwöchigen Festivals, das heuer zum 25. Mal stattgefunden hat. Begonnen hatte die Großveranstaltung mit einem Gottesdienst in Nitra. Da das Interesse an religiösen und kirchlichen Themen offenbar gegeben ist - u.a. steht in Nitra seit bald einem Jahr das Musical "Beruf Papst" über den heiligen Johannes Paul II. auf dem Programm des Landesheaters -, ist auch für die nächsten Jahre die Fortsetzung des Festivals gesichert.

Werbung
christenverfolgung


Wie Festival-Juryleiter Matej Mosko berichtete, sei die Qualität der neun zum Wettbewerb angetretenen Ensembles diesmal so hoch gewesen, dass man sich schwergetan habe einen Sieger zu ermitteln. Schließlich ging der erste Preis für die erfolgreichste Darbietung ein weiteres Mal an das Pressburger Tanztheater "Atak" mit seiner Produktion "Ich würde gern fliegen" über das Vermächtnis der seliggesprochenen Ordensschwester und Märtyrerin Zdenka Selingova (1916-1955).

Den zweiten Preis errang das Kinderensemble "Lächeln" aus Badin, jenen für die beste Schauspielerin Monika Gernerova. Außer Konkurrenz präsentierte sich das "Teatro Colorato" mit seinem Stück "Arche Noah oder Vergiss nicht auf den Elefanten".

Während in der Slowakei alljährlich mehrere Gospelfestivals stattfinden, ist der Event in Mocenok der einzige, der der darstellenden Kunst gewidmet ist. So wie das Festival für christliche Literatur Gorazdov Literarny Presov und das stärker national ausgerichtete Festival Gorazdovo vytvarne Namestovo für bildende Kunst beruft sich das Festival in Mocenok auf die Tradition des heiligen Gorazd. Er war ein Schüler der Glaubensboten Cyrill und Method. Gorazd war maßgeblich an den ersten Übersetzungen vor allem der Bibel in die altslawische Sprache beteiligt und gilt als erster bekannter slawischer Literat und Schriftsteller auf dem Gebiet der heutigen Slowakei.

Das Festival umfasst auch eine Theaterwerkstatt, Ausstellungen von Werken bildender Künstler und Fotografen sowie von Briefmarken. Roman Urbanik, der sozialdemokratische Bürgermeister des Orts an der slowakisch-ungarischen Sprachgrenze, unterstrich, dass das Festival mittlerweile fester Bestandteil der lokalen Identität sei. Es sei für Gläubige wie Nichtgläubige von großer Bedeutung.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

„Welche Neurosen haben sich denn da zur Fachschaft versammelt?“ (88)

Maria 1.0 - Widerstand im Internet gegen Maria 2.0 (68)

„Als katholische Frau distanziere ich mich von der Aktion ‚Maria 2.0‘“ (46)

Eucharistie – Kausalprinzip der Kirche (30)

Vatikan: P. Hermann Geißler von Vorwürfen freigesprochen! (29)

Vor Wahlen: Notwendiges Gespräch oder „indirekte Wahlempfehlung“? (24)

Bischof Huonder zieht sich in Haus der Piusbruderschaft zurück (23)

"Ich vertraue mich dem Unbefleckten Herzen Mariens an" (22)

Haben Frauen in der Kirche wirklich nichts zu sagen? (21)

Die Frauen in der Kirche (20)

Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben (19)

Deutschland plant nach zahlreichen Angriffen Messerverbot (19)

Ein Schwimmbad auf Notre Dame? (19)

Woelki distanziert sich von Anti-Kirche-Aktion 'Maria 2.0' (18)

Christoph Klingan wird neuer Generalvikar (17)