Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  2. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  3. Voll in die Falle getappt
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  6. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  7. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  8. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  9. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  10. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  11. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  12. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  13. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?
  14. Papst Leo XIV. ernennt Lebensschützer zum neuen Erzbischof von Denver
  15. Vatikan-Segen fürs Börsen-Depot - Warum Sie Meta, Amazon, Tesla oder Apple kaufen dürfen

Katholischer Journalismus kann nicht auf christliche Werte verzichten

12. Juni 2017 in Schweiz, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nuntius Gullickson schlägt bei Einweihung eines Medienzentrum der katholischen Kirche in der Schweiz kritische Töne an: Es müsse „die Frage der Finanzierung“ kirchlicher Medien und die Frage nach ihren Prioritäten gestellt werden.


Lausanne (kath.net) „Es muss immer wieder gesagt werden, dass katholische Informationsdienste ihre Daseinsberechtigung nicht in der objektiven und nüchternen Reportage haben, sondern in der Verkündigung der Frohen Botschaft.“ Darauf wies der Apostolische Nuntius in der Schweiz, Thomas E. Gullickson, bei der Einweihung des katholischen Medienzentrums Cath-Info (für die französischsprachigen Katholiken) in Lausanne hin. kath.ch ist gemäß Selbstdarstellung „eine Dienstleistung des Katholischen Medienzentrums im Auftrag der römisch-katholischen Kirche in der Schweiz“. Gullickson veröffentlichte seine Rede auf seinem Blog. Im Gegensatz zum säkularen Journalismus könne der katholische Journalismus nicht auf seinen Bezug zu den christlichen Werten verzichten, erläuterte der Nuntius und fragte: Welche Chance hätten katholische Medien, als Mitarbeiter des Evangeliums akzeptiert zu werden, wenn sie Methoden verwenden, die sich nicht von denen der säkularen Welt unterscheiden lassen?


Allerdings sei dies nicht einfach, räumte der Nuntius ein, denn er habe selbst in vielen Bereichen innerhalb der Kirche wenig Sympathie dafür gefunden, dass katholischer Journalismus im Geist des Franz von Sales ausgeübt werden sollte. Der Heilige, der Patron der Journalisten ist und in der Reformationszeit Bischof von Genf gewesen war, habe Broschüren, Zeitschriften und Bücher publiziert, um die Menschen zum katholischen Glauben zurückzubringen. Im Lauf der Jahrhunderte bis heute gebe es weitere Beispiele für Menschen, die ähnliche Unterstützung für Gläubige bereitstellen konnten. Allerdings „gibt es einen Widerstand“ gegen solche Unternehmungen, denn sie würden von einigen als „apologetisch disqualifiziert“ und abgelehnt. Auch in der französischsprachigen Schweiz müsse „die Frage der Finanzierung“ und die Frage der Prioritäten kirchlicher Medien gestellt werden, forderte Gullickson.

Nur bedingte Zustimmung erhielt der Nuntius in einem Kommentar der kath.ch-Redaktorin Sylvia Stam. Zwar sehe sie es „als Journalistin eines katholischen Onlineportals“ als ihre Aufgabe, „über Menschen zu berichten, die im Dienst des Evangeliums stehen: Seien dies nun Bischöfe, die sich für eine intakte Natur oder gegen Abtreibung stark machen, Freiwillige, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren oder Gläubige, die für den Miteinbezug von Frauen in kirchlichen Entscheidungsgremien nach Rom pilgern.“ Trotzdem würde katholische Medienarbeit ihren journalistischen Auftrag ignorieren, wenn sie „auf die Verkündigung des Evangeliums und der Mission der Kirche“ reduziert werde. „Dass auch die Kirche ein Unternehmen mit Interessen ist, wird immer dann spürbar, wenn katholische Medien etwas thematisieren, was Kirchenvertreter nicht gern hören“, so Stam. „Etwa dann, wenn die befreiende Botschaft des Evangeliums, das Leben in Fülle, nicht für alle gilt, sondern bestimmten Menschen verweigert wird, weil es der Kirchenlehre widerspricht – ich denke an geschiedene Wiederverheiratete, die kommunizieren wollen, an Homosexuelle, die eine Anstellung in der Kirche wünschen, an Frauen, die Priesterinnen werden möchten.“

Link zu den Ausführungen des Nuntius in voller Länge: L’Inauguration du siège du Centre catholique des medias à Lausanne - mercredi, 7 juin 2017

Erzbischof Thomas Gullickson, Apostolischer Nuntius in der Schweiz: Pontifikalamt 2016 in der Wallfahrtskirche Maria Vesperbild


Archivfoto Nuntius Gullickson (c) Schweizer Bischofskonferenz


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  2. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  3. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  4. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  6. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  7. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  8. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  9. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  10. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  6. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  7. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  8. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  9. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  10. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  11. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  12. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  13. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  14. 'Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.'
  15. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz