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'Kardinal Meisner hat unermüdlich für den Lebensschutz geworben'

6. Juli 2017 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Christdemokraten für das Leben (CDL): „Es war oft Kardinal Meisner, der voranging und mutig zum angefeindeten Mahner gegen Abtreibung oder Sterbehilfe wurde“


Köln (kath.net) „Kardinal Meisner hat als Erzbischof von Köln in seiner über 25 Jahre langen, richtungsweisenden Amtszeit seit 1989 unermüdlich für den notwendigen Schutz jedes menschlichen Lebens geworben und gewirkt. Bei vielen Gelegenheiten hat er, ohne den oft starken Widerspruch in Medien, Politik und Gesellschaft zu fürchten, ein klares Bekenntnis zur Würde jedes Menschen vom Moment seiner Entstehung bis zu seinem natürlichen Tode ausgedrückt. Vielen Menschen, die sich im Lebensschutz engagieren, seien sie Katholiken oder Protestanten, hat er durch seine stets prägnanten Stellungnahmen und Worte begleitet, ermutigt und bestärkt und in der Öffentlichkeit die Aufmerksamkeit für einen uneingeschränkten Lebensschutz häufig neu entfacht und lebhafte, meist kontroverse, aber immer wertvolle Debatten eröffnet.“ Das stellte Mechthild Löhr, Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), in einem Nachruf auf den Kölner Alterzbischof Joachim Kardinal Meisner fest.


„Als Bundesvorstand der Christdemokraten für das Leben (CDL) danken wir ihm für diese wichtigen christlichen Orientierungshilfen. Gerade dann, wenn es in biopolitischen und ethischen Konflikten um besonders brisante Lebensschutzfragen ging, war es oft Kardinal Meisner, der voranging und mutig zum angefeindeten Mahner gegen Abtreibung oder Sterbehilfe wurde. Er konnte aufgrund seiner festen Verwurzelung im Glauben und seiner Distanziertheit zur Politik und Macht unabhängig eine scharfe Lanze führen und die Wahrheit der Unantastbarkeit der Würde jedes Menschen mit höchst eindringlichen Worten verteidigen und einfordern. Kompromisslos in wichtigen Glaubens-und Lebensfragen stellte er deutlich heraus, dass die Würde des Kindes, der Frau und der Wert der Familie nicht einem einseitig interpretierten ‚Selbstbestimmungsrecht‘ oder gar einem Recht auf Abtreibung und Suizidbeihilfe geopfert werden dürfe.

Sein überzeugtes und überzeugendes klares Wort hat viel Gehör gefunden und sei es dadurch, dass es viele auch zum Widerspruch provozierte. Er hat vielen Menschen persönlich ein großes Vorbild und Beispiel für eine christliche Verpflichtung zur Wahrheit gegeben. Wir werden als Christdemokraten für das Leben dankbar die Erinnerung an diesen bedeutenden und mutigen Bischof, der das Lebensrecht so sehr in den Mittelpunkt der christlichen Politik stellte, bewahren.“

Kardinal Joachim Meisner über die Begegnung mit einem behinderten Jungen: "Ich habe geheult wie ein Schloßhund"


Foto Kardinal Meisner (c) kath.net/Petra Lorleberg


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