Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. „Warum bin ich Christ“
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  11. Was auch immer Synodalität sein soll
  12. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  13. Was eine Messe wiegt
  14. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  15. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti

'Pille danach' erhöht den laxen Umgang mit den sexuellen Aktivitäten

19. Juni 2017 in Interview, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Schon bei der Freigabe der ‚Pille danach‘ haben Experten vorhergesagt, dass das die Zahl der Abtreibungen nicht senken sondern erhöhen wird.“ kath.net-Interview mit Hartmut Steeb (Evangelische Allianz). Von Petra Lorleberg


Stuttgart (kath.net/pl) „Ich erschrecke immer wieder... Jeden Tag vier Abtreibungen mehr als im Vorjahr. Das ist doch furchtbar“, sagt Hartmut Steeb, Generalsekretär der „Evangelischen Allianz Deutschland“ und engagierter Lebensschützer, nachdem das Statistische Bundesamt die jüngsten Zahlen über erfolgte Abtreibungen in Deutschland veröffentlicht hat.

Steeb kritisiert außerdem, dass es nach wie vor an Chancengleichheit fehle: „Wer seine Kinder selbst ganz betreuen will wird wirtschaftlich benachteiligt und erfährt wesentlich weniger aus dem öffentlichen Finanztopp. Das ist eine Form der Umerziehung durch Finanzsubventionen.“

kath.net: Herr Steeb, das Statistische Bundesamt hat die neuen Abtreibungszahlen für das 1. Quartal 2017 bekanntgegeben. Ihre erste Reaktion?

Hartmut Steeb: Es war zwar vorhersehbar, ich erschrecke aber immer wieder, wenn das, was man befürchtet, wahr wird. Schon bei der Freigabe der „Pille danach“ haben Experten vorhergesagt, dass das die Zahl der Abtreibungen nicht senken sondern erhöhen wird. Jeden Tag vier Abtreibungen mehr als im Vorjahr. Das ist doch furchtbar. Wie kommt es? Die „Pille danach“ erhöht ganz offenbar den laxen Umgang der sexuellen Aktivitäten.


kath.net: Sind wir hier schon bei der tatsächlichen Zahl der Abtreibungen oder müssen wir noch weitere Faktoren bedenken?

Steeb: Es gibt keinerlei Plausibilitätsprüfungen. Man könnte ja mal überprüfen, ob die Zahl der von Ärzten und Krankenhäusern abgerechnete und/oder durch öffentliche Kassen bezahlte Abtreibungen dem entspricht. Fehlanzeige. Man begnügt sich mit den freiwillig gemeldeten Zahlen. Wer falsche Zahlen meldet oder keine, bekommt keinerlei Sanktionen. Darum sind die gemeldeten Zahlen vermutlich wenig aussagekräftig, sie scheinen aber viele zu beruhigen.

kath.net: Haben Sie den Eindruck, dass die verstärkte Berufstätigkeit junger Mütter, die u.a. durch den aufwändigen Kita-Ausbau gefördert wird, den jungen Frauen das Ja zum Kind wirklich erleichtert?

Steeb: Nein, es fehlt nach wie vor eine Chancengleichheit. Wer seine Kinder selbst ganz betreuen will wird wirtschaftlich benachteiligt und erfährt wesentlich weniger aus dem öffentlichen Finanztopp. Das ist eine Form der Umerziehung durch Finanzsubventionen.

kath.net: Welche Förderangebote durch Bund und Länder würden Sie eher als Erleichterung zum Ja zum Kind empfinden?

Steeb: Gleichstellung der Kinder mit Erwachsenen in der Steuer, also gleich hoher Freibetrag. Daneben Kindergeld, das den tatsächlichen Bedarf abdeckt. Eltern sollten ohne finanziellen Nachteil entscheiden können, ob sie ihre Kinder selbst betreuen oder in Betreuung geben.

kath.net: Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach sagte 2015 zum mir: "Lebensschützer sollen sich 'erhobenen Hauptes' engagieren!" – Brauchen Lebensschützer diese Ermutigung auch zwei Jahre später noch?

Steeb: Gewiss. Leider. Was selbstverständlich sein sollte, die Würde des ungeborenen Kindes und sein Leben zu achten, ist es leider nicht mehr.

Einladung zum Marsch für das Leben Berlin 2017 am Samstag, 16.09.2017!

EWTN Reporter - Marsch für das Leben 2014 - Rede Hartmut Steeb


Foto oben: Hartmut Steeb (c) Rudolf Gehrig


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  2. 100. Stadt in den USA verbietet Abtreibungen
  3. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  4. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  5. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  6. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  7. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  8. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  9. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen
  10. US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  3. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  4. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  5. Papst mahnt Studierende: Glaubenslehre nicht einseitig auslegen
  6. Messi: Ohne Gott wäre ich nie so weit gekommen
  7. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  8. Das Hochzeitsmahl und die Einladung Christi: das Verhältnis zwischen Gott, Christus und der Kirche
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Die Wintersonne der Vernunft
  11. Astrochemikerin Karin Öberg erhält Pius-XI.-Medaille von Papst Leo XIV.
  12. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  13. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  14. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  15. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz